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Willkommen auf unserem Blog! Hier berichten wir über Kommunikation, Kreativität, multimediale Inhalte, digitale Strategien und unsere Arbeit bei Allison + Partners.

29 OCTOBER 2019 //     

Medienlandschaft in Deutschland: Special-Interest-Magazine und Printprodukte nach wie vor begehrt

Als PR-Professional ist man in ständigem Kontakt mit Medien und Pressevertretern, um Kunden und Themen bestmöglich in der Öffentlichkeit zu platzieren. Doch was in einem Land funktioniert, lässt sich nicht einfach auf andere Märkte übertragen. Wie Medien in verschiedenen Ländern ticken, beleuchten wir in unserer neuen Blogserie „Medienlandschaft Deutschland & International“. Im ersten Teil blicken wir auf den heimischen Markt und die Besonderheiten der deutschen Medienlandschaft und -arbeit.WEITERLESEN

Zeitungsland Deutschland

Die Bundesrepublik gilt als Zeitungsnation. Laut BDZV ist Deutschland der größte Zeitungsmarkt in Europa und belegt Platz fünf im internationalen Vergleich – nach China, Indien, Japan und den USA. Pro Erscheinungstag werden knapp 15 Millionen Tageszeitungen sowie knapp vier Millionen Wochen- und Sonntagszeitungen verkauft. Obwohl sich immer mehr Menschen in sozialen Medien über aktuelle Geschehnisse informieren, gehört die Zeitungslektüre – gedruckt oder digital – nach wie vor zum Alltag. In Deutschland lesen fast 63 Millionen Menschen regelmäßig die Zeitung. Und die Auswahl ist riesig: Über 300 Tageszeitungen, 21 Wochenzeitungen und 6 Sonntagszeitungen erscheinen hierzulande.

Publikumszeitschriften: von Rute & Rolle bis Beef!

Obwohl die klassischen Printerzeugnisse in Europa an Bedeutung und Auflage verlieren, gilt für Deutschland nach wie vor: Print lebt! Im Durchschnitt kauft jeder Bundesbürger jährlich im Schnitt 19 Zeitschriften und 92 Prozent der Deutschen lesen regelmäßig Zeitschriften. Denn Gedrucktes vermittelt Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Die Auswahl bei den Printerzeugnissen lässt kaum einen Wunsch offen und die 1.600 Publikumszeitschriften und 5.600 Fachmagazine decken so gut wie jedes Leserinteresse ab. Neben den klassischen Frauen- und Männermagazinen sowie Programmzeitschriften und Klatschblättern finden sich im Zeitschriftenregal auch exotische Special-Interest-Titel wie das Angelmagazin Rute & Rolle oder das Food- und Lifestylemagazin Beef!.

Individualität belebt den Zeitschriftenmarkt

Laut VDZ möchten die Verlage in diesem Jahr erneut neue Titel und Sonderausgaben publizieren, die insbesondere Nischenthemen abdecken. Die Zeitschriftenlandschaft wird dementsprechend bunter, auch wenn die Auflagen und Print-Reichweite sinken.

Aber gilt das für alle Zeitschriftenarten? Nicht ganz! Zu erwarten ist, dass die Auflage von Special-Interest- oder Nischentiteln zunimmt, während General-Interest-Titel, die große Zielgruppen ansprechen, einen Abwärtstrend verzeichnen. Nischen haben den Vorteil, dass es unzählige davon gibt und die Verlage mit einer größeren Anzahl spezialisierter Titel auch ein Millionenpublikum erreichen können.

Der allgemeine Trend in der Bevölkerung zum gesunden und achtsamen Lifestyle spiegelt sich aktuell auch in der Popularität von Titeln wie Flow oder Hygge wider sowie in Gesundheitsmagazinen wie Stern Gesund Leben. Darüber hinaus ist zu beobachten, dass Personality-Magazine wie Barbara, JWD oder BOA auf dem Vormarsch sind.

Nicht nur die Titel werden individueller. Auch bei der Gestaltung der Printerzeugnisse setzen die Verlage auf Hochwertigkeit und Ästhetik, die so manch eine Zeitschrift zum Sammlerstück macht.

Q&A: Expertenmeinung zur Medienlandschaft in Deutschland

Wir haben Heike Schubert, General Manager, und Martina Müller, Senior Vice President, gefragt, wie sie die Zusammenarbeit mit Medien in Deutschland sehen und welchen Veränderungen sie in der Medienlandschaft beobachten konnten.

Q: Wie hat sich die Medienlandschaft in den letzten Jahren gewandelt?

HS: Wir haben eine deutliche Konsolidierung im Markt gesehen. Auflagenzahlen und Reichweiten sind – über Mediengattungen hinweg – fast durchgehend zurückgegangen. Im Vergleich zu anderen Märkten scheinen wir in Deutschland jedoch aktuell noch mit einem blauen Auge davongekommen zu sein – was vor allem auch für den Printbereich gilt, wo man besonders im Bereich Lifestyle immer wieder neue Titel am Kiosk findet – etwas, wovon die Kollegen in anderen Ländern wie z.B. UK nur träumen können.

MM: Viel Werbegeld, mit dem früher Medien finanziert wurden, fließt heute zu Facebook und Google. Insofern sind die finanziellen Ressourcen für guten Journalismus knapper. Qualitätsmedien setzen sich dennoch durch und bleiben bestehen. Insgesamt sind die Medien in den letzten ein bis zwei Jahren verstärkt zu Paywalls übergegangen. Das heißt, man bekommt nur noch wenig gute Informationen gratis im Netz.

Q: Welche Trends sind in Bezug auf die deutsche Medienlandschaft zu beobachten?

MM: Wie gesagt sind die Medien in den letzten ein bis zwei Jahren verstärkt zu Paywalls übergegangen. Neben dem Trend zu Paywalls ist zu beobachten, dass neue Online-Publikationen entstehen. Gleichzeitig werden Print-Magazine weniger nachgefragt. Medien verbreiten ihre Inhalte auf Twitter und viele Journalisten sind sehr aktiv auf der Plattform. Dort kann man auch in Dialog mit ihnen treten.

HS: Medienhäuser und Redaktionen greifen zunehmend auf neue Kommunikationskanäle zurück. Digitalangebote, Podcasts, Event-Serien etc. zeigen, dass sich die Branche auf das veränderte Medienkonsumverhalten der Zielgruppen eingestellt hat. Bei TV und Bewegtbild sehen wir das Thema On Demand und Streaming sehr stark, wobei auch in diesem Bereich eine Konsolidierung zu erwarten ist. Im Print-Bereich erwarte ich eine Stabilisierung der Auflagenzahlen vor allem auch bei Leuchtturmpublikationen wie FAZ, SZ oder Handelsblatt, die in Zeiten von Fake-News eine wichtige gesellschaftliche Rolle übernehmen.

Q: Was sind die Besonderheiten der deutschen Medien? Wodurch zeichnet sich die Medienlandschaft in Deutschland aus?

MM: Ein besonderes Merkmal ist unser öffentlich-rechtlicher Rundfunk, den gibt es zum Beispiel in den USA nicht. Unser öffentlicher Rundfunk ist gebührenfinanziert und nicht werbefinanziert. Die finanzielle Ausstattung ist gut, sodass die öffentlich-rechtlichen Sender ein breites Korrespondentennetz unterhalten können. Deutschland hat eine sehr breit gefächerte Fachpresselandschaft und mehr Fachtitel als andere Länder.

HS: Deutsche Medienvertreter – vor allem im Bereich Fachmedien – zeichnen sich durch eine „Allergie“ gegenüber Marketingsprache aus. Im Vergleich zu anderen Märkten legen sie besonders Wert auf tiefgehende Informationen wie Daten und Fakten.
23 OCTOBER 2019 //     

Krisenkommunikation - wie man im Ernstfall souverän reagiert

Es gibt sie in ganz verschiedenen Arten und oft geht es nur um Schadensbegrenzung: Unternehmenskrisen.

Aber: Es gibt verschiedene Methoden, sich so erfolgreich wie möglich durch eine Krise zu manövrieren und sich für den Ernstfall vorzubereiten. Zu diesen und weiteren Aspekten von Krisenkommunikation für Unternehmen spricht Host Stefan Schaumeier in unserem Podcast „Kopfstand“ mit dem Krisenkommunikations-Veteranen Rainer Westermann. Westermann begleitet seit Jahrzehnten Unternehmen aller Größen als Kommunikationsexperte durch kritische Unternehmensphasen. Hier gibt es die Folge bei Spotify, YouTube und iTunes.

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Krisenprävention – Unternehmenskrisen vorhersehen und Strategien entwickeln

Eine Unternehmenskrise schon vor ihrer Entstehung zu erkennen und sie zu verhindern, bevor sie sich entwickelt, ist nicht immer möglich. Was jedoch immer geht, ist die Identifikation potenzieller Krisenherde im Unternehmen und eine vorausschauende Strategieentwicklung, wie im Krisenfall kommuniziert werden sollte - kurz: Krisenprävention zu betreiben.

Denn wenn ein Plan für den Ernstfall schon in der Schublade liegt, kann man schnell und souverän reagieren und muss nicht erst wertvolle Zeit vergeuden, um die Grundlagen zur Krisenkommunikation zu schaffen.

Im Krisenfall richtig reagieren: Do’s in der Krisenkommunikation

Egal ob Hackerangriff, Produktrückrufe, Umstrukturierungen oder Situationen in Unternehmen, die die Medien als „Skandal“ bezeichnen würden – es gibt ein paar „Do’s“ im Krisenfall, die auf jegliche Arten von Unternehmenskrisen anwendbar sind.

  • Offenheit und Transparenz: „Kein Kommentar“ oder „Dazu sagen wir nichts“ verschlimmern in den meisten Fällen die Situation und wecken erst recht das Interesse. Deshalb ist es empfehlenswert, so gut es geht mit offenen Karten zu spielen. Sollte ein Unternehmen tatsächlich noch nicht alle Sachverhalte der Krise kennen, dann ist anstatt „Kein Kommentar“ ein „Wir prüfen den Sachverhalt“ die deutlich bessere Antwort.
  • Keine Salamitaktik: Ähnlich wie bei Offenheit und Transparenz ist es schon lange nicht mehr zeitgemäß, nur nach und nach Bruchteile des Wissens an die Medien weiter zu geben. In der Regel verlängert diese Taktik die Halbwertszeit der Story in den Medien und heizt Spekulationen an. Zudem muss man auf Unternehmensseite ohnehin damit rechnen, dass in Zeiten von sozialen Medien alle Sachverhalte irgendwann ans Licht der Öffentlichkeit kommen.
  • Externe Hilfe: Eine Krise innerhalb des Unternehmens selbst zu lösen ist zwar machbar, aber birgt viele Risiken. Zum einen können unternehmenspolitische Entscheidungen eine Rolle spielen, andererseits greifen zudem oft Selbstschutz- oder Sympathie-Mechanismen, die die Aufarbeitung der Krisensituation verlangsamen oder gar verhindern. Ein extern hinzugezogener Krisen-Experte blickt von außen auf den Sachverhalt, ohne die Unternehmenspolitik zu berücksichtigen. Darüber hinaus ist absolute Neutralität gegenüber der Krisensituation gegeben, weil ein externer Experte innerhalb des Unternehmens in der Regel keiner Allianz oder Position zuzuordnen ist.

Krisenkommunikation – nur Schaden oder auch Chance für das Unternehmen?

„Erfolg“ ist immer ein relativer Begriff, wenn ein Unternehmen eine Krise zu bewältigen hat. Ist es doch kaum möglich, als großer Gewinner aus einer Krise hervorzugehen. Meistens ist es das erklärte Ziel, den Schaden möglichst gering zu halten und die Krise schnellstmöglich vergessen zu machen.

Eine wirkliche Chance bietet sich für Unternehmen nur dann, wenn sie eine eigene, schnelle und zukunftsfähige Lösungsmöglichkeit für das bestehende Problem entwickeln können. Wird diese Lösungsmöglichkeit dann schnell etabliert und stringent in die Kommunikation eingewoben, kann dies langfristig zu einem Image-Gewinn des Unternehmens führen und die kurzfristigen negativen Folgen abmildern. 


15 SEPTEMBER 2019 //     

Im IFA-Zirkus nichts Neues: Die dreitägige Suche nach der weltverändernden Nadel im Heuhaufen der Buzzwords

Die IFA gibt’s bei uns übrigens auch als Audioversion: Hier geht’s zu unserer „Kopfstand“-Podcast-Folge zur IFA, unter anderem mit dem PR Manager von Huawei, Frank Bauderer, dem Blogger und Instagrammer Igor Josif und News und Einschätzungen zu aktuellen Themen und Produkten auf der Messe.

Hier finden Sie die Folge auf SpotifyiTunes oder YouTube.

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Normalerweise gibt einem die Vorberichterstattung in Medien wie der Süddeutschen Zeitung oder dem Handelsblatt immer einen guten Überblick über die Highlights der nach wie vor führenden Consumer-Electronics-Messe Europas. Normalerweise.

In diesem Jahr machen mir jedoch Helmut Martin-Jung und seine Kollegen keine große Hoffnung auf große Neuheiten. Das was neu ist, ist eigentlich schon bekannt und das, was uns in den nächsten Jahren bewegen wird, noch nicht greifbar. Keine Fernsehrevolution – wer braucht schon einen aufrollbaren TV -, keine Smartphone-Innovation – faltbar war schon 2018 das große Thema -, und kein innovativer Küchenhelfer weisen den Weg durch die fast 30 Ausstellungshallen des Berliner Messezentrums. Der Besuch in diesem Jahr glich der Suche nach der weltverändernden Nadel im Heuhaufen der Belanglosigkeiten und Buzzwords.

5G beispielsweise ist eines der bestimmenden große Themen – nicht nur des pinkfarbenen Telekommunikations-Riesen aus Bonn. Dabei vermittelte sich jedoch schon im Vorfeld der Messe eher der Eindruck, dass der Fokus eher auf der Auseinandersetzung um die Vorherrschaft im Netzausbau hierzulande liegt, als auf einem gemeinschaftlichen Voranbringen des Netzes zum Wohle der Anwender und der Industrie. Bei aller Ratlosigkeit, wie schnell 5G auch wirklich flächendeckend nutzbar sein wird, bietet sich die Frage an: „Magenta, ist da jemand?“ Wenn man Glück hat, hört einen der neue Magenta Smart Speaker der Deutschen Telekom und gibt einem dieselben Antworten wie die Spracherkennungs-Angebote der großen US-amerikanischen Vorreiter in diesem Bereich.

Künstliche Intelligenz ist die andere, nicht mehr ganz so neue, omnipräsente Innovation, die einem in den Messehallen am Berliner Funkturm entgegenhallt. Doch folgt man dem Ruf, so steht man sehr oft lediglich vor Smart-Home-Lösungen, die einem den Alltag erleichtern sollen. Saugroboter, intelligente Türklingeln, Fitnesstracker – alles auch 2018 schon da gewesen.

Verschwunden sind hingegen bei den großen Herstellern die fleißigen „Helferchen“ der Zukunft, die im letzten Jahr noch den Einkaufskorb tragen, Rezepte vorlesen oder das Getränk reichen sollten – irgendwann einmal, wenn man es nicht mehr selbst kann – schade drum. Der kluge Kühlschrank, der uns sagt, was gerade in seinem Inneren fehlt, ist ja schon ein alter Hut – und scheint eher auf Skepsis der Verbraucher als auf offene Arme derselben zu treffen. Jedenfalls kenne ich keinen einzigen dieser “Alltagsverbesserer“, der es in die Küchen unserer technikaffinen Nachbarschaft geschafft hätte – so viel zum empirischen und subjektiven Realitätscheck. Gut, der „smarte“ Backofen und sein „Pling“ auf dem Smartphone entzückt das hauseigene Männerherz, doch wirklich intelligent ist das nicht, sondern fällt wohl eher in die als immer normaler angesehene Tatsache, dass wir über unser Handy unsere Haushaltsgeräte, Licht, Heizung und Security-Kameras steuern können. Smart Home eben.

Bahnbrechende Neuheiten? Fehlanzeige! Sinnbildlich hierfür der Jubiläums-Walkman von Sony, der bei mir als einem Kind der 70er und 80er ganz automatisch glänzende Augen und Flashbacks erzeugt. Das Display imitiert eine Musikkassette und spiegelt damit noch einen anderen omnipräsenten Trend ohne große Innovationskraft wider: Vintage.

Neben dem schicken, sichtbaren „Alten“ konzentrieren sich Anbieter zudem auf Verbesserungen und Optimierungen rund um Software, Datensicherheit und Bedienerfreundlichkeit. Große, die Gegenwart aus den Angeln hebende Innovationen? Abermals Fehlanzeige…

Und so ging es mir in diesem Jahr auf der IFA, wie eigentlich seit Jahren bei der Ankunft in Berlin: Man bewegt sich auf bereits ausgetretenen Pfaden – sei es auf der Messe oder auf dem Tegler Flughafen – und hofft auf das nächste Jahr und darauf, dass dann endlich einmal wieder zukunftsweisende Produkte und ein im Hier und Jetzt angekommener Flughafen einen Ruck durch das Land schicken.

2 SEPTEMBER 2019 //     

Wie Videos Thought-Leadership-Kampagnen unterstützen können

Mit Worten den Ton angeben, die Diskussion bestimmen und Einfluss auf eine bestimmte Branche, einen bestimmten Bereich oder sogar die breite Öffentlichkeit haben: Das sind gängige Ziele von Thought-Leadership-Kampagnen in der Öffentlichkeitsarbeit. Der Weg zum Thought Leader erfordert Wissen, Mut und Zeit – und vor allem einen langen Atem.WEITERLESEN

Eine gute Möglichkeit zur Amplifikation des Thought Leader Messagings sind Videos. Durch lebendigen, emotionalen und gut platzierten Video Content wird die richtige Zielgruppe erreicht und angesprochen. Ein weiterer Vorteil: Die Reichweite des Messagings wird vervielfacht. Videos können beispielsweise im Rahmen einer Gesamtstrategie ergänzend zu Textbeiträgen oder als Reaktion auf aktuelle Themen im Fachbereich des jeweiligen Thought Leaders veröffentlicht werden. Diese Art von multimedialem Content fördert seineSichtbarkeit und gibt der Brand eine menschliche und authentische Komponente.

Welche Arten von Video Content eignen sich?

Um die Zielgruppe passgenau ansprechen zu können, darf nicht einfach wahllos drauflosgefilmt werden. Idealerweise unterstützt die Art des Videos den Inhalt der Thought-Leadership-Kampagne. Darum spielen die Aussage und Stoßrichtung des Videos eine entscheidende Rolle. Es kommt nicht nur darauf an, was gesagt wird, sondern auch, wie es gesagt wird. Die Grundlage dafür ist die Bestimmung des passenden Video-Formats. Da eine Einzelperson bei Thought-Leadership-Kampagnen im Fokus steht, muss sich dies auch im Video spiegeln. Die folgenden Arten von Videos eignen sich dafür besonders:

Talking-Head-Video

Eine einfache, aber vielversprechende Videoform ist das „Talking Head“-Video. In dieser Art von Bewegtbild-Content adressiert der Thought Leader direkt sein Publikum. Er spricht mit Blick in die Kamera und sein Text basiert auf einer direkten Ansprache des Zusehers. Die Messages werden dabei in persönlicher und authentischer Form wiedergegeben – möglichst ohne Marketing-Floskeln.

Authentizität und die menschlich-emotionale Bindung zum Zuschauer stehen dabei über der perfekten Wiedergabe des Textes.

Die Videolänge sollte eineinhalb Minuten, maximal aber drei Minuten nicht überschreiten, um das Video nicht mit Informationen zu überfrachten oder den Zuschauer nach einer gewissen Zeit zu langweilen. Video sollte maximal über drei Schlüsselbotschaften gesprochen werden.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die es erlauben, längere Videos zu produzieren. Beispielsweise wenn ein Thema zu komplex ist, um es in der Kürze der Zeit vollständig abzuhandeln. Was man jedoch nicht unterschätzen darf: Gerade in Videos, die eine Länge von drei Minuten überschreiten, muss man wirklich etwas Bedeutendes zu sagen haben, damit man die Zuseher nicht schon nach kurzer Zeit verliert.

Um das Video bildlich etwas aufzulockern, können auch Schnittbilder, die zum jeweiligen Thema passen, von Zeit zu Zeit über den Sprecher gelegt werden.


A+P Influencer Trends Report: In diesem Talking-Head-Video werden die aktuellen globalen Influencer-Trends zusammengefasst und erklärt, wie man Influencer für seine Brand nutzen kann.

Keynote-Video

Spricht der angehende Thought Leader auf einer Messe, einem Event oder einer Konferenz, lohnt es sich, die Rede als Video aufzuzeichnen zu lassen (idealerweise mit zwei Kameras, einer „Totalen“, die den Raum und den Sprecher zeigen und einer „beweglichen Kamera“, die Schnittbilder des Sprechers und des Publikums einfängt). Vorsicht: In jedem Fall muss im Vorfeld eine Drehgenehmigung beim Veranstalter eingeholt werden.

Mit dem aufgenommenen Material kann dann ein „Highlight“-Schnitt mit den besten Aspekten der Rede erstellt werden. Dieser sollte, je nach Länge der Rede, abermals drei Minuten nicht überschreiten.

Es besteht weiterhin auch die Möglichkeit, die gesamte Keynote auf der Homepage oder den Social-Media-Kanälen zu veröffentlichen, wenn der Inhalt die vorher vereinbarten Thought-Leader-Themen wiedergibt.

So können die wichtigsten Inhalte einer Rede einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden, als „nur“ den Gästen, die die Keynote „live“ verfolgten.

Appropos „live“: Bei sehr eloquenten und geübten Sprechern kann es sich auch anbieten, die Keynote live zu streamen, entweder auf einer Social-Media-Plattform oder auf der Homepage. Durch die immer größere Beliebtheit von Live-Content können so unter Umständen noch mehr Menschen der Zielgruppe erreicht werden.

Image-Film, Animationsvideo und Co.

In selteneren Fällen können sich auch Image-Filme oder Animationsvideos eignen. Allerdings muss man bei einem Imagefilm aufpassen, dass die Person nach wie vor glaubhaft und authentisch agiert und die Story nicht aufgesetzt und künstlich wirkt.

Unter allen Umständen sollte man vermeiden, sich als Person zu sehr in den Vordergrund zu spielen. Das lässt einen Sprecher wenig sympathisch wirken. Der Fokus bei dieser Art von Videos sollte immer auf dem Inhalt und nicht auf der Person liegen.

Auch Animationsvideos eignen sich nur manchmal in Thought-Leadership-Kampagnen – und zwar dann, wenn Themen besonders komplex sind und einer einfachen und anschaulichen Erklärung bedürfen. Hier gibt es dann auch die Möglichkeit eines Hybrid-Videos zwischen Animation und Talking Head. So können schwierige Inhalte vereinfacht und animiert dargestellt werden und der Thought Leader findet trotzdem genug Raum, um die menschlich-emotionale Komponente ins Spiel zu bringen.

Auf welchen Kanälen sollte man diese Videos veröffentlichen?

Pauschal gibt es auf hier nicht die eine richtige Antwort. Je nach Zielgruppe und Branche eignen sich verschiedene Plattformen, von LinkedIn bis zur eigenen Homepage, um diese Videos zu veröffentlichen.

Es hängt auch von der Gesamtstrategie der Thought-Leadership-Kampagne ab. So können Instagram oder Facebook für Consumer-Brands interessante Kanäle für die Veröffentlichung sein – während sich bei B2B-Unternehmen LinkedIn oder die eigene Homepage anbieten. Auch die dazugehörigen Marketing-Aktivitäten müssen für die Platzierungen berücksichtigt werden.

Grundsätzlich sollte man aber darauf achten, Videos über verschiedene Kanäle zu verbreiten. Das steigert die Reichweite und man kann seine Marketing-Aktivitäten bündeln.

Keine Angst vor Bewegtbild

Natürlich kostet es Überwindung, vor eine Kamera zu treten. Natürlich macht man sich damit auch in gewisser Weise angreifbar – und natürlich können Videos, wenn schlecht produziert, auch kontraproduktiv sein und eher das Image und die Kampagne schädigen als fördern. ABER: Wer sich traut, einen verlässlichen Produktions-Partner an seiner Seite hat und klar und authentisch seine Messages transportiert, der kann mit Videos eine Reichweite erreichen, die andere Arten von Content deutlich in den Schatten stellt.

Wenn Sie Interesse an einem Gespräch mit uns zu diesem Thema haben oder Fragen haben, dann kontaktieren Sie uns gerne unter AlltoldEU@allisonpr.com.

27 AUGUST 2019 //     

Brexit, PR und Europa: Ein Blick auf die Dinge aus USA und UK

Wie sollten amerikanische Unternehmen in den vielfältigen Europäischen PR-Markt einsteigen? Was müssen sie beachten? Und ist London immer noch das amerikanische PR-Einfallstor für Europa? Außerdem: Was bedeutet der Brexit für PR-Aktivitäten in Europa und wie können sich Unternehmen mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit auf europäischem Terrain gegenüber der Konkurrenz durchsetzen?

Diesen Fragen und weiteren Themen widmet sich die achte Folge unseres Podcasts Kopfstand – mit zwei Gästen, die jahrzehntelange Erfahrung in der europaweiten und globalen PR mitbringen. Zum einen Sue Grant, Managing Director, Corporate und B2B Tech bei Allison+Partners (London), und zum anderen Matthew Della Croce, Global President, Europe + Corporate bei Allison+Partners (Boston).

Hier finden Sie die Folge auf Spotify, iTunes oder YouTube.

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Wie die aktuelle politische Lage die PR-Arbeit in Europa beeinflusst

Brexit, Trump und starke wirtschaftliche Unterschiede innerhalb der EU – die Kommunikation über Europa hinweg war noch nie einfach und ist heute anspruchsvoller denn je. Aber instabile Zeiten bringen nicht nur Ungewissheiten, Herausforderungen und Risiken. Gerade im PR- und Marketing-Bereich können Unternehmen gerade jetzt die Gunst der Stunde zu nutzen, um auf sich, ihre Brand und ihre Produkte aufmerksam zu machen.

Denn wenn viele Konkurrenten auf der Bremse stehen, dann werden diejenigen noch deutlicher gesehen, die jetzt das Gaspedal durchdrücken.

Amerikanische Unternehmen und PR in Europa – ein interessantes Verhältnis

Das klassische Einfallstor amerikanischer Unternehmen, wenn sie PR in Europa machen wollen, war in den letzten Jahrzehnten das Vereinigte Königreich. Gemeinsame Sprache und gemeinsame kulturelle Hintergründe ebneten den Weg für die europäische Kommunikationsoffensive vieler Unternehmen aus den USA.

Was oft übersehen wurde und aktuell sehr offensichtlich ist: UK ist mit Europa nicht gleichzusetzen. Regionale Unterschiede, kulturelle Eigenheiten und lokale Gesetzgebungen wurden oft unterschätzt. Was in den USA funktioniert, muss nicht zwingend in UK funktionieren – und schon gar nicht in Deutschland, Frankreich oder Italien.

Wenn US-Unternehmen dennoch darauf beharren, ihre US-Kommunikationsstrategie Eins zu Eins in ganz Europa umsetzen zu wollen, dann gibt es meist ein böses Erwachen.

Darum muss die Diversität jedes einzelnen europäischen Marktes be- und vor allem auch geachtet werden – was logischerweise mit einer Anpassung der Kommunikationskampagnen an regionale Kulturen und Spezifikationen einhergeht.

Dabei mit dem richtigen Partner zusammenzuarbeiten, kann ein entscheidender Vorteil sein.

Was der Brexit für die PR und für Unternehmen im Vereinigten Königreich bedeutet

Zunächst einmal bedeutet der anstehende Brexit – in welcher Art er nun auch kommt, oder nicht – Ungewissheit. Ungewissheit auch für die PR- und Marketing-Arbeit von Unternehmen und Agenturen.

Unternehmen agieren zunehmend vorsichtiger und versuchen, sich auf gesamteuropäischer Ebene breiter aufzustellen. Für die Kommunikation bedeutet das, dass noch genauer auf regionale Gegebenheiten eingegangen werden muss, um die richtigen Zielgruppen in den jeweiligen Märkten auch passgenau anzusprechen.

Wer aber zu lange zögert und nur der Dinge harrt, bis der Brexit faktisch auch eingetreten ist, droht überholt und abgehängt zu werden.

Auch in diesen Zeiten lohnt sich eine proaktive, mutige und unkonventionelle Kommunikationsstrategie – egal ob in England, Frankreich, Deutschland – oder über alle Länder hinweg.

31 JULY 2019 //     

Der Umgang mit kulturellen Fettnäpfchen oder die Rettung der Titanic vor kulturellen Eisbergen

In Zeiten der Globalisierung wird Interkulturelle Kompetenz immer wichtiger. Um im geschäftlichen Umfeld international erfolgreich zu sein, ist es wichtig, Menschen aus anderen Kulturkreisen auf Augenhöhe zu begegnen. Wer nicht souverän auf Andersartigkeit reagiert oder sich der jeweiligen Kultur nicht adäquat anpassen kann, tritt mit Sicherheit in eine Reihe kultureller Fettnäpfchen. Dabei ist es durchaus vermeidbar, sein Gegenüber mit anderen kulturellen Wurzeln bloßzustellen, zu brüskieren oder – im harmlosesten Fall – lediglich zu belustigen.WEITERLESEN

Was genau bedeutet Kultur?

Um angemessen mit kulturellen Gegebenheiten umgehen zu können, empfiehlt es sich, sich zunächst bewusst zu machen, was den jeweiligen Kulturkreis ausmacht und welche Besonderheiten dieser aufweist. Das ist gar nicht so einfach, wie man zunächst annehmen mag.

Das Konzept „Kultur“ kann man sich wie einen Eisberg im Meer vorstellen: Auffällige landestypische Merkmale wie Sprache, Essgewohnheiten und Spezialitäten, Kunst, Literatur, Musik, Tänze und Religion türmen sich wahrhaftig und gut sichtbar vor einem auf. So, als könnte man mit seiner Titanic direkt darauf zusteuern und das Monstrum zunächst aus der Ferne, dann auch ganz mutig aus der Nähe betrachten.

Sollte man jedoch planen, am Eisberg anzulegen und ihn zu begehen, muss man sich dessen bewusst sein, dass der größte Teil unter Wasser liegt und Ausmaße annehmen kann, die über der Wasseroberfläche nicht sichtbar sind. Manche dieser Eisberge erstrecken sich über eine unvorstellbare Breite und weisen teilweise spitze Ecken und scharfe Kanten auf. Mutige, jedoch unerfahrene Seefahrer geraten in Gefahr, den Rumpf ihrer Titanic nachhaltig zu beschädigen oder diese durch einen besonders unangemessenen Fauxpas sogar komplett zu versenken.

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Sicheres Anlegen am Eisberg erfordert Vorbereitung

Die Analogie des Eisbergs zeigt, dass es nicht gerade sinnvoll ist, mit seiner Titanic unvorbereitet und volle Kraft voraus darauf zuzufahren. Um das Schiff nicht in Gefahr zu bringen, die interkulturelle Begegnung also nicht peinlich enden zu lassen, empfiehlt es sich, sich auf das Kommende vorzubereiten.

Am besten gelingt dies, indem man in sicherem Abstand den Anker wirft und in Taucherausrüstung die unter Wasser liegenden Eismassen begutachtet. Auf diese Art kann man ganz nah heranschwimmen und die verborgene Basis der sichtbaren Eisbergspitze untersuchen. Tief unten trifft man auf historische Hintergründe der entsprechenden Kultur und findet interessante Zusammenhänge.

Es wird plötzlich klar, welche Einstellungen, sozialen Regeln, Führungsstile, interpersonellen Umgangsformen, soziale Rollen, Werte und Normen, aber auch Kommunikationsstile, Körpersprache, Schönheitsideale und vieles mehr unter der sichtbaren Oberfläche schlummern. So ist es in manchen Kulturkreisen im Gegensatz zu unserem beispielsweise völlig legitim, andere unverblümt nach ihrem Einkommen zu fragen.  Außerdem können durch den Tauchgang interessante, bisher unbekannte, kulturelle Verbindungen mit angrenzenden Eisbergen zu Tage treten. Er ermöglicht also einen tiefen Einblick in nicht-manifeste Kulturbestandteile.

Sicheres Anlegen am Eisberg

Auf Basis dieser Erkenntnisse kann sodann eine Seekarte mit dem idealen Fahrweg angefertigt werden und sogar ein besonders passender Anlegepunkt, beispielsweise ein in diesem Kulturkreis unverfängliches Small-Talk-Thema, am Eisberg identifiziert werden. Es empfiehlt sich, eine Stelle zu wählen, an der der Unterbau keine scharfen Kanten, also potenzielle Fettnäpfchen, aufweist. Die durch den Tauchgang gewonnenen Einsichten in die kulturelle Basis sowie die unsichtbaren Kulturbestandteile bieten eine umfangreiche Hilfestellung für ein mögliches kultursensibles Handlungsrepertoire.

Auf dieser Basis ist es dann nicht mehr schwer, die nötige Strategie für die interkulturelle Begegnung auszuwählen. Einem geübten Taucher und Eiskletterer fällt es mit zunehmender Erfahrung übrigens immer leichter, seine Titanic mühelos durch arktische Meere zu steuern. Irgendwann kann er dann sogar komplett auf vorbereitende Tauchgänge verzichten und sich ganz auf seine Expertise sowie sein Gefühl im Umgang mit fremden Kulturkreisen verlassen.

Eine lustige interkulturelle Erfahrung zum Schluss

Während meines fast fünfjährigen Auslandsaufenthalts in Shanghai hatte ich immer wieder amüsante interkulturelle Begegnungen. So wurde ich in der chinesischen Außenstelle eines großen deutschen Unternehmens beispielsweise mit einem für chinesische Verhältnisse beleibten Mitarbeiter bekannt gemacht. Er wurde mir mit dem Namen ‚Pang Zi‘ vorgestellt, was so viel bedeutet wie ‚Dickerchen‘. In Deutschland wäre dieser Spitzname ein schwerer Mobbing-Fall, in China hingegen ist der Träger des Namens stolz darauf, dass er es sich finanziell leisten kann, übergewichtig zu sein und nicht, wie viele Chinesen während der Kulturrevolution, hungern muss.

 Stephanie Thoma

15 JULY 2019 //     

PR in mehreren europäischen Ländern. Wie geht man als Unternehmen richtig vor?

Herzlich willkommen zur mittlerweile siebten Folge unseres Podcasts Kopfstand. Heute zum Thema „PR in mehreren europäischen Ländern. Wie geht man als Unternehmen richtig vor?“. Unser Gast: Iuliana Andronachi, PR Managerin bei einem der führenden Hersteller für Smart-Home-Lösungen, Netatmo. In ihrer Tätigkeit als PR-Managerin ist Iuliana für mehrere europäische Länder wie Frankreich, Deutschland und UK verantwortlich.

Hier finden Sie die Folge auf Spotify, iTunes oder Youtube.



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Eine PR-Strategie für alle Länder?

Regionale Unterschiede, eine komplexe Medienlandschaft, unterschiedliche Präferenzen und verschieden entwickelte Märkte – diesen und noch mehr Herausforderungen steht man als Unternehmen gegenüber, wenn man PR in mehreren Ländern ausrollen möchte.

Ist es da also sinnvoll, eine einzige PR-Strategie zu verfolgen und auf alle Länder anzuwenden? Oder muss man PR für jedes Land neu denken? „Beides“, sagt Iuliana. Für sie ist es grundsätzlich wichtig, in jedem Land die gleiche Ausrichtung, das gleiche Messaging zu verfolgen – allerdings müsse die Strategie auf jeweils individuell zugeschnitten werden. Es gehe darum, sich an die individuelle Markt- und vor allem Kundensituation anzupassen und die landesspezifischen Feinheiten zu beachten.

Content länderübergreifend nutzen?

Entsteht Content, egal in welcher Form und wo, kann dieser grundsätzlich länderübergreifend für die PR genutzt werden. Voraussetzung dafür ist die individuelle Lokalisierung der Inhalte, adaptiert für die jeweilige Marktumgebung.

Es kann jedoch auch vorkommen, dass Themen in manchen Ländern besser funktionieren, als in anderen - oder überhaupt nicht. Hier kommt klar die lokale Expertise der lokalen Partner zum Tragen.

Es kommt auch vor, dass nicht jeder Content-Typus in allen Ländern gleich gut funktioniert. So nennt Iuliana Radio-Projekte, die in Deutschland und UK erfolgreich waren, aber in Frankreich – bei gleicher Vorgabe - eher schleppend gelaufen sind.

Den internationalen Workflow verbessern?

Sind Marken- und Content-Strategie für jedes Land festgezurrt, geht es schließlich noch darum, den internationalen Workflow zwischen Unternehmen und Agentur und auch innerhalb der Agentur so effektiv wie möglich zu gestalten.

Hilfreich sind dabei regelmäßige Update-Calls zwischen den Unternehmen und den lokalen Partnern, aber auch kurze Kommunikationswege jenseits von E-Mail über Projektmanagement- und Kommunikations-Tools wie beispielsweise Microsoft Teams.

Darüber hinaus gilt es für die Unternehmensseite auch immer, alle wichtigen Informationen an die Agentur weiterzuleiten, ohne sie mit irrelevanten Dingen zu überladen. Diese Balance zu finden bedarf einer offenen und ehrlichen Kommunikation von beiden Seiten.

Ist die richtige Mischung allerdings gefunden, steht einer effektiven Zusammenarbeit nichts mehr im Wege.

31 MAY 2019 //     

Warum kontinuierliches Lernen uns nicht nur erfolgreich, sondern auch glücklich macht

Die Lernphase beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Schule, Berufsausbildung und Studium. Im PR-Alltag begegnen wir ständig Neuheiten, Trends und Innovationen. Daher ist lebenslanges Lernen zum integralen Bestandteil der (Arbeits-)Welt geworden. Erfahren Sie warum Lernen glücklich macht und welche Vorteile schon wenige Minuten täglich bieten.WEITERLESEN

LMGTFY – Vom täglichen Suchen und Finden von Wissen

Arbeit und Lernen werden auch heute noch meist als zwei eigenständige Bereiche wahrgenommen. Fortbildungen, Seminare, Onlinekurse – das sind im Normalfall die Ressourcen, die Menschen nutzen, wenn sie sich weiterbilden möchten. Somit wird die Aneignung neuer Inhalte und Techniken auf wenige Tage im Jahr beschränkt. So ist zum Beispiel die obligatorische Weiterbildung für viele Unternehmen auch heute noch der bewährte Weg, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter auf dem neuesten Wissensstand sind. Doch so einfach ist es nicht mehr. Und das nicht nur, weil sich Themen und Inhalte ständig verändern und erneuern.

Längst hat sich auch die Wissensaneignung selbst mit der Digitalisierung gewandelt. „Lernen“ lässt sich nicht mehr altmodisch in eigene Einheiten getrennt vom Arbeitsalltag separieren. Dabei ist es schon längst selbstverständlich geworden, sich täglich weiterzubilden. So selbstverständlich, dass es den meisten nicht mehr bewusst ist und sie den eigenen Weiterbildungswunsch immer weiter vor sich herschieben.

Die einfachste Art der Vermittlung neuen Wissens ist es, nach einer Antwort zu suchen. Fast jeder, ob nun privat oder beruflich, sucht mehrmals täglich im Internet nach Antworten. Beim nächsten ähnlichen Problem hat man die nötigen Informationen dann parat. So lernen wir mehrmals täglich allein dadurch, dass wir eine Suchmaschine befragen und die gefunden Treffer sichten, evaluieren und nutzen.

Lernen endet nie – Veränderung auch nicht

Dadurch, dass die Vermittlung und Aufnahme von Informationen ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags – gerade auch der Kommunikationsbranche – ist, muss auch die Weiterentwicklung dieser Fähigkeit ausreichend Raum bekommen.

Lernen ist ein ständiger Prozess, der sich mit den Anforderungen im Job immer wandelt. Eine einzelne, isolierte Weiterbildung hier und da, ist somit nicht ausreichend. Eine prozentuale Aufteilung wie etwa 70/20/10, propagiert einen kontinuierlicheren Ansatz. Dabei gilt es 10 Prozent des Kompetenzerwerbs durch formale Seminare, 20 Prozent durch bewusste soziale Interaktionen, wie etwa die Kollegen um Rat fragen oder interne Trainings abhalten, abzudecken. Die restlichen 70 Prozent sind „learning by doing“. Dazu gehört auch, bei Wikipedia zu recherchieren oder aus Fehlern zu lernen.

Über die ideale Zusammensetzung lässt sich sicherlich streiten, doch spiegelt diese Sicht realistischer wider, dass Lernen als ganzheitlich gesehen werden sollte. Man kann es nicht vom Arbeitsalltag isolieren. Der Erwerb neuen Wissens wirkt sich positiv auf die Karriere, das Privatleben und die geistige Gesundheit aus. Dabei ist es wie mit den meisten guten Dingen: weniger ist mehr und Gewohnheiten machen den Unterschied.

Top 3 Gründe, um sich täglich herauszufordern

Wissen ist ein Karriere-Booster

Das trifft gleich in mehrerlei Hinsicht zu. Im Zeitalter von LinkedIn und Xing spricht sich große Expertise im eigenen Bereich schnell herum. Denn wer „up to date“ ist, kann sich auch aktiv in einschlägigen Diskussionsgruppen beteiligen oder sich auf seinem Profil ganz anders positionieren. Seminare und Weiterbildungen setzen hier Schwerpunkte, die Sie von der Masse abheben und damit auch interessant für Headhunter machen.

Darüber hinaus werden Sie auch als Experte in der eigenen Firma wahrgenommen. Ganz nebenbei steigert die Erweiterung der eigenen Kompetenzen auch das Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, Probleme zu lösen. Wer einen großen Wissensschatz zur Verfügung hat, der kann auf dieser Grundlage leichter improvisieren und fundierte Entscheidungen treffen.

Lernen hält gesund

Herausforderungen lassen uns wachsen. So ist es auch mit unserem Gehirn. Fordern wir es nicht heraus, so fällt es schwerer sich auf neue Inhalte einzulassen. Menschen können bis ins hohe Alter lernen. Da beim Wissenserwerb neue Verbindungen im Hirn entstehen, kann es sogar Krankheiten wie Demenz und Parkinson vorbeugen.

Das Gehirn kann wie ein Muskel trainiert werden. Durch regelmäßige Lerneinheiten und die Einübung von Fertigkeiten verdichtet sich das sogenannte Myelin, die Biomembran, die unsere Nervenfasern umhüllt. So können Impulse schneller weitergegeben werden, was auch die Lerngeschwindigkeit steigert. Die neuen und besseren Verbindungen im Gehirn machen den Wissenserwerb also einfacher und schneller.

Lernen macht uns glücklich

Werden wir mit etwas Neuem konfrontiert arbeitet unser Gehirn auf Hochtouren. Hauptsächlich wird aber das Hirnareal für Neuheiten und Belohnung aktiviert. Lösen wir eine komplizierte Fragestellung oder Verstehen wir einen komplexen Sachverhalt, so schüttet der Körper Dopamin aus. Wir sind glücklich und gleichzeitig motiviert, die ganze Lerneinheit oder das Seminar zu beenden. Ein erfolgreicher Abschluss löst dann neuerliche Ausschüttung des Glückshormons aus.

Zusätzlich werden gerade online Lerninhalte interaktiv und zugänglich aufbereitet. So macht die häppchenweise Kompetenzerweiterung Spaß und spornt an dranzubleiben. Inhalte werden auf diese spielerische Art auch langfristig im Kopf verankert, ohne dass stur auswendig gelernt werden muss. Schlussendlich weckt die Erweiterung des Horizonts immer wieder aufs Neue die eigene Neugierde. Eine Eigenschaft, die in jeder Branche, aber besonders in der PR wichtig ist.

Es geht um mehr als nur Selbstoptimierung – Fangen Sie an und lernen Sie etwas!

Sein Wissen beständig zu erweitern ist schon längst kein lebenslängliches Urteil mehr. Es ist mehr als lohnend, sich den anspruchsvollen Aufgaben im Arbeitsalltag zu stellen und Veränderungen mit Interesse zu begegnen, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken. Dabei geht es nicht vorrangig darum, sich zu optimieren, sondern regelmäßig aus der Routine auszubrechen und die Freude an der eigenen Arbeit aufzufrischen.

Vivien Trinkler

16 MAY 2019 //     

Das Leben als Influencer: Ist der Alltag so gut wie der Instagram-Feed?

Herzlich willkommen zu einer neuen Episode unseres Podcasts Kopfstand. Heute dreht sich alles um das Thema Blogger / Influencer. Wir sprechen mit Biggi und Flo, besser bekannt unter dem Namen „phototravellers“. Vor knapp 10 Jahren haben sie ihren Blog www.phototravellers.de eröffnet und sind mit knapp 100.000 Lesern pro Monat zu einem der größten deutschen Reiseblogs herangewachsen.

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In der Podcast-Folge geht es unter anderem darum, wie man als Blogger / Influencer seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, wie man es schafft, trotz bezahlter Partnerschaften authentisch zu bleiben und ob das Leben als Blogger / Influencer wirklich so großartig ist, wie der Instagram Feed.

Die Kopfstand Folge gibts wie immer auf Spotify, iTunes und Youtube

Wie immer könnt ihr euch die Folge bei Spotify, auf iTunes oder hier auf Youtube anhören:

Instagram Feed vs. Umsatzsteuer-Voranmeldung

Wer professionell als Blogger / Instagramer arbeiten möchte, sollte seinen Blog (und seine Accounts) wie ein Unternehmen führen, um damit auch nachhaltig erfolgreich sein zu können. Zu glauben, einfach mal schnell Follower zu generieren und dann kostenlose Reisen und Produkte abzugreifen, sei ein großer Irrtum, erklären die phototravellers.

Viel mehr gehe es darum, eine Nische für seine Kanäle zu finden und diese nachhaltig und strukturell auszubauen. Und das erfordert harte Arbeit. Dazu gehört auch, nachts um drei, wenn man von einer Reise zurückkommt, die Umsatzsteuer-Voranmeldung für das kommende Monat zu machen, verrät Flo.

Von der Leidenschaft leben können – aber dennoch authentisch bleiben

Eine große Herausforderung sei es, so Biggi, wirklich den Schritt ins Vollzeit-Blogger-Leben zu wagen. Im Vorfeld gilt es abzuschätzen, was einem im Leben wichtig ist und was man wirklich braucht, denn es kann durchaus vorkommen, dass es zu Beginn gerade finanziell auch mal etwas dürftig aussehen kann.

Mit den zunehmenden bezahlten Partnerschaften, die sich durch gute Arbeit ergeben, kommen dann die nächsten Hürden, der Spagat zwischen Rentabilität und Authentizität:

Auf der einen Seite ist es natürlich wichtig, dass man von seiner Arbeit leben kann – wie bei jedem anderen Beruf auch. Auf der anderen Seite ist es aber gerade im Bezug auf Glaubwürdigkeit entscheidend, nicht nur auf das Finanzielle zu blicken. Man muss stets erörtern, ob der potenzielle Auftrag auch zur Authentizität des Blogs (Kanal-Feeds) passt. Denn fehlt die Authentizität, werden auch die Follower / Fans / Leser verschwinden und als natürliche Folge auch die Anfragen für bezahlte Partnerschaften und Werbe-Deals.

Wie Unternehmen und Influencer zusammenkommen

Gerade für Unternehmen ist es deshalb wichtig zu erörtern, welche Blogger / Influencer wirklich zu ihren Kampagnen und zu ihrer Marke passen. Um sich dabei nicht nur auf sein Bauchgefühl verlassen zu müssen, hat Allison+Partners das Influence 360 – Programm und den Influencer Score entwickelt.

Influencer – geht kein Weg mehr an ihnen vorbei?

Sich als Unternehmen, egal ob B2C oder B2B, grundsätzlich gegen die Zusammenarbeit mit Influencern auszusprechen, könnte auf Dauer nicht zielführend sein. Denn der Markt für Blogger und Influencer wächst stetig und es ist auch noch lange keine Rezession in Sicht.

Wer allerdings grundsätzlich offen dafür, sicher aber noch nicht sicher ist, wie das Thema von Unternehmensseite her anzugehen ist, findet hier sechs hilfreiche Tipps für Kooperationen mit Influencern.

9 MAY 2019 //     

re:publica 2019: Plädoyer für eine bessere Debattenkultur

Diese Woche fand zum 13. Mal Europas größte Digitalkonferenz in Berlin statt. Drei Tage lang wurde über die digitale Gesellschaft diskutiert und diese aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Dabei verzeichnete die Konferenz einen neuen Besucherrekord. 25.000 Menschen kamen, um sich Vorträge von 1.100 Sprechern und Sprecherinnen anzuhören. Dies zeigt, wie groß das Interesse an digitalen Themen inzwischen ist.

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In Langform, bitte

„Too long, didn’t read“ lautete das Motto der Konferenz. Mit der „tl:dr“ abgekürzten Formel ist gemeint, dass man einen Text nicht lesen kann oder will, weil er zu lang ist. Und sich darum mit einer Zusammenfassung zufriedengibt.

Aber die Dinge sind komplex. Sie wollen durchdacht, diskutiert und von unterschiedlichen Seiten betrachtet werden. Insofern war die re:publica der Langform gewidmet und das Motto eher selbstironisch gemeint.

Beteiligung der Politik so groß wie nie

Erstmals wurde die Konferenz mit Frank-Walter Steinmeiner von einem Bundepräsidenten eröffnet. Dieser hielt ein Plädoyer für die lange Rede und eine bessere Debattenkultur. Mit Familienministerin Franziska Giffey, Arbeitsminister Hubertus Heil und Umweltministerin Svenja Schulze beteiligten sich auch andere Politiker an den Diskussionsrunden. 

Nachhaltigkeit, KI, fairer Wettbewerb – die wichtigen Themen der Zeit auf eine Bühne gebracht

Ein Besuch der re:publica ist inspirierend und eine wertvolle Weiterbildungsmaßnahme zugleich. Es fällt schwer, sich bei der Fülle interessanter Programmpunkte, die teilweise parallel laufen, für einen Vortrag zu entscheiden.

Viele hochkarätige Wissenschaftler aus der ganzen Welt berichten über ihre Forschungsergebnisse. So ging es um Themen wie „Vorurteilsstrukturen bei KI“, den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit, die Dominanz US-amerikanischer Plattformen und was Europa diesem entgegenzusetzen hat oder die Beeinflussung von Wahlen durch gezielte Streuung von Fake News auf Social Media.

Es wurde das Geschäftsmodell von Uber seziert, über ein mögliches europäisches Netflix gesprochen und mit dem Europapolitiker Axel Voss über die umstrittene Reform des Urheberrechts diskutiert. Astronaut Alexander Gerst berichtete über seine Erlebnisse im All und wie er von dort die Umweltzerstörung auf der Erde erkennen kann. Die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager widmete ihren Vortrag dem Thema „Zerbrechlichkeit von fairem Wettbewerb in Zeiten der Digitalisierung“.

re:publica mit Auftrag an Politik und Gesellschaft

Man geht nach Hause mit dem Gefühl, dass es für Politik und Gesellschaft noch viel zu tun gibt. Die Aufgabe besteht für Deutschland und Europa darin, passende rechtliche Rahmenbedingungen zu setzen, damit sich Digitalisierung zum Wohl der Menschen auswirkt und nicht zu Ausbeutung und Überwachung führt.

Ich war beeindruckt, wie viele Menschen aller Altersgruppen sich für den Themenkomplex Digitalisierung und Gesellschaft interessieren und auch bereit sind, sich wieder politisch zu engagieren. Im Angesicht der Herausforderungen, vor denen wir als digitale Gesellschaft stehen, war die re:publica so politisch wie noch nie.

Martina Müller

7 MARCH 2019 //     

Wie man wieder lernen kann, sich zu konzentrieren

In einer Gesellschaft, in der man immer erreichbar ist, erreicht man eines immer schwieriger: ungestörte Konzentration. Dabei ist Konzentration besonders wichtig, um interessante Projekte voranzubringen – also ein essentieller Teil kreativer Berufe wie zum Beispiel in Kommunikations-Agenturen. Doch wie schafft man es, Handy-Nachrichten, eine stete E-Mail-Flut und zuweilen auch Kollegen auszublenden, ums sich voll und ganz seinen Aufgaben zu widmen?

Genau mit diesem Thema beschäftigt sich Cal Newport in seinem Buch Deep Work. Sein Werk ist eine Erleuchtung für alle, die sich in ihrem Beruf ständig abgelenkt fühlen. Ich habe die für mich interessantesten Punkte gesammelt und berichte hier von meinen Erfahrungen:

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“Deep Work” und “Shallow Work”

Cal Newport beginnt, indem er eine klare Unterscheidung zwischen „Deep Work“ – also Arbeit, die tiefgehende Konzentration benötigt – und „Shallow Work“ zieht. Shallow Work sind vor allem administrative Tätigkeiten, E-Mail-Kommunikation, das Führen von Listen, Telefonanrufe, Meetings und viele weitere kleine Aufgaben, die gemacht werden müssen, die man aber auch nebenbei erledigen kann.

Deep-Work-Aufgaben sind dagegen nicht dafür gemacht, schnell und nur nebenher erledigt zu werden. Hier geht es um das Verfassen von Texten, das Lösen von schwierigen und komplexen Problemen, Erarbeiten von Konzepten oder Strategien oder das Finden von kreativen Lösungen.

Für diese Tätigkeiten braucht man einen fokussierten Geist und möglichst wenig Ablenkung. Denn es ist bewiesen: Wer aus einer Tätigkeit abgelenkt wird, braucht bis zu 20 Minuten, um sich wieder auf seine eigentliche Tätigkeit zu konzentrieren.

Eine Balance finden

Beide Tätigkeitsarten – Deep Work und Shallow Work – sind wichtig und leisten einen Beitrag für Unternehmen – je nachdem in welcher Branche man tätig ist. Cal Newport favorisiert hier eindeutig Deep Work als die Art von Arbeit, die am wertvollsten ist und die ein Unternehmen oder eine einzelne Person zum Erfolg führen kann.

In der Kommunikationsbranche ist dieses Urteil vielleicht nicht so leicht zu fällen. Unbestreitbar sind wirklich gute Ideen für eine Business-Strategie oder ein sorgfältig ausgearbeitetes PR-Programm für einen Neukunden wertvoll für eine PR-Agentur. Sie gehören zu genau der Art der oft zitierten 20 Prozent der Arbeit, die 80 Prozent des Gewinns ausmachen.

Doch auch „Shallow Work“ wie die Kontaktpflege mit Journalisten oder das rasche Reagieren auf bestimmte Anfragen sind essentieller Teil der Arbeit in Kommunikationsagenturen.

Ist „Deep Work“ also nur etwas für Wissenschaftler im Elfenbein-Turm oder Programmierer, die nie mit der Außenwelt kommunizieren müssen? Ich denke nicht. Wir alle profitieren von einer guten Konzentrationsfähigkeit, denn auch in der PR geht es um gute Lösungen, gute Texte und vor allem um Effizienz.

Wer schwierige Aufgaben lösen kann, ohne sich oft ablenken zu lassen, der ist schneller am Ziel, schiebt große Aufgaben weniger vor sich her. Und diese Effizienz überträgt sich im Endeffekt auf alle Bereiche der Arbeit.

Konzentration ist Übungssache

Doch wie geht man an dieses schwer zu greifende Konzept der tiefen Konzentration heran? Vor allem ist Konzentration eine Sache der Übung. Und die ist uns in unserem Always-On-Zeitalter teilweise etwas abhandengekommen – vor allem durch das Smartphone und unsere schlechte Impuls-Kontrolle bei Instant-Messages oder endlosen YouTube-Feeds.

Dabei ist es nicht nur die Zeit, die ein Handy frisst und uns von wichtigerer Arbeit ablenkt. Durch die Gewohnheit, ständig das Smartphone zu prüfen und nach Neuigkeiten Ausschau zu halten, verlernen wir, uns längere Zeit auf ein bestimmtes Thema zu konzentrieren. Das muss nicht so extrem ausfallen wie dieser Journalist, der verlernt hatte, wie man Bücher liest. Doch das Beispiel zeigt, wie gravierend sich das harmlose Smartphone auf unser Leben auswirken kann – wenn wir nicht verantwortungsvoll damit umgehen.

Weniger Smartphone – mehr White Noise

Auch wenn ich selbst nie so sehr an meinem Handy hing, habe ich nach der Lektüre des Buchs meinen Smartphone-Konsum rigoros eingeschränkt. Mein Ziel ist es, im Jahr 2019 nur 100 Stunden im Internet zu verbringen. (ein Update zum Erfolg dieses Plans gibt es Anfang 2020) Schon nach nur einer Woche mit stark eingeschränktem Smartphone-Konsum und dafür mehr Bücher in der S-Bahn habe ich gemerkt, wie viel freier und klarer ich denken kann. Plötzlich habe fallen mir viel mehr interessante Wörter und Formulierungen ein, die ich in Gesprächen und Texten verwenden kann. Und ich fühle mich fast wie befreit. Diesen Schritt kann ich nur empfehlen, selbst wenn er auf den ersten Blick furchteinflößend wirkt.

Auch ein Tool, das die verbrachten Minuten und Stunden am Smartphone zählt, kann sehr hilfreich sein. Es hält einem schonungslos den Spiegel vor, wie lange man eigentlich pro Tag in den kleinen Bildschirm starrt. Meist hilft bereits allein das Wissen, dass es einen „Zähler“ für die Smartphone-Zeit gibt, sie nicht mehr so schnell zerrinnen zu lassen. Zusätzlich kann man bei vielen Apps auch ein Warn-Pop-Up einstellen, das nach einer bestimmten Zeit am Handy Alarm schlägt.

Oft lenken wir uns selbst ab

Doch es ist nicht nur das Handy, das unseren Drang nach Neuigkeiten schamlos ausnutzt. Vielleicht haben Sie ihr Smartphone gut im Griff, vergewissern sich aber in etwas zu regelmäßigen Abständen, ob nicht eine neue E-Mail im Postfach angekommen ist. Oder Sie suchen jede Möglichkeit, im Office mit anderen ins Gespräch zu kommen oder klinken sich in jede Unterhaltung ein.

Deshalb: Am Anfang steht eine Evaluation, was genau einen ablenkt und wie oft (vielleicht testen Sie auch einfach einmal, wie lange sie lesen können, ohne an ihr Smartphone zu denken). Dann kann man langsam anfangen, sich Konzentrationsphasen anzutrainieren. Denn niemand kann von heute auf morgen seine Arbeitsgewohnheiten komplett umstellen. Kleinere Einheiten (wie zum Beispiel bei der Pomodoro-Technik) sind ein guter Anfang, um sich die Konzentration zurückzuerobern.

Klare Ziele – klare Zeitrahmen

Zu Beginn ist es wichtig, für sich selbst abzustecken:

– Wie viel meiner Arbeitszeit fällt in „Deep Work“-Aufgabengebiete. Wie viel davon brauche ich, um spontan die „seichteren“ Aufgaben zu erledigen.

– Wenn ich Zeit für Deep Work brauche, wann kann ich diese am besten einplanen? Wann werde ich am wenigsten gestört oder habe ich die meiste Energie?

Oft wird vorgeschlagen, man solle am besten um fünf Uhr morgens aufstehen und vor allen anderen im Büro sein, um dort in Ruhe arbeiten zu können. Für mich persönlich – als Nachteule in einem Büro voller Frühaufsteher – ist das nicht ganz praktikabel. Dafür habe ich die späten Stunden für mich allein. Nach Feierabend meiner Kollegen nutze ich die abendliche Ruhe für das Verfassen von Texten.

– Am leichtesten fällt es, wenn man sich klare zeitliche Grenzen setzt, und für den Konzentrationszeitraum ein konkretes Arbeitsziel verfolgt

– Ein Ritual hilft, sich auf das konzentrierte Arbeiten einzustellen

Wenn man sich in den Tunnel begibt, sollte man auch immer ein Licht am Ende dieses Tunnels im Blick haben. Das heißt: Ich gebe mir 1,5 Stunden, von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr, um diesen Blog-Post fertigzuschreiben. Zu einer Konzentrationsphase gehört für mich eine gefüllte Karaffe mit Wasser, ein tiefer Atemzug, gute Kopfhörer und ASMR.

Konzentration sollte nicht die Ausnahme sein

Dieser Punkt verlang mehr als nur ein paar Übungen. Konzentriert arbeiten – und das über lange Zeit hinweg – ist nicht leicht. Ganz im Gegenteil: Es ist unbequem, sich mit anstrengenden Problemen zu befassen oder komplexe Fachartikel zu schreiben. Die gute Nachricht ist: Je mehr wir es üben, umso leichter geht es uns von der Hand.

Cal Newport plädiert dafür, dass Konzentration nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein sollte. Je mehr wir uns daran gewöhnen, umso leichter fällt es uns. Deshalb sollte auch unsere Freizeit nicht nur aus seelenlosem Bildschirm-Starren bestehen. Denn dann verlernen wir alles, was wir uns mühsam während der Arbeitszeit wieder angeeignet haben, wieder.

Was also tun? Wir hätten da ein paar Ideen.

Konzentration – ja, es gibt noch Hoffnung

Cal Newport hat ein wichtiges Buch zu einer auch heute noch wertvollen Fähigkeit geschrieben: Konzentration. Ist es wirklich so, dass wir uns – dank Handy, E-Mails etc. – nicht mehr konzentrieren können? Ja nun nein: Konzentration ist heute vielleicht schwieriger, weil man leichter gestört oder unterbrochen wird. Aber damit können wir lernen umzugehen.

Wir Menschen sind so zäh und eigenwillig – wenn wir wirklich wollen, können wir uns die Konzentration auch wieder antrainieren. Ich habe nur ein paar kleine Dinge geändert und merke Fortschritte. Der erste Schritt ist gar nicht so schwer – aber effektiv. Also, auf geht’s!

28 FEBRUARY 2019 //     

Was erwarten Unternehmen von einer PR Agentur?

Herzlich willkommen zur vierten Folge unseres Podcasts Kopfstand. Heute zum Thema „Was erwarten Unternehmen von einer PR Agentur?“ mit einem Gast, der es wissen muss: Niklas Merk, Pressesprecher und PR Manager bei DriveNow (jetzt SHARE NOW). Bevor Niklas vor knapp eineinhalb Jahren seine Tätigkeit bei DriveNow aufnahm, sammelte er PR- und Marketingerfahrung in einem Technologie Startup. Begonnen hat seine Karriere in einer PR Agentur.WEITERLESEN

Hallo Spotify, iTunes und Youtube

Eine Anmerkung vorneweg. Den „Kopfstand“ gibt‘s jetzt nicht mehr nur hier auf unserem Blog, sondern auch auf Spotify, iTunes und YouTube zu hören. Wir wünschen viel Spaß mit allen Folgen.

Ehrlichkeit und sich trauen „Nein“ zu sagen

Aber jetzt zum Inhalt der Episode: Wie ehrlich sollte man als PR Agentur gegenüber dem Unternehmen eigentlich sein? Und wann kann man sich trauen, auch mal „Nein“ zu sagen? Zwei Fragen, deren Beantwortung eine klare Differenzierung benötigen.

Ehrlichkeit gewinnt immer – denn der Kunde erwartet es, einen Partner gegenüber zu haben, der offen und gerade heraus die Wahrheit spricht, auch wenn diese unangenehm ist. Mit welchen Worten die Ehrlichkeit allerdings verpackt ist, spielt eine entscheidende Rolle. Dabei sollte man berücksichtigen, in welcher Situation man sich befindet und wie weit fortgeschritten das gegenseitige Vertrauensverhältnis ist. Davon kann man abhängig machen, in welche Worte man seine Ehrlichkeit kleidet.

Beim „Nein“ -Sagen verhält es sich ganz ähnlich. Wenn man als Agentur beispielsweise von einer Strategie des Kunden nicht überzeugt ist oder glaubt, dass diese nicht zielführend ist, dann sollte man das als Agentur dem Kunden immer kommunizieren.

Arbeitet man noch nicht so lange zusammen und ist das Vertrauensverhältnis daher noch nicht so groß, ist es möglicherweise ratsam, erstmal mit einem „naja“ zu beginnen. So geht man nicht direkt auf Konfrontationskurs. Wenn der Kunde dann offen für eine Diskussion ist, kann man seine Bedenken weiter ausführen.

Ein Verhältnis auf Augenhöhe?

Die Fähigkeit, als Agentur ehrlich zu sein und auch offen ein „Nein“ kommunizieren zu können, hängt auch immer mit dem persönlichen Verhältnis zwischen dem Ansprechpartner in der Agentur und dem des Unternehmens zusammen.

Ist dieses Verhältnis im Optimalfall auf Augenhöhe, fällt es deutlich leichter, offen miteinander zu sprechen und etwaige Bedenken direkt vorzubringen.

Proaktivität

Wenn auch die Erwartungshaltung an eine Agentur von Unternehmen zu Unternehmen variiert – mit Proaktivität kann man als Agentur immer punkten. Sei es mit wertvollen Informationen zur aktuellen Nachrichtenlage im Interessensgebiet des Kunden, mit einem kreativen Projektvorschlag oder mit einer innovativen Strategie für einen Produktlaunch.

Agenturen, die sich nur auf den vereinbarten Scope of Work konzentrieren, sind nicht mehr zeitgemäß. In einer sich schnell wandelnden Welt darf die Agentur den Fuß nie vom Gaspedal nehmen, damit sie den Kunden inspiriert und weiterbringt.

Neue Wege = Neue Möglichkeiten

Genauso wie Proaktivität wird von Agenturen mittlerweile erwartet, neue Wege zu gehen. Inhalte für verschiedene Plattformen aufzubereiten ist dabei Standard-Handwerkszeug. Ein Podcast beispielsweise beweist, dass stetige Innovation und das Beschreiten neuer Wege zu den Grundwerten einer exzellenten Agentur gehören – in diesem Sinne: Viel Vergnügen mit dem Kopfstand.

4 FEBRUARY 2019 //     

6 Tipps für Kooperationen mit Influencern

Influencer Relations hat sich vor allem bei Consumer-Marken zu einem essenziellen Teil der Unternehmenskommunikation entwickelt. Die Zusammenarbeit mit Instagramern, Youtubern und Bloggern kann für PR und Marketing echten Mehrwert liefern.

Ernstzunehmende Influencer werden im Idealfall zu externen Meinungsführern oder Markenbotschaftern und tragen durch ihre Kommunikationskanäle und Follower-Beziehungen aktiv zum Brand Building bei.

Doch den richtigen Multiplikator für die eigene Marke zu finden, ist nicht so leicht. Die Herausforderung gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. In unserer Serie zum Thema Influencer-Marketing geben wir Euch regelmäßig Einblicke ins Thema Influencer Relations. Weshalb sich Unternehmen auf diese Art von Kommunikation einlassen sollten oder welche verschiedenen Typen es überhaupt gibt.

Passend zum 6. Teil unserer Serie kommen hier die 6 wichtigsten Tipps für fruchtbare Influencer Relations.

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Tipp 1: Qualität ist das A und O

Um sich als Zugpferd für eine Marke zu eignen, muss der Influencer unbedingt zur Marke passen. Alle Kanäle des Kandidaten müssen regelmäßig mit hochwertigem Content bespielt werden. Sowohl Schreibstil als auch Bild- oder Videocontent muss zum Partnerunternehmen passen, um dessen Reputation nicht zu gefährden.

Es genügt hierbei nicht, das Augenmerk ausschließlich auf den Kooperationszeitraum zu legen. Vielmehr sollte man potenzielle Kandidaten über einen gewissen Zeitraum im Blick behalten, um sich ein umfassendes Urteil bilden zu können.

Wichtig ist auch die Frage: Habe ich es mit einem zuverlässigen Partner zu tun? Der Influencer, der am besten zur Marke passt, nützt nichts, wenn er unzuverlässig ist und nicht wie vereinbart liefert. Hier empfiehlt sich, erst einmal mit einem kleineren Projekt anzufangen. Klappt es das erste Mal und ist eine vertrauensvolle Kommunikationsbasis geschaffen, steht auch größeren Projekten nichts im Wege.

Tipp 2: Glaubwürdigkeit ist der höchste Trumpf eines Influencers

Dass Influencer-Marketing letztendlich Absatzsteigerung zum Ziel hat, ist kein Geheimnis. Trotzdem unterscheidet sich diese Art von Werbung deutlich von anderen Marketingformen. Influencer werden im Gegensatz zu professionellen Schauspielern oder Models in ihrer Funktion als Privatperson wahrgenommen.

Diesen Vorteil kann man sich zu Nutze machen. Allerdings ist es unabdingbar, dass aus den Partnerschaften des Influencers hervorgeht, dass er mit Kooperationsangeboten selektiv umgeht und nur die Kooperationspartner auswählt, hinter deren Produkten und Services er mit Überzeugung stehen kann. Das erhöht seine Glaubwürdigkeit und überzeugt seine Follower.

Wichtig: Influencer, die schon einen ganzen Bauchladen an Kooperationspartnern bedienen, oder deren Kooperationspartner nicht zur eigenen Marke passen, kann man getrost auslisten.

Tipp 3: Reichweite ist nicht alles

Für die, die es nicht besser wissen, ist Reichweite immer noch das A und O bei der Auswahl eines Influencers. Lassen Sie sich gesagt sein: Nein, ist es nicht. In Teil 4 unserer Serie können Sie nachlesen, welche Größenordnungen es bei Influencern gibt und wie man den passenden Partner auswählt. Sehr oft geht es nämlich nicht darum, von einer Armee an Followern gesehen, sondern von der richtigen Zielgruppe wahrgenommen zu werden. Masse ist wie so oft im Leben nicht immer Klasse.

Klein aber fein

Influencer bewegen sich als Experten auf ihrem Gebiet im öffentlichen Raum. Gerade bei Themen, die für ein sehr spezielles Fachpublikum interessant sind, können Nano-Influencer aufgrund ihrer sehr hohen Interaktionsrate hervorragende Multiplikatoren sein und messbare Effekte erzielen. Der direkte Kontakt und die Interaktion in beide Richtungen sind auf kleinen Kanälen viel stärker ausgeprägt als bei Influencern mit höheren Follower-Zahlen.

Wie man Fake-Follower identifiziert

Bei Kooperationen, die vor allem breit gestreut werden sollen, ist es ratsam, die Interaktionsrate genau zu überprüfen. Viele Influencer nehmen zwielichtige Follower-Services in Anspruch, die ihnen zwar helfen, eine große Zahl an Followern zu erreichen, bei denen die ausgesandte Message dann allerdings schnell in den Sackgassen ihrer toten, von Bots gesteuerten oder vollkommen unpassenden Follower-Accounts versickert.

Ein Blick auf die Uhrzeit von Interaktionen kann hier genauso weiterhelfen wie die Art der Antworten. Sind es immer nur einzelne generische Worte oder Emojis, sollte man sich die Follower des jeweiligen Influencers genauer ansehen. Gekaufte Follower lassen sich ziemlich leicht identifizieren.

Tipp 4: Follower im Fokus

Womit wir bei Punkt 4 wären, dem vielleicht wichtigsten überhaupt: Um einen geeigneten Multiplikator auszuwählen, ist es wichtig, die Zielgruppe mit den vorhandenen Followern abzugleichen. Wer folgt? Wie aktiv ist die Followerschaft? Sind unter den Followern eventuell sogar weitere Influencer, die sich für meine Kampagne eignen oder gibt es sogar den ein oder anderen, der sich noch besser eignet als der ursprünglich ausgewählte Kandidat?

Wenn man sich die Zeit nimmt, von einem interessanten Profil zum nächsten durcharbeitet und die Follower genau unter die Lupe nimmt, trifft sich die richtige Wahl viel leichter.

Tipp 5: Geben ist seliger denn Nehmen

Was Paulus schon vor Jahrtausenden wusste, ist auch heute noch gültig. Wenn man einen geeigneten Kooperationspartner gefunden hat, ist Beziehungspflege angesagt. Beide Seiten sollten von der Zusammenarbeit profitieren.

Je nach Reichweite kommt es vor, dass Influencer zusätzlich zu den getesteten Produkten auch noch eine Gebühr für ihre Arbeit verlangen. Das sollte von Unternehmen nicht reflexartig verteufelt werden, sondern als Preis für eine Dienstleistung gewertet werden. Viele Influencer betreiben ihre Social-Media-Aktivitäten hauptberuflich und sind somit auch auf ein regelmäßiges Einkommen angewiesen.

Grundsätzlich gilt: Je großzügiger und zuvorkommender man seinen Kooperationspartner behandelt, desto mehr ist dieser gewillt, das Unternehmen tatkräftig zu unterstützen. Was man jedoch nicht unterstützen sollte, sind die immer häufiger in den Raum geworfenen astronomischen Forderungen von gehypten Influencern, die quasi schon Promi-Status haben.

Tipp 6: Zugang zu wertvollen Netzwerken nutzen

Ein oft unterschätzter Aspekt im Influencer-Marketing ist der Zutritt zu neuen Netzwerken, zu denen man als Außenstehender vorher keinen Zugang hatte. Influencer stehen in Kontakt mit anderen Influencern, mit wichtigen Branchenvertretern und einer großen Community, die genau der entsprechenden Zielgruppe entspricht. Eine stabile Partnerschaft kann also zusätzlich zum Marketing auch noch fürs Networking und den Zugang zu fachlicher Expertise hilfreich sein.

4 JANUARY 2019 //     

Kalender: Mit Struktur und Ordnung den Arbeitsalltag meistern

Herzlich Willkommen zur 3. Folge unseres „Kopfstands“ – dem Podcast für PR, Kommunikation und neue Arbeit!

Heute widmen wir uns einem Themengebiet, dem oft nicht genügend Beachtung geschenkt wird: Struktur und Ordnung im Arbeitsalltag. Gerade in einer PR-Agentur keine Selbstverständlichkeit.

Wie geht man also vor, um sich nicht in einem Termin-Wirrwarr wiederzufinden und regelmäßig Deadlines unwissend verstreichen zu lassen?

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Ein Kalender: Der Heilige Gral

Das wichtigste Hilfsmittel, um den Überblick zu bewahren, ist ein Kalender. Damit lassen sich – mit den richtigen Methoden – Aufgaben sinnvoll einteilen und priorisieren und man kann sicherstellen, keine Termine zu verpassen.

Choose your Kalender wisely

Nur mit einem Kalenderkauf allein ist aber noch nichts gewonnen. Der Kalender muss nämlich zur Person und auch zum Arbeitsalltag passen. Das Layout des Kalenders spielt hierbei eine entscheidende Rolle – und auch die Disziplin, den Kalender dauerhaft zu führen.

Um frühzeitige Enttäuschen zu vermeiden, sollte man kalender-technisch erst einmal relativ simpel beginnen und sich langsam an das System gewöhnen. Merkt man dann, dass der Kalender-Aufbau zum Arbeitsalltag passt, sind der Produktivität und Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ist der Kalender aber eher eine Bürde und störend, dann sollte man sich nach einem anderen Modell umsehen.

Kalender: Zwischen Detailversessenheit und Befriedigung

Ist der richtige Kalender erstmal gefunden und wird dieser auch noch mit Liebe zum Detail geführt, dann wird man eine Befriedigung verspüren, die man sonst eher nicht mit Büro- und Ordnungstätigkeiten verbindet.

Wie man mit einfachen Mitteln zum Organisations-Genie werden kann, welchen Herausforderungen man trotzen und welche Stolperfallen man dabei ausweichen sollte, erklärt unsere Senior Account Managerin Sophie Königsberger heute im „Kopfstand“.

YouTube: Kopfstand Folge 3 - Kalender und strukturierte Arbeit

Habt ihr Fragen, Wünsche oder Anregung zu diesem Thema oder zu unserem Podcast im Allgemeinen?

Dann schreibt uns doch gerne per Mail an Munichoffice@allisonpr.com

Vielen Dank fürs Zuhören.

7 DECEMBER 2018 //     

Interkulturelle Kommunikation mit China, Japan und Singapur - in unserem neuen Podcast

PR, Kommunikation und neue Arbeit – das sind die drei großen Themen unseres neuen agentureigenen Podcasts.

Hier kommt die Pilotfolge unseres Podcasts!

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YouTube: Internationale und interkulturelle Kommunikation

Was Sie davon haben, wenn Sie sich den Podcast anhören? Sie bekommen Einblicke in unsere Agentur und die Themen, die uns und die PR-Welt bewegen. Außerdem werden immer wieder externe Experten zu unseren Kernthemen zu Wort kommen. Wir sprechen über bewährte Konzepte im Bereich der internationalen und interkulturellen Kommunikation und über Fettnäpfchen, in die man möglichst nicht treten sollte. Und schließlich geben wir Einsicht in verschiedene Experimente und Best Practices im Bereich „New Work.“

Dabei legen wir keinen Wert auf Allgemeingültigkeit unserer Aussagen und Einschätzungen, sondern geben unsere Erfahrungen im Dialog authentisch, nachvollziehbar und hoffentlich unterhaltsam wieder. Denn wie wir alle wissen, darf zumindest ein bisschen Entertainment nie fehlen.

Was Sie von unserem Podcast nicht erwarten können, sind langweilige Vorträge, ausgelutschte Floskeln oder eine ausgedehnte Selbstbeweihräucherung – aber das ist wohl auch gut so.

Arbeiten und Kommunizieren – hier und in aller Welt

In 15- bis 20-minütigen Episoden versuchen wir, Kommunikationsthemen auf den Punkt zu bringen, grundlegenden Fragen der PR auf den Zahn zu fühlen und Methoden zu erschließen, die uns und Ihnen das Arbeitsleben erleichtern können.

Neben internen Expertinnen und Experten unserer Agentur werden auch immer wieder externe Wissensvorräte und die dazugehörigen Personen angezapft und zum Podcast-Talk eingeladen.

Da wir eine internationale Agentur mit 30 Büros quer durch die USA, Asien und Europa sind, hat der Podcast eine multinationale Ausrichtung, auch wenn der Fokus auf die deutschsprachigen Regionen des Erdballs gerichtet ist.

Unsere erste Folge: Internationale und interkulturelle Kommunikation

In unserer Pilotfolge spricht Podcast-Gastgeber Stefan Schaumeier mit Heike Schubert, der Leiterin unseres Büros in München, zum Thema „internationale und interkulturelle Kommunikation“. Heike Schubert hat im Laufe ihrer beruflichen Laufbahn mehrere Jahre unter anderem in Japan, Shanghai und Singapur gelebt. In ihrem momentanen beruflichen Alltag hat sie täglich mit Kollegen, Kunden und Partnern aus den USA, Asien und Europa zu tun.

Wie man also gut vorbereitet ist, wenn man mit Menschen anderer Kulturen zu tun hat, wie man Fettnäpfchen vermeiden kann und warum wir vielleicht Japanern ähnlicher sind als Amerikanern, das hören Sie hier in unserer ersten Folge des Podcasts.

23 NOVEMBER 2018 //     

Kommunikation: Die unterschätzte Kunst des zwischenmenschlichen Austauschs in Zeiten der Digitalisierung

Jeden Tag tauschen wir uns unzählige Male mit unseren Mitmenschen aus. Doch ob im direkten Gespräch, per Telefon oder per E-Mail, Kommunikation ist meist mehr als nur Informationsaustausch. In diesem Beitrag laden wir Sie ein, einmal den Blick auf die versteckten Feinheiten hinter der Botschaft zu lenken.WEITERLESEN

Kommunikation – so einfach… oder auch nicht

Kommunikation – so kann man ganz digital bei Wikipedia nachlesen – ist der Austausch oder die Übertragung von Informationen. Basta – so einfach?

Na ja, nicht ganz. Die Kommunikation kann auf verschiedenen Plattformen und Ebenen stattfinden:

+ verbal oder nonverbal,

+ schriftlich – vom handschriftlichen Brief über die kurze WhatsApp-Benachrichtigung,

+ innerhalb eines Kulturkreises oder darüber hinaus,

+ über verschiedene hierarchische Ebenen hinweg oder auf Augenhöhe,

+ zwischen Personen des gleichen Geschlechts oder Personen unterschiedlichen Geschlechts.

Diese und weitere Faktoren beeinflussen das, was wir allgemein als „Kommunikation“ bezeichnen –  einen höchst komplexen Prozess, der eine essentielle Grundkonstellation beschreibt: das Senden und Empfangen von Inhalten wie Botschaften und Informationen.

Die verborgene Seite des Gesagten

der Begriff „Botschaften“ gibt schon eine Ahnung davon, dass Kommunikation trotz aller Bemühungen kaum neutral vonstatten geht. So tragen alle Beteiligten quasi einen Rucksack an Prägungen, Agenden, Vorurteilen, Wissen und individuellen Sozialisationsgeschichten mit sich herum. Aus diesem schöpfen wir bewusst oder auch unbewusst und so beeinflusst dessen Inhalt unmittelbar alles, was wir sagen, schreiben oder auf anderen Wegen vermitteln.

Zwischen den Zeilen lesen

Beobachten Sie sich doch einfach einmal für eine Stunde selbst: Warum formulieren Sie die E-Mail genau so und nicht anders. Es gibt zahllose Variationsformen, um Sätze zu formulieren: mit ausladender Einleitung oder kurz und knapp; leicht aggressiv oder verbindlich. Je nach Wahl der Worte kann ein und derselbe Sachverhalt komplett anders ausgedrückt werden. Meist geschieht das völlig unbewusst – und manchmal steht die eigentliche Botschaft auch zwischen den Zeilen. Sie schwingt als unsichtbarer Zwischenton mit und wird einmal mehr, einmal weniger deutlich vom Empfänger wahrgenommen.

Die feinen Nuancen der Kommunikation im Geschäftsumfeld

In Zeiten von E-Mail, Messengern oder Skype ist es daher besonders wichtig, immer zu reflektieren, wie das, was ich kommunizieren will, bei anderen ankommen könnte. Bei E-Mails macht es vielleicht auch nur einen Unterschied, wer alles auf CC steht. In WhatsApp das richtige Emoji und bei Skype der Hintergrund vor dem man bei einem Video-Call sitzt. Alles Dinge, die dazu beitragen, die richtige Frequenz zwischen Sender und Empfänger herzustellen, um eine störungsfreie Kommunikation zu gewährleisten und ein Fettnäpfchenwetthüpfen zu vermeiden.

Es ist ein hohes Maß an Empathie, an Aufmerksamkeit und Selbstreflexion gefragt – und so schafft man es, die hohe Kunst der Kommunikation für sich zu perfektionieren und nicht zum Getriebenen, sondern zum Virtuosen in diesem hochkomplizierten System des Austauschs zu werden.

Lernen Sie mehr darüber!

Wer mehr zur Psychologie der Kommunikation erfahren möchte, dem empfehle ich zum Einstieg das Buch selbigen Titels von Jessica Röhner und Astrid Schütz. Vielleicht die ideale Lektüre in der nun anstehenden Weihnachtszeit, um dann im neuen Jahr ganz “neu” kommunizieren zu können.

21 SEPTEMBER 2018 //     

Emotionen im Bewegtbild - Wie Videos die Markenbotschaft prägen

Es gibt genügend Statistiken, die belegen, dass das Format Video für die Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen, egal ob B2B oder B2C, immer wichtiger wird. Die Verweildauer auf einer Homepage mit Bewegtbildinhalten ist beispielsweise deutlich höher als auf einer Website ohne Video, der ROI ist größer als bei Inhalten, die nicht als Video dargestellt werden und potentielle Kunden sehen viel lieber ein Video an, als einen Text zu lesen.

Aber bei Unternehmensvideos geht es noch um viel mehr als „nur“ um messbare Zahlen und Fakten. Denn Videos transportieren neben ihrer eigentlichen Botschaft noch einige weitere Aspekte, die sich auf die Wahrnehmung einer Marke auswirken.

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1. Emotionen

Obwohl ein Text in gewisser Weise auch Emotionen hervorrufen kann, sind Gefühlswelten und Bewegtbildinhalte absolut untrennbar miteinander verbunden. Ist die Person im Video sympathisch? Werden die Inhalte ansprechend aufbereitet? Wie wirkt die Machart des Videos? All diese Aspekte noch viele weitere haben großen Anteil an den Emotionen, die das Video bei den Rezipienten hervorruft.

Deshalb ist es umso entscheidender, nicht nur auf die eigentliche Botschaft des Videos zu achten, sondern sich als Unternehmen auch die Frage zu stellen, welche Emotionen ich mit dem Video transportieren möchte und wie ich die Wahrnehmung des Betrachters möglichst positiv beeinflussen kann.

2. Unternehmenskultur

Neben den Emotionen, die Videos hervorrufen, geben Bewegtbildinhalte auch immer einen kleinen Einblick in die Kultur eines Unternehmens. Ist das Video dynamisch geschnitten? Wie sind die Personen im Video gekleidet? Auf welcher Sprachebene bewegen sich die Protagonisten? …

Analysiert man ein Video nach diesen Kriterien kann man als Zuschauer Rückschlüsse auf die Unternehmenskultur ziehen. Darum sollten Unternehmen diese Aspekte nicht unterschätzen und darauf achten, gemäß der vorherrschenden Unternehmenskultur ein adäquates Bild abzugeben. Passt das Video nicht zur Kultur des Unternehmens können Widersprüche entstehen, die sich unter Umständen negativ auf die eigentliche Botschaft des Videos auswirken.

3. Markenwerte

Parallel zu Rückschlüssen auf die Unternehmenskultur geben Videos auch einen Hinweis darauf, welche Werte ein bestimmtes Unternehmen verkörpert: Kommen nur Personen in Führungspositionen zu Wort oder sind beispielsweise auch Auszubildende zu sehen / zu hören? Sind die Protagonisten alle männlich / weiblich? In welchen Räumlichkeiten ist das Video gedreht worden? Welche Produktionsqualität hat das Video?

Durch die Beantwortung dieser und weiterer Fragen können sich Unternehmen Gedanken darüber machen, mit welchen Werten sie den Namen ihrer Marke in dem Video aufladen möchten. Dabei geht es erneut weniger um die eigentliche Botschaft des Videos als um die Gesamtdarstellung des Gezeigten. Wenn sich die definierten Markenwerte in der Machart und im Design des Videos wiederspiegeln, entsteht ein kongruentes und stimmiges Gesamtbild.

Botschaft und „Botschaft“

Es spielt also erstmal keine so große Rolle, welches Genre das Video bedient. Denn egal ob Imagevideo, Produktvideo, How-To, Tutorial, Recruiting-Video, Case Study, Animation oder sonstige Form, die “Botschaft” hinter der Botschaft ist nahezu genauso wichtig wie die Grundaussage des Bewegtbildinhaltes.

1 AUGUST 2018 //     

Ein Leuchtturm in der stürmischen Brandung

Oder wie es ist, der einzige Mann im Team zu sein.

Manchmal würde ich in der Arbeit gerne über Frauen reden, oder über Fußball, oder wie geil es ist, dass mein bester Kumpel letztes Wochenende eine halbe Flasche Jack Daniels getrunken hat (und ich vielleicht auch) und wir erst um 8 Uhr morgens vom Feiern heimgekommen sind. Und ich würde am Arbeitsplatz auch gerne mal kreatives Chaos herrschen lassen und nach mehreren Schlucken kohlensäurehaltiger Getränke herzhaft rülpsen – aber mit einem Büro voller Frauen kommt das schätzungsweise eher nicht ganz so optimal an.

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Also?

Deshalb reiße ich mich zusammen – bzw. tue ich das überhaupt? Oder versuche ich vielleicht, den gehobenen gesellschaftlichen Ansprüchen der Frauenwelt bei uns im Büro zu genügen? Oder – und jetzt kommt die traurige Wahrheit – merke ich, dass das, was mir meine Kolleginnen tagtäglich vorleben, eigentlich ziemlich nahe am Idealzustand des miteinander Arbeitens ist?

In unserem Büro herrscht ein Klima der Sorgfalt, Achtsamkeit, Freundlichkeit und des gesunden Essens (meistens). Und alle sind so unglaublich ordentlich. Ich komme mir zeitweise so vor, als würde ich als Steinzeitmensch in einer hypermodernen Hochkultur leben und hätte als Mann die gesellschaftskonventionellen Entwicklungen der letzten 43 Jahrhunderte verpasst.

Meine Kolleginnen merken das auch. Aber sie tun so, als wäre ich „eine“ von Ihnen – sie versuchen lediglich, mich mit verschiedenen Methoden in die richtige Richtung zu stupsen, um mich und meine männlichen Einflüsse unschädlich zu machen.

„Wie wäre es denn mit…?“

Wobei das jetzt natürlich auch wieder nicht stimmt. Denn Sie sind einfach nur hilfsbereit – und wollen mir mein Arbeitsleben durch ihre weiblichen Tipps und Tricks erleichtern. Und ich? Ich tue zwar immer so, als ich würde ich das nur belächeln – aber in Wirklichkeit bin ich unendlich dankbar für jede einzelne Hilfestellung und sauge diese geradezu in mich auf.

Deshalb führe ich jetzt beispielsweise einen Kalender. Mit Farbsystem. Und drei Spalten. Eine Spalte für Termine, eine Spalte für To Do’s und eine Spalte für Notizen. Das wurde mir so beigebracht („Stefan, wir glauben ein Kalender würde dir nicht schaden“, „Probiere das doch mal so wie wir das machen“). Als ich mir kurze Zeit später den Kalender gekauft habe, habe ich mich gefühlt als würde ich mit diesem Kaufgeschäft der Verkäuferin zeitgleich meinen letzten verbliebenen Rest roher Männlichkeit aushändigen.

Diese Vermutung hat sich nicht bestätigt. Ich bin dadurch einfach nur ordentlicher geworden. Und strukturierter.


Und so verhält es sich mit vielen anderen Dingen auch. Bisweilen fühle ich mich fast sogar sozial gebildet. Auch wenn ich vor meinen Kumpels mit dem Farbsystem im handschriftlich geführten Kalender wohl eher nicht prahlen kann – aber ich muss einsehen, dass ich mittlerweile erleuchteter bin als sie.

Vorsicht: Tränendrüsen-Fazit Incoming

Kurzum, ich bin mir ziemlich sicher, dass mir nichts besseres hätte passieren können – als diese ehrlicherweise grandiosen Kolleginnen. Und inzwischen habe ich mich mit mir selbst auf folgendes Fazit geeinigt: Sie machen mich nicht weiblicher (und berauben mich auch nicht meiner Männlichkeit) – sondern sie machen mich einfach nur besser. Als PR-Manager und auch als Mensch.

Wobei mir dieses gefühlsduselige Fazit jetzt fast schon bisschen zu weiblich ist….

26 JULY 2018 //     

Sommerfrische für’s Büro - Melonen-Feta-Salat mit Rucola

Die Sonne strahlt vom weißblauen Himmel und wir zerfließen so langsam in unserem Münchner Büro. Bei Temperaturen jenseits der 27°C stellt sich mittags natürlich die Frage nach dem perfekten Sommeressen. Unser absoluter Liebling dieses Jahr ist ein leichter Melonen-Feta-Salat mit Rucola und erfrischendem Minzdressing.WEITERLESEN

Zutaten für 4 Personen

  • 1,5 kg Wassermelone (idealerweise kernarm)
  • 100g Rucola
  • 200g Feta
  • ½ Bund Minze
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 Zitrone
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 20g Kürbiskerne
  • Optional: Zwiebel und Oliven

Tipp: Wenn die Büroküche im Anbetracht der Melonenmenge keine ausreichend große Schüssel zu bieten hat: Töpfe oder auch große Pfannen können wunderbar zweckentfremdet werden.

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Bei einer Anzahl von mehr als vier Mitessern empfiehlt es sich, jemanden mit zum Einkaufen zu nehmen, der die Melone trägt. Ansonsten gestaltet sich die Auswahl der restlichen Zutaten etwas wackelig und umständlich. An dieser Stelle möchte ich meinen geschätzten Kollegen Stefan erwähnen, der hier die tragende Rolle übernommen hat und mir auch gleich beim ersten Zubereitungsschritt sehr kompetent zur Hand ging.

Schritt 1: Das Melonenmassaker

Ja, es wird nass und klebrig. Zuerst muss die Melone halbiert und dann in Spalten geschnitten werden. Die handlichen Dreiecke lassen sich dann einfach entkernen und in gabelgerechte Stücke schneiden.

Wer auf Stilnoten keinen Wert legt, dem sei aber trotzdem ein großes Messer aufgrund der besseren Kraftverteilung im Kampf gegen die Schale empfohlen.

Schritt 2: Restliche Zutaten verwerten

Nachdem die Melonenstücke alle vorzugsweise in der bereitgestellten Schüssel und nicht in den eifrigen Helfern verschwunden sind, müssen natürlich auch die restlichen Zutaten verarbeitet werden. Den Feta-Käse würfeln, den Rucola waschen, verlesen und grob klein zupfen und beides in die Schüssel geben. Die Kürbiskerne auf dem Salat verteilen.

Schritt 3: Geschmack und Würze

Die richtige Portion sommerliche Erfrischung liefert aber nun noch das Minzdressing. Dafür die Zitrone auspresse und mit dem Olivenöl vermixen. Petersilie und Minze abbrausen, trocken schütteln, Blätter abzupfen und hacken. Ebenfalls zum Dressing geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Über den Salat geben und durchmischen.

Am allerbesten schmeckt der Salat, wenn ihr die Melone vorkühlt. Wir lieben dieses Gericht, weil der Salat aus fruchtiger Wassermelone, salzigem Feta, frischer Minze und würzigem Rucola einfach eine unschlagbare Sommerkombination ist. Probiert es aus und guten Appetit!

Vivien Trinkler

20 JULY 2018 //     

Ein Jahr Allison + Partners: Von Schlamm, Spa, Woo-hoos und Krisen

Seit 368 Tagen bin ich Teil von Allison + Partners, dem krassesten PR-Team aller Zeiten. Zeit, die letzten Monate Revue passieren zu lassen, ein Fazit zu ziehen und sich an den Highlights des letzten Jahres zu erfreuen.WEITERLESEN

Es war einmal…

im Mai 2017 eine Stelle als Account Executive bei einer PR-Agentur im Herzen Münchens zu besetzen. „Hey cool,“ habe ich mir gedacht. „Das ist ja gleich bei mir um die Ecke“. Schwuppdiwupp habe ich mich beworben, wurde eingeladen und eingestellt – und das alles innerhalb von einer Woche. Wow, ich habe wohl auf Anhieb überzeugt – oder sie haben verzweifelt Verstärkung gesucht.

An meinem ersten Arbeitstag am 17. Juli 2017 gab es erstmal ein Frühstück und eine Einführung in die Kundenlandschaft. Die ersten Wochen konnte ich weder meine Ansprechpartner noch Kunden (alle begannen sie mit R) unterscheiden. Hinzu kamen für mich unbekannte Begriffe, die es erstmal zu lernen galt: Outreach, Follow-up, Timesheet, E-Shot – Wtf? Gut zu wissen, dass es den zum Team nach mir hinzustoßenden nicht anders ging.

Und dann war da noch die Email-Flut, die mich wegzuspülen drohte. 100+ Mails täglich waren hier wohl an der Tagesordnung und keine Ausnahme. Meine Schwimmflügel waren all die lieben Kolleginnen, die mir mit viel Geduld, gutem Zureden und hilfreichen Ratschlägen den Start erleichterten. Sie hatten es alle drauf, ihr Arbeitsleben war unter Kontrolle mit ihren bunten Kalendern, nur selten rastete hier mal jemand aus. Das löste in mir Ehrfurcht und Bewunderung gleichermaßen aus – hoffentlich werde ich mal so wie sie.

Und heute?

Nach einem Jahr kann ich mit Fug und Recht behaupten: Ja, ich hab‘s geschafft! Ich habe mittlerweile meine eigenen Accounts, die ich mit viel Herzblut, Engagement und Leidenschaft leite und Untergebene, die in der Regel das tun, was ich ihnen auftrage. Ohne die Unterstützung eines großartigen Teams wäre ich die Karriereleiter wohl nicht so schnell hochgeklettert. Deshalb: Danke an Euch alle, dass ihr mich seit einem Jahr aushaltet, antreibt und unterstützt.

Genug des (Selbst-)Lobes! Lest im Folgenden, was ich sonst noch erlebt habe:

Highlights & Lowlights

Zu den Höhepunkten meiner Zeit bei Allison + Partners zählt unser Sommer-Outing in einem Tegernseer Wellnesshotel. Day Spa inkl. Massage auf Firmenkosten? Bei Allison + Partners ist alles möglich! Aber auch all unsere anderen monatlichen Agenturausflüge in Münchens kulturelle Einrichtungen und gemeinsame sportliche Aktivitäten wie Trampolinspringen waren von Erheiterung, Witz und Freude geprägt. Würde Willy Wonka wissen, wie süß das Leben in Münchens schönster Schokofabrik ist, würde er wohl Karies bekommen.

Als Team haben wir uns immer wieder Herausforderungen gestellt, wie beispielsweise den Xletix Hindernislauf in München (Hier geht´s zum Erfahrungsbericht). Für mich als alten Hindernislauf-Hasen war das ein Spaziergang, aber ganz nach den Worten von Bonez MC & RAF Camora „Nie ohne mein Team“ sind wir alle gemeinsam ins Ziel eingelaufen und haben uns gefreut wie ein Schnitzel oder Tofu (auf den Veggie-Teil des Teams bezogen).

Bis auf ein paar wenige Ausnahmen und Vorfälle, bei denen mich Kunde x und Kunde y in den Wahnsinn getrieben und zum Weinen gebracht haben, blicke ich auf ein durchwegs positives Jahr zurück.

Was ich an Allison + Partners am meisten schätze

Du darfst so sein wie Du bist und hast die Möglichkeiten, dort mitzumischen, wo Deine Stärken liegen, und das Agenturleben aktiv mitzugestalten. Egal ob man eine Workflow Taskforce gründen oder den Balkon bepflanzen möchte – just do it! Bei Schwierigkeiten findet man im Team immer Gehör und Unterstützung und selbst Schwäche zeigen ist erlaubt. Neid und Konkurrenzdenken haben bei uns keinen Platz, bei Erfolg freut man sich füreinander – selbst wenn es nur ein „piece of coverage“ ist. Wie gerne hör ich die Woo-hoos in unserem Office!

Der Wrap-up am Freitagnachmittag ist mein geheimes Wochen-Highlight. Nein, da gibt’s keinen „mit einer Füllung versehenen gerollten Teigfladen“, sondern einen Austausch in lockerer Atmosphäre (okay, der Wein trägt auch seinen Teil dazu bei) über die vergangene Woche.

Die letzten 368 Tage bin ich fast immer gerne zur Arbeit gegangen und bin der festen Überzeugung, dass es auch weiterhin der Fall sein wird.

Aljona Jauk

6 JULY 2018 //     

Die unfreiwillige Team Challenge - unter Zwang accepted

Es muss Anfang dieses Jahres gewesen sein, als unser sportbegeisterter Hahn im Korb auf die glorreiche Idee kam, seinen Hühnerstall mal ein wenig aufzumischen. Er unterbreitete uns den Vorschlag – äh teilte uns seinen Beschluss mit – gemeinsam als Team beim XLetix-Lauf in München anzutreten.

Zu dem Zeitpunkt hatten wir noch etwa ein halbes Jahr Zeit, uns eine Strategie zu überlegen, wieder aus der Nummer rauszukommen, beziehungsweise zu hoffen, dass ganz schnell Gras über die Sache wachsen würde. Allein die Tatsache, dass ich nun diesen Blog schreibe, lässt vermuten, dass wir in dieser Hinsicht nicht besonders erfolgreich waren.

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Ohne Zuckerbrot, dafür aber mit Peitsche

Zu Beginn schien bis auf ein weiteres Teammitglied keiner besonders begeistert von der Idee zu sein, am Tag X im Juni seinen Körper auf einer Strecke von sechs Kilometern über zahlreiche Hindernisse und immer wieder auch durch Matschfelder und morastige Wasserlöcher zu quälen.

Der Hahn im Korb schaffte es allerdings, zusammen mit seiner Co-Trainerin eine nach der anderen zu motivieren. Jede von uns erhielt einen individuell zusammengestellten Trainingsplan sowie Vorschläge für eine ausgewogene Ernährung. Je näher der Juni rückte, desto häufiger wurde sogar freiwillig morgens vor Arbeitsbeginn an Lauftrainingssessions im Englischen Garten teilgenommen.

Auch wenn unser hochmotivierendes Trainerteam das ungern hören mag, hatte vor allem das zweite Trainergespann – die Zeit in Kooperation mit der Angst – den größten Einfluss auf das Trainingsverhalten der Leidensgenossen. Einige wenige Außenseiter setzten jedoch bis zum letzten Tag auf die altbewährte psychologische Methode der Verdrängung.

Der Tag X ist da – Flucht nach vorne

Als an diesem Morgen mein Wecker klingelte und ich trotz ausgiebiger Selbstanamnese leider keinerlei körperliche Symptome feststellen konnte, die einen Rückzieher rechtfertigen würden, fasste ich den Entschluss, die fremd-acceptete Challenge wohl oder übel anzunehmen. Da ich mir nicht sicher war, wie mein Magen nach einer Jogging-Enthaltsamkeit von knapp zwei Jahren auf einen Dauerlauf reagieren würde, verzichtete ich auf ein Frühstück.

Vor Ort angekommen, schlugen mir die verschiedensten Emotionen der anderen Teammitglieder entgegen: Von Motivation, über Unlust bis hin zu schierer Panik war alles vertreten. Da man seine Kollegen aber nicht im Stich lässt, mussten wir dann eben einfach durch. Und so überquerten wir die Startlinie…



Adrenalin – schön, dass es Dich gibt

Der erste Streckenabschnitt war sehr zäh. Ich halte Laufen für eine der langweiligsten Sportarten überhaupt, und so hangelte ich mich in Gedanken erst mal bis zum ersten Hindernis. Um keinen zusätzlichen Druck aufzubauen und auf medizinische Notfallversorgung verzichten zu können, hatten wir vereinbart, zwar alle Hindernisse gemeinsam als Team zu bewältigen, es aber in Ordnung sei, die Laufstrecken dazwischen in der eigenen Geschwindigkeit zurückzulegen. Bei der ersten Hürde angekommen, freuten wir uns, dass die gestapelten Reifen und der anschließende Kiesberg die Tristesse des Laufens zunächst einmal unterbrachen.

Die nächsten Hindernisse folgten Schlag auf Schlag, sodass tatsächlich sogar so etwas wie Spaß aufkam. Bei der zweiten Station mussten wir mit dem kompletten Körper durch zwei Wasserbottiche mit eiskaltem Wasser tauchen. Das fühlte sich an wie die reinste Katharsis und weckte Lebensgeister, von deren Existenz ich bis dahin noch nichts wusste. Das war der Moment, ab dem ich darauf verzichtete, auf den Zustand meines Makeups zu achten.

Matsch und andere Späße

Die nächste Hürde war nichts für schwache Nerven: Die Aufgabe bestand darin, in einem Becken, das mit Matsch von geringer Viskosität gefüllt war, unter einer Reifenkette hindurch zu tauchen. Irgendwie kam mir beim Anblick der Flüssigkeit der Gedanke an den Lindt-Werbespot, in dem die „Conche“ die Schokolade rührt. Wir wollten unserem Agenturnamen, OneChocolate, alle Ehre machen und stürzten uns nach einander in die Brühe. Auf der anderen Seite des Beckens konnte man seine Teammitglieder erst mal nur an der Stimme erkennen, das Aussehen derselben war quasi identisch. Vielleicht lag es auch an den benetzten Pupillen.

Da ich trotz meines fortgeschrittenen Alters im Herzen ein Spielkind bin, freute ich mich über Aufgaben wie diese und hechelte vorfreudig von Hindernis zu Hindernis. Manche Hürden, wie beispielsweise das Überqueren von rutschigen, schiefen Ebenen und meterhohen Wänden, waren nur als Team zu bewältigen, bei anderen ging es eher ums gemeinsame Erlebnis.

Es war jedenfalls spannend, zu beobachten, dass das Laufen irgendwann wie ganz von selbst ging. Selbst wenn die Strecke noch ein paar Kilometer länger gewesen wäre, hätten wir sie zusammen problemlos bewältigt. Es erstaunt mich sogar selber, dass ich das schreibe.

Fazit

Während des gesamten Laufes kümmerte sich unser agenturinternes Trainerteam hervorragend um uns und schaffte es auch, die Motivation dauerhaft aufrecht zu erhalten. Als wir gemeinsam die Ziellinie überquerten, waren wir zwar erschöpft, aber auch mächtig stolz auf unsere Leistung.

Nachtrag

Pech für den Rest der Agentur, dass wir zwei Sportskanonen unter uns haben. Wie es bei denen nun mal so ist, durften wir uns nicht besonders lange auf unserem Erfolg ausruhen. Uns wurde bereits angekündigt, dass wir im nächsten Jahr in einer der längeren Distanzen antreten werden.

29 JUNE 2018 //     

Was der PR-Professional über SEO wissen muss

Suchmaschinenoptimierung ist längst nicht mehr nur eine Disziplin für die IT-Abteilung. Aber welche SEO-Kenntnisse braucht man in der PR? Wir klären auf: Welche SEO-Kenntnisse sind für PR-Berater wichtig? Warum sollte SEO von mehr als nur einem technischen Blickwinkel aus betrachtet werden? Und wie kann die PR von SEO-Wissen profitieren?WEITERLESEN

Sollte der PR-Berater etwas von SEO verstehen? Ja!

Kaum ein Unternehmen  hat heutzutage keine Website. Diese digitale Kommunikations-Plattform bedeutet für die PR-Branche nicht nur neue Möglichkeiten und neue Arten der Kommunikation, es bedeutet auch, dass man verstehen muss, wie dieser und andere digitale Kanäle funktionieren. Denn eines steht fest: Noch nie lief die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden so viel über digitale Kanäle wie heute.

Dabei liegt die Betreuung einer Website oder anderer digitaler Kanäle oft nicht mehr nur in der Hand der Digitalagenturen oder -berater. Den Content liefern viele unterschiedliche Stellen des Unternehmens – zu einem Großteil auch die PR-Agentur. Idealerweise greifen PR-Strategien und Website-Content Hand in Hand. Deshalb ist es ideal, wenn auch die PR-Berater über digitale Fachkenntnisse verfügen, um Einschätzungen geben, mit Web-Agenturen zusammenarbeiten oder eine vereinbarte digitale Strategie weiterführen zu können.

Verstehen, was Web-Traffic bedeutet

Doch wie kann ein Unternehmen eine erfolgreiche Website betreiben? Erst einmal muss dafür festgelegt werden, was „Erfolg“ in diesem Kontext bedeutet. Jede Website wurde mit einem bestimmten Ziel erstellt: die Verkäufe ankurbeln, über Services informieren, Abonnenten oder Unterstützer finden, eine Idee verbreiten. So unterschiedlich die Ziele sind, gibt es doch etwas, was sie verbindet: das Streben, der richtigen Zielgruppe die richtigen Inhalte zu bieten. Deshalb ist es essentiell, genau zu wissen, wen man mit seiner Website erreicht und ob dies mit dem Ziel übereinstimmt.

Vor allem sollten Website-Betreiber ein Auge darauf haben, wie viele Besucher sich die Seite ansehen und woher diese Besucher kommen. Erreichen sie die Website über Suchmaschinen oder Verlinkungen auf anderen Seiten (die berühmt berüchtigten Backlinks)? Wird ihnen die Seite bei Social Media vorgeschlagen oder erreicht man die meisten Besucher durch E-Mail-Newsletter?

Je nach Unternehmen, Website-Content und Zielgruppe können sich hier ganz unterschiedliche Zugriffsprofile ergeben. Diese Einblicke können auch für geplante PR-Aktionen wertvolle Hinweise liefern.

SEO-Strategien in der PR

Erst wenn man wirklich gute Einblicke in den Ist-Zustand gewonnen hat, kann eine sinnvolle Strategie erarbeitet werden, wie man den „Soll“-Zustand erreichen kann. Und genau hier kommt SEO ins Spiel – sei es über die Optimierung der Website auf bestimmte Begriffe, eine allgemeine Verbesserung der Nutzererfahrung auf der Website, um neue Besucher zu begeistern und länger zu halten oder auch um die Zusammenarbeit mit Werbemaßnahmen wie Google AdWords.

Wer für einen Kunden ein Online-Magazin betreut oder andere Texte für die Website liefert, sollte deshalb wissen, wie man Texte so schreibt, dass sie die definierten Suchwörter beinhalten, aber auch vom Publikum gerne gelesen werden. Denn nur wenn die Qualität eines Textes auch die Menschen, für die sie gedacht sind, überzeugt, hat man sein Ziel erreicht.

SEO und Technik

Daneben gibt es einige Faktoren zu beachten, die das Ranking bei Suchmaschinen beeinflussen: sinnvoll gesetzte H1- und H2-Tags, Keyword-Dichte, Textlänge, Anpassung für mobile Geräte, Regelmäßigkeit von Updates, Domain History, Richtigkeit des Codes, Schnelligkeit, Verlinkungen innerhalb der Seite, Backlinks…

Einige dieser Metriken sind leicht in Content-Management-Systemen umzusetzen. Andere bedürfen tieferes technisches Know-How. Muss der PR-Berater jedes dieser Parameter anpassen können? Nein! Aber er sollte wissen, dass es sie gibt, wie sie sich auf die Nutzererfahrung und den Suchmaschinen-Algorithmus auswirken und wer gegebenenfalls eine Optimierung vornehmen kann.

Content – ein unumstößlicher König

Daneben ist es auch wichtig, dass man einen guten Überblick hat, mit welcher Stellschraube die größte Veränderung bewirkt werden kann. Die Liste der Suchmaschinenparameter ist lang und deren Zusammenspiel komplex, jedoch ist nicht jeder Faktor gleich wichtig. Gerade mit der technischen Weiterentwicklung sind Suchmaschinenalgorithmen immer klüger geworden. Sie verstehen immer besser, wonach jemand sucht, und ob eine bestimmte Seite die Antwort darauf bieten kann. Außerdem legen sie immer größeren Wert auf exzellente Inhalte.

Eines darf man nie vergessen: Bei allem technischen Fortschritt ist Content noch immer einer der wichtigsten Faktoren im Google-Suchmaschinen-Algorithmus. Und das aus gutem Grund: Am Ende des Tages geht es darum, wer mit seinen Inhalten die Menschen überzeugen kann. Die Technik ist die Pflicht – der Content ist die Kür. Und genau diese Kür ist oft die Paradedisziplin des PR-Professionals.

Sophie Königsberger

22 JUNE 2018 //     

6 Tipps für mehr Produktivität im Arbeitsalltag

Wer kennt das nicht, morgens klingelt der Wecker, doch eigentlich will man noch gar nicht wirklich aufstehen und selbst, wenn man endlich am Schreibtisch sitzt, fehlt einem an manchen Tagen die Motivation, etwas zu tun. Gegen diese Prokrastination am Arbeitsplatz haben wir sechs Tipps zusammengestellt, mit denen man den inneren Schweinehund leichter überwinden kann.

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1. S-M-A-R-T – Ziele machen produktiv

Ohne Ziel vor Augen, ist es oft schwer, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Deshalb ist es wichtig, unangenehme Aufgaben so genau wie möglich zu definieren und kleine Etappenziele festzulegen. Die Ziele sollten Spezifisch-Messbar-Angemessen-Realistisch-Terminiert sein. Wie zum Beispiel unser Blog:

Spezifisch: Unternehmensblog beleben und mit interessanten Blogartikeln füttern

Messbar: Ein Artikel pro Woche – Don’t break the chain!

Angemessen: Mindestens drei Absätze mit Zwischenüberschriften und einem schönen Bild

Realistisch: Manche Posts sind arbeits- und rechercheintensiv, andere schreiben sich schneller. Wir versuchen immer wieder Beiträge einzustreuen, die schneller von der Hand gehen, zum Beispiel zum Thema Essen im Büro.

Terminiert: Wir wollen spätestens am Freitag der Woche, einen Artikel hochladen

2. Pomodoro – Produktivität dank Pausen

Die Pomodoro-Technik ist prädestiniert für chronische Prokrastinierer – Dabei rafft man sich einige Minuten auf, wirklich etwas zu tun und belohnt sich schon ein paar Minuten später mit der ersten Pause. Im klassischen Pomodoro-Stil sieht das folgendermaßen aus: 25 Minuten Arbeit – 5 Minuten Pause – und nach der vierten Arbeitseinheit folgt eine längere Pause von 30 Minuten. Es gibt zahlreiche Apps, die einen bei dieser Technik unterstützen, bei vielen kann man die Zeiten sogar selbst eintragen, wenn man beispielsweise kürzere Verschnaufpausen bevorzugt.



3. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Hinter der Redewendung versteckt sich tatsächlich eine Taktik zur Förderung der Produktivität! Hier heißt es nämlich: Aufgaben, die weniger Spaß machen, zuerst arbeiten, dann bleiben für den Rest des Tages genau die Dinge übrig, auf die man eigentlich Lust hat. So vergeht das „Vor-sich-herschieben“ und unangenehme Aufgaben vergehen viel schneller. Der Kopf bleibt frei für die positiven Dinge.

4. Prioritäten setzen nach dem Eisenhower-Prinzip

Oft stehen viel zu viele Dinge auf der ToDo-Liste und man zerbricht sich so lange den Kopf, was man zuerst erledigen soll, bis die Zeit nicht mehr für alles ausreicht. Da hilft das Eisenhower-Prinzip: Hier werden alle Aufgaben in Kategorien eingeteilt:

  • Priorität: Dringend und wichtig
  • Priorität: Nicht dringend, trotzdem wichtig
  • Priorität: Dringend, aber unwichtig
  • Priorität: Nicht dringend und unwichtig

Damit stellt man sicher, dass nichts unter den Tisch fällt, und wenn doch, dann ist es wahrscheinlich von niedriger Priorität und hat auch noch Zeit. Auch Aufgaben, die von anderen kommen, sollte man danach beurteilen. Selbst wenn der Kollege es in seinen Augen als dringlich erachtet, muss man sich überlegen, ob man die Aufgabe vielleicht etwas nach hinten schieben kann, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Tipp: Manche Sachen kann man auch weiterdelegieren!

5. Pareto 80/20 – Mehr erledigen in kürzester Zeit

Laut Vilfredo Pareto, einem französischen Ökonomen aus dem 19. Jahrhundert, kann man Aufgaben in 20 Prozent der Zeit zu 80 Prozent erledigen. Die restlichen 80 Prozent der Zeit verbringt man für den Feinschliff und die Perfektion, also die übrigen 20 Prozent der Aufgabe. Die letzten 20 Prozent wird außer dir also vermutlich niemand bemerken, da es dabei um Dinge wie Formatierung, Bebilderung etc. geht, trotzdem sind gerade diese „Kleinigkeiten“ wahrliche Zeitfresser. Es ist also wichtig, sich nicht in den Feinheiten zu verlieren, damit man im Umkehrschluss mehr Zeit für etwas Neues hat.

6. Selbstfürsorge zur Förderung der Produktivität

Bei all den Tipps zur Aufgabeneinteilung darf man eines nicht vergessen: Sich selbst! Denn nur ein ausgeschlafener, hydrierter, satter und ausgeglichener Mensch kann sich richtig konzentrieren und seinen Aufgaben die vollste Aufmerksamkeit schenken. Deshalb sollte man immer dafür sorgen, ein angemessenes Schlafpensum einzuhalten, genügend Wasser zu trinken, sich gesund zu ernähren und auf sein persönliches Wohlbefinden zu achten. Dann geht die Arbeit gleich mit links.

25 MAY 2018 //     

Wahre Größe zeigen - Von Nano- bis Mega-Influencern

Influencer-Marketing gewinnt immer mehr an Bedeutung im Unternehmensmarketing. Umso wichtiger ist es, dass man genau den richtigen Influencer für seine Marke oder sein Produkt findet – es muss nämlich nicht immer ein teurer Superstar sein, der das Unternehmen in der Öffentlichkeit präsentiert.

In unserer Serie zum Thema Influencer-Marketing widmen wir uns dem aufstrebenden Marketing-Zweig und erklären, wie das Ganze funktioniert, oder welche Strategien man dabei verfolgen sollte.  Und hier ist Teil 4: Den passenden Influencer für das Unternehmen finden.

Influencer-Marketing hängt vor allem von einem ab: Dem Influencer. Und so dürfen sich viele nennen: das geht vom Nachbarn, der über die Geschehnisse im Ort berichtet, bis zum weltbekannten Promi. Für Unternehmen ist bei der Auswahl des Influencers entscheidend, welche Ziele sie mit ihrer Influencer-Marketing-Strategie verfolgen und welche Zielgruppe sie erreichen möchten.

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Jeder kann Influencer sein

Influencer kommen aus den verschiedensten Bereichen: Sie sind Social Media Aktivisten, Fachexperten, Blogger, Journalisten, Geschäftspartner, Kunden oder auch Mitarbeiter. Was wichtig ist, ist nicht ihr Beruf, sondern, dass sie für ein bestimmtes Thema brennen. Sie sind in ihrem Gebiet Experten und berichten im Idealfall unabhängig und authentisch über Produkte und Marken. So verleihen sie ihnen eine ganz persönliche Note und genau das ist es, wodurch sie bei ihren Lesern und Followern ein hohes Ansehen genießen.

Egal in welchem Bereich Influencer tätig sind, ihre Meinung hat Einfluss auf ihre Follower. Und so werden die Influencer zu Meinungsführern, Multiplikatoren und sogar Botschaftern für Produkte und Marken. Mit einigen Beiträgen vertreten Influencer nicht mehr nur eine bestimmte Zielgruppe oder Nische – nein, sie gehen viral. Das hängt allerdings oft davon ab, welche Branche sie mit ihren Beiträgen bespielen: von lokalen Themen, über fachspezifische Informationen bis hin zu Promi-News. Demnach unterscheidet man auch in der Größe der Influencer.

Aller Anfang ist klein: Die Evolution vom Nano- zum Mega-Influencer

Klein aber fein – der Nano-Influencer

Mit wenigen Followern und geringer Reichweite werden Influencer als Nano-Influencer bezeichnet. Die Engagement-Rate auf seinem Kanal ist dafür immens hoch. Seine Beiträge leben von Qualität statt Quantität. Oft sprechen Nano-Influencer ein kleines Fachpublikum an oder sind besonders ortskundig und regional aktiv. Sie geben beispielsweise Tipps zu Veranstaltungen oder Restaurants. Der neue Italiener um die Ecke könnte also super mit einem Nano-Influencer auf sein neues Restaurant aufmerksam machen

Fachliche Expertise und hohes Engagement – der Micro-Influencer

Micro-Influencer sind die nächste Stufe. Sie haben etwa bis zu 10.000 Follower und beschäftigen sich oft mit einem speziellen Thema. Ihre Meinung zum Thema wirkt als sehr glaubwürdig, was auch eine Engagement-Rate von bis zu 50 Prozent beweist. Hier sind besonders Unternehmen gut aufgehoben, die eine spezielle Zielgruppe statt der breiten Masse ansprechen wollen. Sporthersteller können beispielsweise mit Micro-Influencern im Fitness-Bereich mehr relevante Reichweite generieren als mit großen Fußballstars, denen auch Sportverweigerer folgen.

Die Masse macht’s – der Macro-Influencer

Quantität vor Qualität ist bei Follower-Zahlen ab dem sechsstelligen Bereich oft an der Tagesordnung. Diese Macro-Influencer versuchen eine künstliche Bindung an ihre Follower durch Aktualität zu schaffen und interagieren nur noch bis zu 25 Prozent mit ihnen. Deshalb sinkt auch der Wahrnehmungsfokus in der Masse oft ab.

Ihn kennt wirklich jeder – der Mega-Influencer

Die oberste Liga der Influencer nennt sich Mega-Influencer. Es sind Prominente und Weltstars, die schon im klassischen Testimonial-Geschäft unterwegs waren und ihre Bekanntheit auch in den sozialen Medien mit Follower-Zahlen im oberen siebenstelligen Bereich manifestieren.

Allerdings interagieren sie nur noch selten mit ihren Followern und haben eine Engagement-Rate von einem bis fünf Prozent. Für Unternehmen, die allerdings nur ihre Bekanntheit steigern wollen, ohne gezielt die Interaktion zwischen Zielgruppe und Unternehmen abzuzielen, eignen sich sowohl Macro- als auch Mega-Influencer.

Mit Postings zum Lebensunterhalt

Vor allem für Influencer, die das Posten in sozialen Netzwerken über den Hobbystatus hinaus betreiben, tut sich oft eine neue Geldquelle auf. Über die Preise und Bezahlungen in der Branche wird allerdings nicht offen gesprochen.

Einer Studie der Influencer-Plattform Brandnew und Facelift zufolge soll ein Influencer pro Post etwas weniger als 500 Euro verdienen, große Influencer wie Bibis Beauty Palace bekommen aber schon über 20.000 Euro pro Post.

International liegen die Preise bei etwa 500 bis 1.000 Dollar, wobei Mega-Influencer nach oben hin jede Grenze sprengen können, solange es eine Marke mitmacht. Die Creme de la Creme verdient pro Post etwa 10.000 bis 25.000 Dollar, höhere Gagen gibt es nur selten. Nur Selena Gomez bekommt laut W&V bis zu einer halben Million Dollar für einen einzigen Post.

Nicht die Reichweite zählt, sondern die Relevanz

Oft greifen Unternehmen aber nicht so tief ins Portemonnaie, wenn es um Reichweitengenerierung durch Influencer geht. Viele setzen bislang auf die Gruppe der Micro-Influencer, die eine große Reichweite haben und auch kostengünstig oder gar kostenlos mit Testprodukten oder Gewinnspielen auf Marken und Produkte aufmerksam machen.

Schließlich geht es im Influencer-Marketing nicht um Reichweite, sondern um die Relevanz des Influencers. Nur wer zur Marke oder dem Produkt wie die Faust aufs Auge passt, kann mit einem gesponsorten Post auch genug Traffic generieren und Aufmerksamkeit schaffen.

18 MAY 2018 //     

5 Influencer-Typen, die man kennen sollte

Influencer-Marketing funktioniert auf ganz unterschiedlichen Ebenen: von lokal bis international, von fachspezifisch bis allgemein – und für jede Marketing-Strategie gibt es einen Typ Influencer, der perfekt zur Marke oder zum Produkt passt.

In unserer Influencer-Serie erklären wir, wie Influencer-Marketing zur Öffentlichkeitsarbeit und zum Unternehmens-Marketing beitragen kann. Und hier ist Teil 3: Welche Arten von Influencern gibt es?

Influencer kann man in verschiedene Gruppen, Kategorien oder Typen einteilen. Da sich der Markt für Influencer ständig erweitert und immer unübersichtlicher wird, ist es ratsam, sich einen genauen Überblick zu verschaffen. Das hilft sowohl den Unternehmen, als auch den Influencern selbst. Welche Typen von Influencern man auf jeden Fall kennen sollte, haben wir im Folgenden aufgelistet:

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Der Lokale

Gerade für kleine Unternehmen mit wenig Reichweite bietet er sich an: Der „Lokale“ geht mit seinen Beiträgen nicht unbedingt viral, aber erreicht genau das Zielpublikum vor Ort. Seine Umgebung ist sein Fachgebiet, denn er kennt jede Ecke seiner Heimat in- und auswendig.

Er berichtet über die coolsten Events, postet über die angesagtesten Restaurants in seiner Gegend und verrät den ein oder anderen Geheimtipp. Ein Blick auf seinen Kanal und die Langeweile ist abgeschrieben.



Das Vorbild

Ihre Follower hecheln dieser Art von Influencern nach, da sie geschafft haben, wonach viele andere Menschen ebenfalls streben. Ein exzellentes Beispiel dafür sind die „Fitnessfreaks“ auf Instagram und Facebook, die ihre Follower regelmäßig mit Vorher-/Nachherbildern versorgen und etwa von ihrem Erfolgsweg beim Abnehmen berichten.



Der Fachmann

Er ist Spezialist in bestimmten Themengebieten und hat tiefgehende Infos in Petto, mit denen er seine Follower auf dem neuesten Stand hält. Die Anzahl seiner Follower ist diesem Influencer nicht so wichtig. Da ihm in seinem Bereich aber jeder Kniff und jeder Trick bekannt ist, kann er auch ohne große Fanbase aufgrund seines Know-hows wertvoll für Marketing-Kampagnen sein. Weiteres Plus: aufgrund seiner oft geringeren Reichweite hat er oft besonders enge Verbindungen zu seinen Fans.



Der Trendsetter

Influencer aus der Gruppe der Trendsetter sind die Early Adapters schlechthin und geben gerne ihre Meinung Preis. Sie erkennen Trends schon lange, bevor sie zu einem werden. Die Trend- und Jetsetter scheinen oft im Dauerurlaub zu sein, da sie ihre Fans ständig mit perfekt inszenierten Fotos aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt versorgen. Aber genau das schätzen ihre Follower: Sie wollen stets auf dem neuesten Stand sein und ihre Sehnsucht nach einem #instagramperfekten Leben stillen. Follower können durch die Influencer ihre Träume etwas verwirklichen und auch für eigene Aktivitäten bieten sie genügend Inspiration.

Der Promi

Er ist allseits bekannt und verkörpert die Rolle des klassischen Meinungsführers wie kein Zweiter. Er steht im Fokus der Medien, ist bekannt aus Film und Fernsehen und kein Event findet ohne ihn statt. Der Promi besitzt eine große Follower-Zahl und eine extrem hohe Reichweite. So kann er vielen Menschen gleichzeitig ein Produkt nahebringen. Im Idealfall kann er sogar einen neuen Trend ins Leben rufen.

7 MAY 2018 //     

Ziele einer Influencer-Marketing-Strategie

Die Arbeit mit Influencern ist mittlerweile ein festes Standbein in der Öffentlichkeitsarbeit sowie im Unternehmens-Marketing. Doch was bringt das Engagement mit Influencern? Und welche Ergebnisse kann man erwarten? Wir bringen Licht ins Dunkel.

In unserer Serie zum Thema Influencer-Marketing erklären wir, welche Arten von Influencern es gibt, was man beachten muss und wie die Zusammenarbeit zum Erfolg wird. Hier ist Teil 2: Welche Ziele verfolgt man mit einer Influencer-Marketing-Strategie?

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1. Das Image stärken

Influencer genießen das Vertrauen ihrer Community und davon können auch Marken, Produkte oder Unternehmen profitieren und so ihr eigenes Image stärken. Durch die Verbreitung ihrer Produkte und Services über die Kanäle von Influencern werden Marken zielgenau präsentiert. Die Bekanntheit von Produkten, Marken oder Angeboten steigt dadurch genau in den gewünschten Zielgruppen. Außerdem ist Reputationsmanagement möglich, indem Influencer dazu genutzt werden, die Quote negativer Meinungen oder Bewertungen im Netz zu minimieren. Am besten eignen sich dazu Micro- und Macro-Influencer. Die Follower-Zahl von Nano-Influencern ist oft nur für regionale Unternehmen ausreichend, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.

 

2. Interesse wecken und neue Zielgruppen gewinnen

Präsentieren Influencer die Produkte beispielsweise in einem Video und geben detaillierte Informationen dazu, dann können sich User das Produkt und dessen Nutzung auch besser vorstellen. Vor allem bei Produkten mit schwieriger Handhabung, wie etwa Kameras, helfen beispielsweise Tutorials, um der Fanbase den Gebrauch verständlich zu machen. Empfehlen Influencer letztendlich die Marke oder das Produkt, wecken sie auch Interesse bei den Followern. So können Unternehmen mit Influencern trotz zum Teil verhältnismäßig geringen Ausgaben ihre Markenbekanntheit steigern. Mit Empfehlungen, Reviews und positiven Kundenbewertungen erhöht sich zusätzlich der Absatz.

Mit gutem Content oder auch Gewinnspielen unterstützen Influencer Unternehmen dabei, mehr Follower in den Unternehmens-eigenen sozialen Netzwerken zu bekommen. Dadurch ist es möglich, detailliertere Informationen über (potentielle) Kunden zu generieren – ein großer Vorteil für Unternehmen. Denn: Durch das gewonnene Wissen können sie auch ihre Marketing-Strategien optimieren.

3. Virale Verbreitung

Zu guter Letzt können Influencer auf ihren Kanälen und in Communities Links posten, die überdurchschnittlich oft gesehen und geteilt werden. Durch diese Viralität können Unternehmen letztendlich auch mehr Aufmerksamkeit für sich selbst erzeugen.

Die direkten Verlinkungen auf die Webseite ermöglichen den Kunden einen schnellen Weg zum Online-Shop. Zudem ist es möglich, durch Tracking Links genau nachzuverfolgen, wie erfolgreich eine Partnerschaft ist. Man kann dadurch Zugriffe oder Bestellungen, die durch einen bestimmten Influencer generiert werden, im Auge behalten kann.

 

Influencer-Marketing als Multi-Channel-Marketing-Strategie

Influencer-Marketing kann inzwischen zwar einen großen Teil der Marketing-Strategie eines Unternehmens ausmachen, das Marketing allein über Influencer zu betreiben ist derzeit aber oft noch Utopie. Deshalb ist es bei Influencer-Marketing-Strategien wichtig, dass sie in die allgemeine Marketing-Strategie integriert werden. Im Idealfall ist die Arbeit mit Influencern ein Teil einer weiter angelegten, auf mehrere Kanäle distribuierten Strategie, in der alle Teile ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärken..

Eine PR- oder Marketing-Strategie – ob mit oder ohne Influencer – hängt immer davon ab, was das Unternehmen für sich will: den Abverkauf steigern, das Image stärken, Fans gewinnen, mehr Engagement für die eigene Marke, … Auch die Zielgruppe der Marketing-Strategie ist dabei entscheidend. Hat man als Unternehmen aber die Eckdaten seiner Marketing-Strategie genau definiert, kann Influencer-Marketing einen wertvollen Teil zur Erreichung dieser Ziele beitragen.

Die Arbeit mit Influencern endet aber nicht mit der Definierung der Ziele – das ist erst der Anfang. Weiter geht es beispielsweise mit der Ausarbeitung einer Kommunikationsstrategie für potentielle Influencer. Und wie findet man den idealen Influencer oder die passende Plattform für ein bestimmtes Produkt? Diese und weitere Fragen, bearbeiten wir in den folgenden Teilen unserer Serie und beschäftigen uns zum Beispiel mit den Arten von Influencern, und deren verschiedenen Möglichkeiten, Unternehmen zu repräsentieren. Dranbleiben lohnt sich also.

13 APRIL 2018 //     

So funktioniert Influencer-Marketing

Längst ist Influencer-Marketing nicht mehr nur für ein paar wenige Trendsetter interessant – im Gegenteil: Die Arbeit mit Influencern gehört mittlerweile genauso zum alltäglichen PR-Repertoire wie Social Media oder klassische Produkttests. Das weckt das Interesse der Unternehmen, auch auf den Zug aufzuspringen.

Doch Vorsicht, wie bei Social Media gilt auch hier: Ein wenig durchdachtes „Lasst uns was mit Influencern machen“ ohne Ziel und Strategie ist meist nicht hilfreich. Deshalb erklären wir in unserer neuen Serie zum Thema Influencer-Marketing, wie man dabei am besten vorgeht, welche Arten von Influencern es gibt und wie die Zusammenarbeit zum Erfolg wird. Hier ist Teil 1: Wie funktioniert Influencer-Marketing?

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Warum Influencer relevant für Unternehmen sind

Influencer erobern die Marketingwelt. Sie können aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens in sozialen Netzwerken Marken und Produkte bewerben und damit ihre Follower beeinflussen. Schließlich informieren sich heutzutage viele Verbraucher bei Experten im Netz, bevor sie ein bestimmtes Produkt kaufen.

Mit diesem Einfluss können Influencer beträchtlich zum Markterfolg von Unternehmen beitragen. Eine von uns für Deutschland in Auftrag gegebene Umfrage bei Google Surveys zeigt: gerade in der Altersgruppe der 18- bis 24-jährigen haben Influencer mit 22,6 Prozent einen besonders hohen Einfluss und liegen fast gleichauf mit Print- und Online-Berichterstattung (22,8 %).

So funktioniert Influencer-Marketing

Influencer-Marketing macht heute schon einen großen Teil des digitalen Marketings aus. Zur Verbreitung von Markenbotschaften werden gezielt Personen angesprochen, die in sozialen Netzwerken eine hohe Reichweite haben. Die Marketing-Strategie ist derzeit besonders beliebt bei Social-Media-Experten und Marketern, die zum einen die Brand Awareness und zum anderen den Abverkauf steigern möchten.

Fest steht: Menschen sind empfänglicher für eine Marke, wenn sie bereits Vertrauen zum Influencer haben, der sie vorstellt oder empfiehlt. Deshalb liegt es an den Unternehmen, in sozialen Netzwerken genau die Personen zu finden, die bei ihren Zielkunden großes Ansehen genießen.

Bei gelungenen Kooperationen schafft es der Influencer, seine Fangemeinde für eine bestimmte Marke zu begeistern oder Interesse dafür zu wecken. So kann auch das Unternehmen seine Reichweite erhöhen und mehr potentielle Kunden erreichen.

Diese Influencer sind für Unternehmen besonders wertvoll

Bei Influencern unterscheidet man zwischen Nano-, Micro-, Makro-, und Mega-Influencern. Nano-Influencer sind etwa Produkt-Fans oder Markenbotschafter mit noch geringer Reichweite. Bei mehr Followern und größer werdender Reichweite spricht man von Micro-Influencern (bis zu 10.000 Follower), Macro-Influencern (bis zu einer Million Follower) und Mega-Influencern, oft mit Promistatus und mehreren Millionen Followern.

Bei Unternehmen sind derzeit besonders Micro-Influencer gefragt. Mit ihrer Follower-Base von bis zu 10.000 Followern, mit denen sie noch regelmäßig interagieren können, genießen sie den Expertenstatus und sind besonders in Special-Interest-Bereichen sehr wertvolle Multiplikatoren.

Ihre Meinung zum Thema und ihr Content gilt als authentisch und glaubwürdig, da die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass der Micro-Influencer noch eine beträchtliche Zahl seiner Follower persönlich kennt und keine gekauften Follower besitzt. Der Content kommt also einer Empfehlung unter Freunden gleich. Und das absolute Plus für Unternehmen: Engagement über Micro-Influencer ist günstig, da der Budgeteinsatz – je nach Themenbereich – vergleichsweise überschaubar ist oder sich teilweise nur auf Testprodukte oder Gewinnspiele beschränkt.

Sie möchten mehr über Influencer erfahren? Lesen Sie hier, wie viele Follower Mega- oder Micro-InfluencerWahre Größe zeigen – Von Nano- bis Mega-Influencern haben und was sie auszeichnet. Oder erfahren Sie, welche verschiedenen Influencer-Typen es gibt.

5 APRIL 2018 //     

Brainstorming und Kreativitätstechniken - Vier Tricks für mehr Ideen!

Für sich allein gute Ideen zu finden, ist oft gar nicht so leicht, dagegen hilft es, im Team Gedanken zu spinnen und mit gezielten Techniken nach Input zu suchen.

Kreativitätstechniken sind Methoden, um die Kreativität zu fördern und gezielt neue Ideen zu finden, Visionen zu entwickeln oder Probleme zu lösen. Dabei werden Probleme präzisiert, die Ideenfindung und der Ideenfluss beschleunigt, die Suchrichtung erweitert und gedankliche Blockaden aufgelöst.

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Brainstormen – Wildes Sammeln von Ideen seit 1939

So funktioniert es:
Bei dem Klassiker unter den Kreativ-Techniken ist es wichtig, die Hauptthese oder Aufgabe nicht zu breit, aber auch nicht zu eng zu fassen. Beim Brainstorming werden alle Ideen aufgegriffen und miteinander kombiniert. Die Ideensuche sollte nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen, da man sich sonst in kleinen Details verliert. Häufig reicht schon eine halbe Stunde zum Ideen sammeln.

Für die Teilnehmer am Brainstorming gilt: Ideen werden nicht kritisiert oder korrigiert und Kommentare sind nur als neue Ideen oder als neuer Dreh wirklich hilfreich. Sonst entsteht eine Atmosphäre, in der sich einzelne Team-Mitglieder nicht mehr trauen Beiträge einzubringen, aus Angst jemand könnte sie verbal zunichtemachen. Beim Sammeln sind alle Ideen erlaubt, erst im Nachhinein wird selektiert, welche auch wirklich nützlich sind.

Abwandlungen des Brainstormings sind Methoden wie das Brainwriting, Brainwalking oder das ABC-Brainstorming, bei dem zu jedem Buchstaben des Alphabets eine Idee zum Thema notiert wird.

Das ist der Sinn dahinter:
Brainstorming ist besonders geeignet für Problemlösungen auf rein sprachlicher Ebene, beziehungsweise als Einstieg in ein Thema oder um Probleme aufzubereiten. Für mehr kreative Schaffenspausen, kommen hier vier noch eher unbekannte Methoden:

Methode 6-3-5 – strukturiert in wenigen Minuten zu über 100 Ideen

So funktioniert es:
Alle Teilnehmer bekommen ein DIN A 4 Papier und schreiben die Fragestellung oben an. Dann teilen sie es in drei Spalten ein. Es gibt so viele Zeilen wie Teilnehmer (am besten funktioniert die Methode mit etwa sechs Teilnehmern). Nun bekommen alle etwa drei bis fünf Minuten Zeit und notieren in die erste Zeile eine Idee pro Spalte. Danach wird das Blatt im Uhrzeigersinn weitergegeben.

Nun orientiert man sich an den Ideen aus der ersten Zeile und greift sie auf, ergänzt sie oder entwickelt sie weiter. Die drei neu entstandenen Ideen werden in die nächste freie Zeile eingetragen. So geht das Blatt reihum, bis man wieder sein eigenes in Händen hält.

Das ist der Sinn dahinter:
Mehrere Anfangsthesen werden gezielt bearbeitet und können im Anschluss bereits genauer besprochen werden. So entsteht kein wildes Sammeln von bloßen Ideen, sondern schon tiefergehende Möglichkeiten, die direkt ausgearbeitet werden können.

Bildliche Darstellung mit Mind Mapping

So funktioniert es:
Die Fragestellung oder das Schlüsselwort wird in die Mitte eines Blattes geschrieben. Anschließend werden passende Begriffe dazu gesammelt, die wolkenartig an die Fragestellung angefügt werden. Neue Ideen können nun direkt an das Schlüsselwort angefügt werden – es können aber auch passende Ideen zu den bereits genannten hinzugefügt werden.

Das ist der Sinn dahinter:
Beim Brainstorming hat man oft nur die Fragestellung im Kopf und versteift seine Gedanken darauf. Durch Assoziationen, die wiederum einen eigenen Knotenpunkt bilden, wird in mehrere Richtungen überlegt, wodurch die einzelnen Ideenfelder stark vertieft werden. So entsteht ein verzweigtes Diagramm aus vernetzten Ideen und Aspekten, das besonders Verbindungen und Abhängigkeiten zwischen den Punkten verdeutlicht.

Perspektivenwechsel durch die Kopfstandtechnik

So funktioniert es:
Hier wird die Herausforderung ins Gegenteil verkehrt: Aus „Wie wird unser Konzept erfolgreich?“ wird also „Was müssen wir tun, um mit dem Konzept zu scheitern?“. Dabei sollte man negative Begriffe wie etwa ‚nicht‘ oder ‚kein‘ vermeiden, starke Verben benutzen, Sätze umstellen und die Ideen klar und extrem formulieren. Alle Ideen werden schriftlich auf Klebezetteln gesammelt und sichtbar aufgehängt. Am Ende werden die Einfälle wieder „umgedreht“ und passend zur eigentlichen Fragestellung formuliert.

Das ist der Sinn dahinter:
Häufig weiß man genau, was und warum es nicht funktioniert – dagegen fällt die konstruktive Ideenfindung eher mau aus. Deshalb formuliert man bei dieser Methode bewusst die ‚Kopfstand‘-Ideen, um sie danach einfach zu kippen und zielführend zu ändern.

6 Thinking Hats: Alle Aspekte im Blick

So funktioniert es:
Diese Methode eignet sich besonders für komplexe Aufgabenstellungen, zur Bewertung und Optimierung von Lösungen. Hier bekommt jeder Teilnehmer einen farbigen Hut, symbolisch funktionieren auch Tischkärtchen. Jeder Farbe sind bestimmte Eigenschaften zugeteilt.Während des Brainstormings soll der Teilnehmer also nur innerhalb dieser „Rolle“ Vorschläge bringen. 
Weiß: analytisches Denken, Konzentration auf Tatsachen, objektive Haltung
Rot: emotionales Denken und Empfinden, Konzentration auf Gefühle und Meinungen, subjektive Haltung
Schwarz: Kritisches Denken, Risikobetrachtung, Probleme, Skepsis, Kritik und Ängste beschreiben, objektive Haltung
Gelb: optimistisches Denken, Was ist das Best-Case Szenario, spekulative Haltung
Grün: kreatives, assoziatives Denken, neue Ideen, Kreativität, konstruktive Haltung
Blau: Ordnend, moderierend, Überblick über Prozesse, Big-Picture-Haltung

Der Teilnehmer mit dem blauen Hut kann auch als Moderator fungieren und darauf achten, dass jeder in seiner Rolle bleibt. Alle Ideen werden schriftlich festgehalten.

Das ist der Sinn dahinter:
Wenn man nur für einen Teil zuständig ist, kann man alles sagen, was einem dazu in den Kopf kommt und verwirft Ideen nicht sofort, aus Angst andere könnten es negativ auffassen. Denn die anderen sind wiederum nur für ihren Aspekt zuständig. Dadurch, dass bei dieser Methode jeder Aspekt mit eingebunden ist, wird verhindert, dass ein Aspekt unter den Tisch fällt. So werden nicht nur wahllos Ideen gesammelt, sondern beispielsweise auch mögliche Risiken und Auswirkungen mit eingebracht. Darüber hinaus lassen sich auch komplexe Problemstellungen in ihre Einzelaspekte aufteilen und machen die Aufgabe so greifbarer.

Egal welche Methode gewählt wird, das Wichtigste ist: machen. Kreativität und Ideenfindung können und wollen geübt werden!

9 MARCH 2018 //     

Bunte Buddha Bowls machen Lust auf Frühling

Vielseitig, lecker und mit Büffet-Gefühl – diese Schüsseln sind der ideale Büro-Allrounder

Schon seit einiger Zeit ist das hübsch angerichtete Essen aus Schüsseln ein absoluter Trend, nicht nur bei Clean-Eating-Anhängern. Denn frische und weitestgehend unverarbeitete Lebensmittel bilden die Hauptbestandteile. Gesund, lecker, abwechslungsreich und perfekt für ein gemeinsames Mittagessen im Büro!

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Schüsseln gab es doch früher auch….

Ja, aber nicht mit so unfassbar Instagram-tauglichen Leckereien. Doch dafür waren diese Gerichte eigentlich nicht gedacht. Ursprünglich kommt das Gericht aus den Schüsseln vom achtsamen Essritual, „Ōryōki“ genannt, der Mönche im Zen-Buddhismus. Die größte Schüssel bei diesem meditativen Essen heißt im Japanischen „zuhatsu“, also Buddha Bowl. Die Zen-Mönche essen bewusst nur so viel, wie ihr Körper wirklich braucht.

Glück in Schüsseln – die Auswahl der Zutaten

Für die Zusammenstellung von Buddha Bowls gibt es unzählige Variationen. Einen guten Ausgangspunkt bietet diese Grundregel: 10% gesunde Fette, 20% Kohlenhydrate, 30% Proteine, 40% Vitamine. So decken die Gerichte aus den Schüsseln den Grundbedarf an den wichtigsten Nährstoffen ab.

Vielseitigkeit und Genuss

Buddha Bowls passen sich auch ganz flexibel an jeden Ernährungsstil an. Denn egal, ob vegetarisch, vegan, bitte keine Zwiebeln oder Pilze, durch das Baukastenprinzip wird hier jeder glücklich. Außerdem macht der Büffet-Charakter beim eigenhändigen zusammenstellen der Schüssel einfach Spaß. Hier ein paar Anregungen für mögliche Zutaten:

  • Kohlenhydrate: Reis, Quinoa, Bulgur, Nudeln, (Süß-)Kartoffeln…
  • Proteine: Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Tofu, Sojaschnetzel, Hülsenfrüchte…
  • Vitamine: Gemüse und Obst in allen Formen und vor allem Farben
  • Gesunde Fette: Avocado, Nüsse, Nussmuss


Bürotauglichkeit mit Spaßfaktor

Zugegeben, für eine Person ist der Aufwand für Buddha Bowls zum Mittagessen relativ hoch. Man benötigt oder möchte viele verschiedene Zutaten und steht am Ende mit einem Berg an Essen da. Deshalb gilt bei den Schüsseln: Geteilte Freude ist doppelte Freude und auch nur halb so viel Arbeit. Während sich der Bulgur fast von alleine kocht, wird gemeinsam schnell das Gemüse und der Feta klein geschnitten sowie ein Dressing angerührt. Bei der Gestaltung der eigenen Schüsselkreation ist dem Farbkonzept oder Hunger, dann keine Grenze mehr gesetzt.

Tipp: Wer faule Kollegen hat, die nur schwer zum Kochen zu bewegen sind: Buddha Bowls eignen sich auch bestens zur Resteverwertung. Vielleicht bekommen die Kollegen ja dann doch noch Lust auf die bunte Mischung.

19 JANUARY 2018 //     

7 inspirierende Ideen für mehr Kreativität

Wir alle wissen, dass gute Ideen manchmal auf sich warten lassen. Aber wir wissen auch, dass Kreativität keine alchemistische Magie, sondern einfach eine Sache der Übung und Einstellung ist. Und meistens helfen Aktivitäten mehr als Grübelei. Für alle, die ein paar Ideen für mehr Kreativität gut brauchen können, hier unsere Vorschläge:

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1. Etwas Neues ausprobieren



Die meiste Zeit unseres Alltags ist von Routinen bestimmt, um Entscheidungen zu minimieren und effizienter sein zu können. Aber hin und wieder lohnt es sich, aus dieser Routine auszubrechen. Jede neue Erfahrung abseits gewohnter Muster belebt unseren Geist und öffnet die Augen für die kleinen Ungewöhnlichkeiten des Alltags.

Aber wie kann man etwas „Neues“ ausprobieren? Ich habe mir im letzten Jahr für jeden Monat eine Challenge vorgenommen. Aber auch die App Shuffle my Life ist eine tolle Möglichkeit, denn sie schlägt einem viele verschiedene Dinge vor, die man einfach mal ausprobieren kann – von „Schreibe ein Haiku“ bis „Plane eine Reise“.

2. Etwas Neues lernen



Es müssen ja nicht gleich die oft von Warren Buffett, Bill Gates oder Oprah Winfrey geforderten fünf Stunden pro Woche sein. Aber neuer Input wirkt manchmal Wunder für den eigenen Output. Ich persönlich bin ein großer Fan von Curiosity, einer Website und App, die jeden Tag eine kleine, gut recherchierte Auswahl an interessanten Artikeln zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Berichten über ferne Länder oder Tipps für die persönliche Weiterentwicklung bringt.

3. Den Horizont erweitern

Apropos Facebook: Hin und wieder sollten wir aus unserer Filterblase entkommen und uns mit Dingen konfrontieren, die wir normalerweise nicht auf dem Schirm haben: Eine Zeitung von vorne bis hinten lesen, im gut sortierten Kiosk blind fünf Zeitschriften auswählen und darin stöbern oder ganz einfach die Filterblase im Facebook-Feed per App zum Platzen bringen.

4. Mal die Hände arbeiten lassen

In der PR-Branche ist die größte körperliche Anstrengung wohl das schwindelerregend schnelle Hämmern auf die Tastatur. Um die Kreativ-Batterien aufzutanken kann deshalb ein Hobby, das nicht vor einem Bildschirm stattfindet, wahre Wunder bewirken.

Ich habe zum Beispiel letztes Jahr einfach aus Spaß einen Töpferkurs belegt. Aber man kann auch so klein und einfach anfangen und Muffins für das Büro backen. Da freuen sich auch die Kollegen.

5. Die gute Seite von YouTube

Wir stoppen mal kurz die Katzenvideos und schalten um auf eine ganze Reihe an Kanälen, die inspirierende und motivierende Inhalte hochladen.

Natürlich steht TED hier ganz oben auf der Liste, aber es kann auch ganz einfach ein BookTube-Kanal sein, der einem Ideen für neue Lektüre liefert. Meine persönliche Favoritin: Marie Forleo. Sie ist ein bisschen verrückt, aber wie sie selbst sagt: „If people call you crazy pants, you’re probably wearing the right pants.“

6. Raus an die frische Luft gehen

Wenn man feststeckt, ist die beste Lösung meistens, aufstehen und eine Runde zu laufen – zum Beispiel im Anschluss an die Mittagspause. Eine andere Möglichkeit ist auch, die Frischluft-Kur an den Anfang des Tages zu legen. Zum Beispiel, indem man den letzten Teil des Arbeitsweges zu Fuß zurücklegt. Ich gehe mittlerweile sehr regelmäßig die letzten beiden U-Bahn-Stationen zur Arbeit zu Fuß und fühle mich dann zum Arbeitsstart beschwingt und motiviert.

7. Eine Pause machen

Hilft alles nichts? Dann braucht der Kopf einfach eine Pause. Zeit für einen Snack oder ein kleines Nickerchen, eine Zeitschrift oder Kaffeepause mit einer Kollegin. Oder man ist vorbildlich und räumt seinen Schreibtisch auf, gießt Pflanzen oder sortiert sein Postfach.

In der Tat kann uns Prokrastination manchmal helfen, wirklich gute Ideen zu finden. Dazu gibt es sogar einen TED-Talk. Wenn man erst einmal Zeit vertrödelt, ist das ja Zeit, in der man älter wird – und bestimmt auch weiser.

Im Ausprobieren liegt die Magie

Muss man wirklich alles von dieser Liste machen? Nein! Aber man darf alles ausprobieren und sich dann aussuchen, was am besten funktioniert. Und genau hier liegt des Pudels Kern: Es geht um Neugierde und wie wir sie uns im Arbeitsalltag erhalten. Ich habe festgestellt, dass Töpfern zwar durchaus Spaß macht, aber nicht das Hobby ist, das ich wirklich verfolgen will. Jetzt mache ich etwas anderes.

Es geht nur darum, mal etwas auszuprobieren und die Augen offen für neue Möglichkeiten zu halten. Und mit dieser Haltung kommen auch die guten Ideen für den Job.

11 JANUARY 2018 //     

Arbeitsplatz mit Wohlfühlfaktor - Mit simplen Tricks ein produktives Arbeitsumfeld schaffen

Wir verbringen viele Stunden am Tag im Büro, deshalb ist es auch so wichtig, dass wir uns in der Arbeit wohlfühlen. Dazu trägt nicht nur ein harmonisches Miteinander unter den Kollegen, Wertschätzung vom Vorgesetzen sowie erfüllende Aufgaben und spannende Tätigkeiten bei, sondern auch die Gestaltung des Arbeitsplatzes. Wie ein Arbeitsplatz gestaltet ist, hat enormen Einfluss auf die Motivation, das Wohlbefinden und die Produktivität. Wer geht schon gerne zur Arbeit, wenn ihn dort eine demotivierende Tristesse erwartet?

Mit simplen Tipps und Tricks ist es möglich, ein produktives und behagliches Arbeitsumfeld zu schaffen und so die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu steigern. Wir haben einige Anregungen zusammengetragen:

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1. Ergonomische Ausstattung

Der typische Bürojob: Bildschirmarbeit, viel Sitzen, wenig Bewegung. Dementsprechend unerlässlich ist eine gute Ergonomie am Arbeitsplatz, um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dazu zählen beispielsweise höhenverstellbare Arbeitstische. Klar, die Anschaffung ist kostenintensiv und nicht jeder Mitarbeiter möchte so ein Modell. Eine Möglichkeit wäre, einen Stehschreibtisch zur allgemeinen Verfügung zu stellen. Um Verspannungen vorzubeugen, bedarf es eines individuell anpassbaren Bürostuhls. Ein ergonomisches Sitzkissen kann schon helfen, den Rücken zu entlasten. Der Bildschirm sollte so aufgestellt sein, dass es keine Reflexionen gibt und genügend Abstand zu den Augen besteht.

Auf karrierebibel.de gibt es eine ausführliche Checkliste, wie Sie den Arbeitsplatz optimal gestalten können. Denn: Gesunde Mitarbeiter leisten mehr!

2. Es werde Licht

Daneben ist der Faktor Licht nicht zu vernachlässigen. Mit Tageslicht durchflutete Räumen liefern Vitamin D und durch den Blick nach draußen ist man nicht so abgeschottet von der Außenwelt. Künstliches Licht sollte so eingesetzt werden, dass es keine störenden Reflexionen oder Spiegelungen gibt.


3. Ordnung ist das halbe Leben

Nur das Genie beherrscht das Chaos? Bei uns hat sich eher das Credo „Ordnung ist das halbe Leben“ bewährt. Ein sauberer und ordentlicher Schreibtisch weitestgehend frei von Papier und unnötigem Zeug senkt das Stresslevel und beeinflusst die Arbeitsweise positiv. Da: Geringerer „optischer“ Stress und weniger Ablenkung. Organisieren Sie Ihren Schreibtisch, indem die wichtigsten Utensilien wie Telefon, Stifte und Block einen festen Platz haben und führen Sie ein Ablagesystem mit Briefkörben oder Ordnungsmappen ein.

4. Büro-Dschungel

Ob Ficus, Yucca-Palme oder Kaktus – Pflanzen in Büroräumen können Wunder bewirken. Sie sind nicht nur ein schönes Accessoire, sondern fördern auch die Kreativität, das Wohlbefinden und die Stimmung der Belegschaft. Die grünen Freunde reinigen die Luft und manche von ihnen fördern sogar die Gesundheit. Der Schwertfarn beispielsweise baut Schadstoffe ab, erhöht die Luftfeuchtigkeit und mindert Staub, die Friedenslilie soll sogar Stress lindern und die Birkenfeige kann als Lärmschutz verwendet werden.

5. Jetzt wird´s bunt

Neben Bepflanzung peppen Farben Büroräume auf. Wer nicht die Möglichkeit hat, den Wänden einen neuen Anstrich zu verpassen, dem empfiehlt sich, Farbakzente in Form von Bildern, Möbeln oder Dekoartikeln zu setzen. Farben haben nämlich eine Wirkung auf den Gemütszustand: Blau wirkt entspannend, Rot belebt, Gelb fördert die Stimmung und Grün die Gelassenheit.

6. Auslauf für die Mitarbeiter

Der eigene Arbeitsplatz mag noch so schön sein, stundenlang an diesem verharren mag aber niemand. Pausen und „auch mal Abstand“ vom Computer sind das A und O, um über den Tag hinweg Leistung zu bringen. Umso wichtiger ist eine Auslaufzone für die Mitarbeiter: Eine Küche, in der man gemeinsam Kochen und Mittag essen kann, eine Sofaecke für den kurzen(!) Kaffeeplausch (übrigens: guter Kaffee macht nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Besucher happy) oder auch nur zwei Quadratmeter, auf denen man ein paar Stretching-Übungen oder Pirouetten zwischendurch machen kann.

7. Bitte nicht stören

PR-ler lieben es zwar zu kommunizieren, aber in manchen Situationen brauchen auch wir vollkommene Ruhe, beispielsweise zum Schreiben von Texten, Telefonieren oder für Besprechungen. Da hilft es schon, wenn man die eigene Bürotür auch mal schließen kann. Optimal wäre es, wenn das Büro über einen weiteren Raum verfügt, in den man sich zum ungestörten Arbeiten zurückziehen kann. Wie wäre es mit einer „Bitte nicht stören“-Stunde, in der der Mitarbeiter mal nicht erreichbar ist, um ohne Unterbrechungen ein Projekt zu Ende zu bringen?

Wir haben das Glück, dass wir mit unseren Wünschen was die Büro- und Arbeitsplatzgestaltung angeht auf offene Ohren bei der Agenturleitung stoßen. Denn sie weiß schon längst: Glückliche Arbeitnehmer sind motivierter und leistungsfähiger!

9 NOVEMBER 2017 //     

Umfragen und Studien für Kommunikationszwecke - Worauf man bei der Durchführung achten sollte

Umfrageergebnisse und Studien sind in der PR ein beliebtes Vehikel, um die Relevanz eines Produkts, einer Lösung oder eines ganzen Unternehmens zu belegen oder zu unterstreichen. Seriöse Studien und repräsentative Umfragen sind hoch relevant und bringen den Medien und Ihren Lesern nicht nur einen wirklichen Mehrwert, sondern auch Orientierung und somit einen positiven Effekt auf das ausführende Unternehmen.WEITERLESEN

Verwirrung um Gut oder Böse – Hot oder Flop

Wie aber findet man sich als Angesprochener zurecht, wenn die eine Studie belegt, dass Butter gesund ist und die nächste dieser Aussage vehement widerspricht? Oder in einer Studie Whatsapp als das beliebteste Social Media Tool identifiziert wird, in der nächsten Facebook? In der Öffentlichkeit entsteht so schnell der Eindruck, frei nach Shakespeares „Wie es Euch gefällt“, dass man heutzutage alles mit einer schnellen Umfrage belegen kann.

Und dabei muss man nicht einmal die Umfrage fälschen, wie der weit verbreitete Spruch „Glaube keiner Umfrage, die Du nicht selbst gefälscht hast“ einem weismachen will. Es scheint, als müsse man nur das richtige Umfrageunternehmen beauftragen, und schon hat man das Ergebnis, das man benötigt.

Was kann man also PR-seitig unternehmen, um einer Umfrage auch die gewünschte Relevanz und Glaubwürdigkeit zukommen zu lassen?

5 Schritte zu einer guten Umfrage

1. Seriosität des Umfrageinstituts

Wählen Sie ein Umfrageinstitut, das für seine Seriosität bekannt ist.

2. Zeitplan

Legen Sie einen realistischen Zeitplan für den gesamten Ablauf – von der Frageerstellung über die Feldphase bis hin zur Auswertung und Analyse der Ergebnisse – fest.

3. Wasserdichte Fragestellungen

Stellen Sie sicher, dass die Fragestellungen der Umfrage auch einer kritischen Hinterfragung standhalten und keine Suggestivfragen oder steuernden Frageabfolgen beinhalten. Auch hier zeigt sich ganz klar der Vorteil guter Umfrageinstitute, die gegebenenfalls noch einmal die Fragen anpassen.

4. Internationalität

Bei internationalen Umfragen unbedingt darauf achten, dass die Anzahl der Befragten in Ihrer Region auch das Kriterium der Repräsentativität erfüllen. Die Anzahl der Befragten kann je nach Zielgruppe stark variieren. Werden zum Beispiel CIOs aus Telekommunikations-Unternehmen befragt, ist eine Handvoll Zielpersonen in Deutschland durchaus schon repräsentativ, wohingegen die Anzahl bei Nutzern von Mobiltelefonen deutlich höher sein muss, um Repräsentativität zu gewährleisten.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass das Umfrageinstitut gewährleisten kann, die selbe Methodik über alle gewünschten Länder hinweg einzuhalten, um Vergleichbarkeit zu garantieren.

5. Kritische Hinterfragung

Das durch das Umfrageinstitut präsentierte Ergebnis kritisch hinterfragen und auf Herz und Nieren prüfen und die Ergebnisse des Reports mit den Rohdaten aus der Umfrage stichpunktartig vergleichen. Dies ist vor allem bei den Kernaussagen wichtig.

Nun liegt es an Ihnen, die Ergebnisse so zusammenzufassen und aufzubereiten, dass sie einen interessanten Mehrwert für die Journalisten und Ihre Leserschaft bieten und auch in das Gesamtkonzept Ihrer Kampagne passen.

 

2 NOVEMBER 2017 //     

Jeden Monat eine neue Challenge - und was ich daraus gelernt habe

Anfang des Jahres habe ich beschlossen, mir jeden Monat eine bestimmte Challenge vorzunehmen und so zwölf Mal etwas Neues und vielleicht auch etwas Verrücktes zu tun. Inspiriert war mein Vorhaben von einem Vortrag zweier Weltreisender, die sich selbst herausgefordert hatten, ihr Leben nicht zu bequem werden zu lassen. Hier sind also meine bisher absolvierten Anti-Comfort-Zonen-Challenges inklusive persönlicher Empfehlung:

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1. Januar: Jede Woche ein neues Rezept ausprobieren

Dass neue Vorsätze für das Jahr auch Spaß machen können, zeigt mein erster Versuch: Jede Woche ein Gericht kochen, das ich zuvor noch nie probiert hatte. Ich hatte Lust auf Neues und vor allem auf mehr Abwechslung auf meinem Teller.

Tatsächlich war es ganz leicht, diese Challenge zu meistern und ich habe meine kulinarische Entdeckerlust bis heute weitergeführt. So habe ich nicht nur alle möglichen Gerichte selber gekocht, sondern auch eine ganze Reihe neuer Lebensmittel entdeckt.

Fazit: Lohnt sich auf jeden Fall!

2. Februar: Kein Facebook in der S-Bahn

Ich hatte gemerkt, dass ich meine Pendelzeit viel zu oft damit verbracht habe, meinen Facebook-Feed zu durchscrollen. Also habe ich mir vorgenommen, die App während meiner S-Bahnfahrt nicht mehr zu öffnen und – wie früher – ein Buch zu lesen.

Immer wenn ich diese Challenge erwähnt habe, habe ich ungläubige Blicke von Kollegen und Freunden geerntet. Ich kann gleich versprechen, dass es gar nicht so schlimm ist. Man muss nur den Automatismus in den Griff bekommen, in der Bahn als erstes nach dem Smartphone zu greifen. Danach ist es gar nicht mehr so schwer.

Fazit: Sehr interessantes Experiment, das einem zeigen kann, wie wenig man diese Apps eigentlich braucht.

3. März: Zero-Waste Einkaufen

Ich wollte ein umweltbewusster Plastik-Verachter werden und zumindest einen Monat keinen Müll produzieren. Es hat leider nicht geklappt. Ich habe mir eine Nähmaschine gekauft und schon hatte ich einen Berg von Plastik und Styropor mit dabei. Auch sonst bin ich nicht ganz plastikfrei geblieben – aber immerhin war ich einmal in einem Laden ohne Verpackung und kaufe seither zumindest meine Zahnbürste und Zahnpaste plastikfrei.

Fazit: Ziemlich schwer, lohnt sich aber in kleinen Schritten.

4. April: Teil des Arbeitswegs zu Fuß laufen

Für April hatte ich mir vorgenommen, die letzten beiden U-Bahn-Stationen meines Arbeitsweges zu laufen. Was ist besser als frische Luft am Morgen? Auch das ist mir nicht immer gelungen, zum Beispiel weil ich nicht immer früh genug dran war – oder ich nicht die richtigen Schuhe anhatte – oder es geregnet hat…

Ich habe die Challenge in einem anderen Monat wiederholt und habe da schon besser abgeschnitten. Immerhin zeigt die Regelmäßigkeitskurve nach oben.

Fazit: Kann ich nur weiterempfehlen, auch wenn ich mittlerweile eine bessere Lösung für mich gefunden habe: morgens früher aufstehen und einen richtigen Spaziergang im nahegelegenen Wald machen – mit extra Spaziergehschuhen.

5. / 6. / 7. / 8. Kein Zucker, meditieren, jeden Tag andere Schuhe, …

Weiter geht’s im Schnelldurchlauf: Im Mai habe ich keine neue Kleidung gekauft (ein großer Sieg für eine Fashionista wie mich); im Juni hatte ich jeden Tag ein anderes Paar Schuhe an. Das kann ich nur empfehlen: Man könnte zum Beispiel ein Paar, von dem man dachte, dass es viel zu unbequem ist, anziehen und herausfinden, dass es eigentlich nur moderat unbequem ist und es dann viel öfter anziehen.

Im Juli bin ich alleine verreist. Im August habe ich keinen Zucker gegessen (also bis auf einmal, meine Mutter hat Kuchen gebacken). Im September habe ich jeden Morgen meditiert – oder auch nicht. Die letzte Woche habe ich nicht mehr geschafft.

There’s an app for that

Im Oktober hatte ich nicht mehr so recht viele Ideen, was ich noch alles ausprobieren könnte. Also habe ich mir eine App namens „Shuffle my Life“ zugelegt, die einem interessante neue Dinge vorschlägt, die man ausprobieren könnte.

Das ist sozusagen Stufe II der Ausprobier-Challenges, da man mit Dingen konfrontiert wird, die einem niemals selbst eingefallen wären (z.B.: Hör dir Country-Musik an). Also habe ich: fünf Liegestützen gemacht oder versucht, ein Lied zu pfeifen. Und dann habe ich einen Berg bestiegen.

Fazit: Country-Musik und Liegestützen waren nicht so spannend aber die Bergbesteigung kann ich nur jedem empfehlen. Man bekommt einen freien Kopf und einen ungeahnten Energieschub.

10 Monate Challenges – würde ich es nochmal tun?

Ja, ich würde es nochmal tun. Ein Monat ist ein überschaubarer Zeitraum, den man gut nutzen kann, um eine neue Angewohnheit auszuprobieren oder eine größere Unternehmung zu planen. Auch wenn ich nicht jede Challenge geschafft habe, konnte ich von jeder etwas mitnehmen. Und auch wenn nicht geplant war, die Challenges länger als ein Monat weiterzuführen, habe ich es in vielen Fällen automatisch getan, vielleicht sogar erst Monate später: Zum Beispiel habe ich im Februar gelernt, dass ich Facebook nicht unbedingt brauche. Heute, etwa sieben Monate später, nutze ich es kaum noch, ohne es mir aktiv abgewöhnt zu haben.

Die größten Auswirkungen auf mein Leben hatten die Challenges, die sich ums Essen gedreht haben: Ich koche immer noch viel abwechslungsreicher und weitgehend zuckerfrei. Am schwierigsten war die Zero-Waste-Challenge.

Wer also einfach mal Lust auf etwas Neues hat, dem würde ich ein Jahr mit einer Challenge pro Monat empfehlen. Man lernt sich selbst ganz neu kennen und man ist erstaunt darüber, worauf man eigentlich ganz leicht verzichten kann. Und man findet immer wieder kreative Lösungen und Ideen für neue Herausforderungen.

20 OCTOBER 2017 //     

Gut essen trotz Job: Süßkartoffel-Pommes mit Zucchini-Schnitzel und Dips

Kochen für die Kollegen hebt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern entspannt auch den Kampf um die Herdplatten und garantiert so eine stressfreie Mittagspause – vorausgesetzt, man hat das richtige Rezept. In einem weiteren Teil von „Gut essen trotz Job“ haben wir uns diesmal an „Süßkartoffel-Pommes mit Zucchini-Schnitzel und Dips“ gewagt. Gesund und vegetarisch ist dieses Gericht noch dazu, sodass wirklich jeder mitessen kann, der möchte.WEITERLESEN

Ohne große Vorbereitung schnell auf den Teller

Das Rezept kommt zum Glück ohne große Vorbereitungen aus, sodass das Essen in maximal 30 Minuten auf dem Teller ist. Wer Zeit sparen will, kann zuhause schon mal die Süßkartoffeln und Zucchini vorschneiden. Wir haben erst im Büro das Gemüse vorbereitet, aber wenn alle mit anpacken ist auch die Schnippelarbeit schnell erledigt.

Für 7 Personen wird benötigt:

  • 4 große Süßkartoffeln
  • 5 Zucchini
  • Gehobelter Parmesan
  • Mehl
  • Eier
  • Semmelbrösel
  • Sonnenblumenöl Olivenöl
  • Salz
Für die Dips
  • 2 Avocados
  • Zitronensaft
  • 250 g Quark
  • 250 g Joghurt
  • Kräuter nach Belieben
  • Salz & Pfeffer

 

Die Süßkartoffelpommes

Bevor es ans Schneiden geht, muss der Backofen bei 200 Grad Umluft vorgeheizt werden. Dann werden die Süßkartoffeln geschält und in Pommes-ähnliche Stifte geschnitten. Die Stifte sollten nicht zu dünn (verbrennen sonst schnell), aber auch nicht zu dick (brauchen lange, bis sie durch sind) werden – am besten eben wie Pommes, ca. 1 cm dick.

Die Süßkartoffel-Sticks auf ein in Backpapier ausgekleidetes Backblech legen und mit Olivenöl, Salz und geriebenem Parmesan überziehen. Darauf achten, dass die Pommes nicht übereinander liegen, sondern ordentlich in Reih und Glied, damit alle die gleiche Bräune abbekommen und gleichzeitig gar werden.

Werden die im Backofen auch schön knusprig? Hier kommt der Geheimtipp von Kollege Stefan ins Spiel: Eine knusprige Kruste erreicht man anscheinend, wenn man über die Fritten noch Parmesan streut. Bei uns hat es leider nicht so ganz funktioniert, aber ein Versuch kann ja nicht schaden.

Um der hungrigen Meute gerecht zu werden, empfiehlt es sich, ein zweites Backblech oder Gitter mit Süßkartoffel-Sticks zu belegen, damit am Ende alle gleichzeitig essen können. Die Sticks ca. 20 Minuten backen lassen, bis sie durch und knusprig sind.

Die Zucchini-Schnitzel

Während die Pommes schwitzen, werden die Zucchini zuerst halbiert und dann der Länge nach in Scheiben geschnitten. Die Panierung erfolgt wie beim „normalen“ Schnitzel in drei Schritten auf drei Tellern: dazu bereitet man einen Teller mit etwas Mehl, einen mit 2 verquirlten Eiern (+Salz & Pfeffer) und einen dritten mit Semmelbröseln vor.

Dann zuerst die Zucchini-Scheiben in Mehl wenden, anschließend die Scheiben in Ei „baden“ und abschließend in Semmelbröseln wenden.

Nun geht es ans Brutzeln. Dazu empfiehlt sich eine Küche mit geöffnetem Fenster und Wechselklamotten, sollte man noch einen Kundentermin am Nachmittag haben! Fett schmeckt nämlich, stinkt aber auch ein bisschen.

Um Zeit zu sparen, haben wir 2 Pfannen gleichzeitig verwendet und in beide einen großzügigen Spritzer Sonnenblumenöl hineingegeben. Sobald das Öl heiß ist, die Zucchini-Schnitzel darin braten und wenden, bis beide Seiten schön goldbraun sind. Die fertig gebratenen Scheiben auf einem Küchenpapier abtrocknen lassen und eventuell mit Alufolie abdecken, bis alle Zucchini-Schnitzel fertig sind.

Die Dips

Die beiden Dips, für die wir uns entschieden haben, sind dann schnell gemacht. Für den Kräuterquark einfach den Quark mit Joghurt, Salz, Pfeffer und verschiedenen, kleingehackten Kräutern vermischen. Wir haben Petersilie, Schnittlauch, Rosmarin und Salbei verwendet. Mit frischen Kräutern schmeckt es natürlich am besten, zur Not gehen aber tiefgefrorene oder getrocknete Kräuter. Für noch etwas Frische im Dip sorgt ein Schuss Zitronensaft.

Für den Avocado-Dip zwei reife Avocados mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft vermengen – fertig.

In der Zwischenzeit sollten auch die Süßkartoffel-Pommes durch sein. Wer sie etwas knuspriger haben möchte, kann die Sticks noch einmal 5 Minuten auf Grill-Stufe im Ofen lassen.

Guten Hunger!

15 FEBRUARY 2017 //     

Gut essen im Büro: Hähnchen auf Gemüse à la Jamie Oliver

Was eignet sich besser fürs schnelle Mittagessen im Büro als Essen, das nur ganz wenig Vorbereitung und Aufmerksamkeit braucht? Für Teil 2 unserer Blogserie „Gut Essen trotz Job“ haben wir uns bei Jamie Oliver die nötige Inspiration geholt. Das Rezept ist ganz einfach und lässt sich variabel für eine bis unendlich viele Personen kochen – na gut, unendlich ist vielleicht etwas übertrieben aber zumindest für so viele Personen, wie der Backofen es zulässt. Was wir daran besonders toll finden: Das Hähnchen auf gegrilltem Gemüse kann entweder am Vorabend zuhause vorbereitet werden oder – dank der kurzen Vorbereitungszeit von nur etwa zehn Minuten – auch ganz bequem im Büro.

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Winner, Winner, Chicken… Lunch!

Die Zutatenliste für das Hähnchen auf gegrilltem Gemüse setzt sich für eine Person zusammen wie folgt:

  • Je nach Hunger etwa 1-2 Hähnchenschenkel
  • 2 große Tomaten
  • 1 rote Zwiebel
  • ½ rote Paprika
  • ½ gelbe Paprika
  • 2 Knoblauchzehen
  • Thymian (frisch oder gerebelt & getrocknet)
  • Etwas Paprika edelsüß
  • Olivenöl
  • Balsamicoessig



Die Zubereitung

Die Vorbereitung kann wie gesagt am Vorabend erfolgen oder am selbigen Tag im Büro. Allerdings ist es wichtig, die Garzeit von etwa einer Stunde miteinzuberechnen. Am besten beginnt man also frühzeitig damit, um dann nicht von einem plötzlich aufkommenden Hungergefühl überrascht zu werden.

Zunächst muss der Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizt werden. Das heißt natürlich nur, wenn das Hähnchen direkt im Büro vorbereitet wird und nicht bereits am Abend zuvor.

Die Tomaten vierteln, die Zwiebel in grobe Stücke schneiden und die Paprika entkernen und ebenfalls in grobe Stücke schneiden. Der Knoblauch wird ganz à la Jamie Oliver nicht etwa fein gewürfelt sondern inklusive Schale mit der flachen Seite des Messers plattgedrückt. Alles entweder auf ein Backblech oder in eine tiefe Backform geben und oben drauf die Hähnchenschenkel verteilen. Dann das Ganze mit Salz, Pfeffer, Thymian und einem Teelöffel edelsüßer Paprika würzen und mit dem klassischen Jamie-Oliver-Schwung aus dem Handgelenk großzügig Olivenöl und Balsamicoessig verteilen (jeweils etwa einen Esslöffel). Alles schön vermischen und dann darauf achten, dass die Hähnchenschenkel oben liegen und nicht vom Gemüse verdeckt werden.

Ab in den Ofen und abwarten!

Das war’s dann auch schon mit der Vorbereitung und ab in den Backofen damit (oder auch nicht, je nach Ort der Vorbereitung. Sie wissen schon…). Besonders effizient: Während das Hähnchen und sein Gemüse etwa eine Stunde vor sich hingaren dürfen, kann die Zeit für weitere Tätigkeiten am Arbeitsplatz genutzt werden.

Freut euch auf weitere wertvolle Kochtipps aus unserer neuen Blogserie „Gut essen im Büro“!

25 APRIL 2016 //     

So funkt es bei Markenpartnerschaften

Markenpartnerschaften sind kein neues Konzept, aber mit dem immer größeren Einfluss von Social Media kann aus einem cleveren Deal heutzutage noch viel mehr herausgeholt werden als je zuvor. So bieten Marken mit eigenen Communities Möglichkeiten, die sich für Ihre Medienkampagne als Goldgrube erweisen könnten.WEITERLESEN

Jeder Marketingprofi kennt die Vorteile, die aus Brand Partnerships entstehen: Mehr Glaubwürdigkeit, höhere Gewinne aus Marketing-Investitionen und eine stärkere Positionierung der eigenen Marke sind nur einige davon. Die wichtigste Frage ist jedoch: Wie macht man aus einer Markenpartnerschaft ein gut laufendes Win-win-Arrangement? Diese drei Punkte sind dafür essentiell:

1. Finden Sie den perfekten Partner

Wenn Sie entscheiden, mit wem Sie eine Partnerschaft eingehen möchten und was sie anbieten wollen, gibt es zwei Dinge zu bedenken:

Erstens: Verstehen Sie die Wünsche Ihrer Kunden und schneidern Sie Ihr Angebot auf sie zu. Ändern Sie aber nicht Ihre bereits eingeschlagene Strategie. Suchen Sie vielmehr einen Partner, der mit Ihnen zusammen Zielgruppen mit den gleichen Interessen und Kaufgewohnheiten ansprechen kann. Bilden Sie eine Verknüpfung der beiden Markenstrategien. Ein Beispiel könnte etwa die Markenpartnerschaft zwischen einem Luxus-Kofferset und einem Hersteller hochwertiger Automobile sein.

Zweitens: Bleiben Sie bei der Partnerwahl authentisch. Sie möchten durch das Angebot Ihren Mehrwert steigern. Deshalb sollte Ihr Markenpartner ähnliche Ziele, Werte und eine vergleichbare Botschaft haben wie Sie. Wenn Sie eine Partnerschaft mit der falschen Firma eingehen, wird sie – im besten Fall – keine Zugkraft entwickeln und floppen. Im schlimmsten Fall könnte sie dem Ruf Ihrer Firma langfristig schaden.

Nehmen Sie sich also die Zeit und sprechen Sie ausführlich mit dem zukünftigen Partner Ihrer Wahl. Finden Sie bei diesem Schritt schon heraus, ob Sie auf der gleichen Wellenlänge liegen. So erleben Sie später keine bösen Überraschungen.

2. Bringen Sie den Deal in trockene Tücher

Sie haben einen potentiellen Partner gefunden und Sie sind sich einig? Dann ist es an der Zeit, den Deal in trockene Tücher zu bringen. In jeder Partnerschaft – vor allem wenn es keine rein wirtschaftliche Kooperation ist – gibt es den Eiertanz bei den Verhandlungen. Hier müssen Sie all Ihr Verhandlungsgeschick beweisen, um dafür zu sorgen, dass der Deal zu Ihrem Vorteil ausfällt und die Kooperation so läuft, wie Sie sich das vorgestellt haben.
Während der Verhandlungen müssen Sie Ihren potentiellen Partner davon überzeugen, wie er von dem Deal profitieren kann. Kann er eine neue Zielgruppe erreichen? Können Sie ihm Zugang zu wertvollen Daten verschaffen? Passen Sie Ihren Pitch so an, dass es darin um die Ziele Ihres Partners und nicht um Ihre eigenen geht.

3. Lassen Sie die Liebe nicht rosten

Wenn Sie die Bedingungen Ihrer Markenkooperation formulieren, sollten Sie klar definierte und messbare Ergebnisse für beide Partner festlegen, um sicher zu gehen, dass jede Seite weiß, was sie bekommt und was sie erwarten kann.

In der Geschäftswelt den richtigen Partner zu finden, ist gar nicht so weit von der Partnersuche im Privatleben entfernt. Achten Sie auf ähnliche Interessen und gleiche Ziele – und vergessen Sie nie, welche Vorteile es hat, zusammen durchs Leben zu gehen.

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