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Willkommen auf unserem Blog! Hier berichten wir über Kommunikation, Kreativität, multimediale Inhalte, digitale Strategien und unsere Arbeit bei Allison + Partners.

23 JUNE 2020 //     

Vier Maßnahmen, um Gleichheit zu schaffen und Rassismus zu bekämpfen

"Rassismus ist eine Realität, mit der so viele von uns aufwachsen und mit der wir lernen, einfach nur umzugehen. Aber wenn wir Rassismus überwinden wollen, liegt es an uns allen, die ehrliche und unangenehme Arbeit zu leisten, ihn von Grund auf zu bekämpfen." - Michelle Obama

Angesichts der Vorfälle rassistischer Gewalt und der Proteste in den USA, die in diesem Jahr ihren Siedepunkt erreichten, liegt es an uns allen, Stellung zu beziehen. Nur so können wir einen echten und grundlegenden Wandel in unserer Gesellschaft fördern und diesen wiederkehrenden und destruktiven Kreislauf durchbrechen. Zu oft haben wir dieses Muster schon erlebt: Es kommt zu einem Verbrechen gegen einen Schwarzen, das Video erreicht die Öffentlichkeit. Die Folge sind Empörung und Mitleidsbekundungen der Allgemeinheit sowie Ankündigungen von Unternehmen, Unterstützung zu leisten. Doch dann rückt das Thema in den Hintergrund. Aber dieses Mal ist es anders gekommen.

Der Lynchmord an George Floyd löste einen Sturm der Wut und Frustration über das jahrzehntelange Versagen aus, Polizeipraktiken in den USA und das US-Strafrechtssystem im Allgemeinen zu reformieren. Im Land wandelten sich die Schreie der Empörung und die Forderungen nach Gerechtigkeit hin zu einem Handlungsappell – Polizeibehörden sollen für ihre Rolle bei der Terrorisierung Schwarzer Viertel zur Rechenschaft gezogen werden und der Kriminalisierung der Schwarzen Bevölkerung  ein Ende gesetzt werden.

Während die Sorge bleibt, dass diese Forderungen weiterhin ungehört bleiben, hat sich die bisherige Hoffnungslosigkeit nun zu etwas Mächtigerem gewandelt – Entschlossenheit. Für Menschen und Marken bedeutet Schweigen Mitschuld an den rassistischen Taten und der systemischen Unterdrückung der Schwarzen Gemeinschaft. Die Vielfalt der Demonstranten zeigt auch, dass es nicht nur Schwarze sind, die diesen Wandel wollen und fordern.

Um diese gesellschaftliche Veränderung voranzutreiben, müssen wir uns weiterbilden und konkrete Schritte unternehmen, um das Problem bewältigen und gemeinsam nach wirkungsvollen Lösungen suchen zu können.

Hier sind vier Schritte, die Sie jetzt unternehmen können, um zur Bekämpfung von Diskriminierung beizutragen:  

Die Geschichte verstehen, damit sie sich nicht weiter wiederholt:

Verschiedene Ressourcen können dabei helfen, die Erfahrung der Schwarzen Bevölkerung in Amerika, aber auch in Deutschland zu beleuchten. Bei der Recherche empfiehlt es sich, den zugrundliegenden Ursachen des Problems - nicht den Reaktionen darauf - nachzugehen. Wir müssen darüber nachdenken, wie wir die verankerten Denkmuster und die politischen Verhältnisse beseitigen können, die Schwarzen einen fairen und gleichberechtigten Status verwehren. 

  • Erfahrungsberichte aus erster Hand: Fragen Sie Ihre Schwarzen Freunde und Kollegen nach ihren Erfahrungen, um ein Gespräch in Gang zu bringen (aber lesen Sie zuerst diesen Artikel). Wenn Sie keine Schwarzen Freunde und Kollegen haben, setzen Sie dort an und überlegen Sie sich, warum das so ist.
  • Artikel: Das Coronavirus war ein Notfall, bis Trump herausfand, wer daran stirbt“ von Adam Serwer, „Das Projekt von 1619“ von The New York Times und „Weiß-Sein als Privileg: Den unsichtbaren Beutel auspacken“ von Peggy McIntosh
  • Bücher: „Ohne Gnade: Polizeigewalt und Justizwillkür in den USA“ von Bryan Stevenson, „The New Jim Crow. Masseninhaftierung und Rassismus in den USA“ von Michelle Alexander, „Über Tyrannei: Zwanzig Lektionen für den Widerstand“ von Timothy Snyder und „The Myth of Race: The Troubling Persistence of an Unscientific Idea“ von Robert Wald Sussman. All diese aufschlussreiche Lektüren zeigen, dass Rassismus mehr als nur bewusster Hass ist, sondern ein komplexes System sozialer und politischer Strukturen, das vor Generationen geschaffen wurde, um Schwarze zu unterdrücken. Bei der Bundeszentrale für politische Bildung lassen sich Bücher finden, die sich speziell mit Diversität, Diskriminierung und Rassismus in Deutschland befassen – dazu gehören „Kein Platz an der Sonne“ von Jürgen Zimmerer, „Wie die Deutschen weiß wurden – Kleine (Heimat)Geschichte des Rassismus“ von Wulf D. Hund und „Wer will die hier schon haben? – Ablehnungshaltungen und Diskriminierungen in Deutschland“ von Kurt Möller / Florian Neuscheler.
  • Filme: „Der 13.“, „When They See Us“, „Hidden Figures“ und „Fruitvale Station“ auf Netflix sowie „Blackkklansman“ und „Selma“ auf Amazon Prime erzählen alle eindrucksvolle Geschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen.
  • Podcasts: „1619 Project“, „Code Switch“, „Justice in America“, „Reveal“, „Scene on Radio“, „School Colors“, „StoryCorps“ und „Uncivil“ geben Denkanstöße zur Geschichte des Rassismus in den USA und wie sie die gegenwärtige Gesellschaft geprägt haben.
  • Video: "Wie das Studium von Privilegsystemen das Mitgefühl stärken kann" von Peggy McIntosh bei TEDxTimberlaneSchools und "Nächste Schritte im Streben nach Gerechtigkeit" mit Van Jones, Lee Merritt und Ben Crump.

Verallgemeinerungen vermeiden

Obwohl wir in unserer Arbeit häufig dazu tendieren, uns auf Kategorien und demografische Zielgruppen zu konzentrieren, dürfen wir nicht vergessen, dass Afroamerikaner eine Vielzahl von Erfahrungen, Hintergründen und Denkweisen haben. Für Marken ist es wichtig, die Kultur, die Medien, die Meinungsführer und andere Partner auf einer tieferen Ebene kennenzulernen, um Kunden besser beraten zu können.

Nicht nur reden, sondern auch handeln

Um Gehör zu finden, ist es wichtiger denn je, den gesellschaftlichen Wandel nicht nur zu unterstützen. Es müssen  auch Maßnahmen ergriffen werden, um Rassismus auszurotten und Diversität zu einer echten Priorität zu machen. In der heutigen Gesellschaft können die Menschen unaufrichtige Plattitüden und Handlungen leicht durchschauen. Die amerikanische NFL erntete heftige Kritik, nachdem NFL-Kommissar Roger Goodell ein Statement veröffentlichte, obwohl die Eigentümerschaft der Liga Colin Kaepernicks friedliche Proteste gegen Polizeibrutalität absichtlich erstickt hatte.

Als Gegenbeispiel haben einige Unternehmen angekündigt, Geld an Bürgerrechtsorganisationen zu spenden oder Firmen zu unterstützen, deren Eigentümer Schwarze sind. Andere Marken haben zielgerichtete soziale Initiativen ins Leben gerufen und Schritte unternommen, um problematische Strukturen der Vergangenheit zu korrigieren. Einige Organisationen wiederum haben sich verpflichtet, sich ihren eigenen Unzulänglichkeiten zu stellen, um zu einem nachhaltigen Wandel beizutragen.

Engagieren Sie sich  

Wer über Aufklärungsarbeit in den sozialen Medien hinausgehen möchte und daran interessiert ist, sich dem Kampf für Gleichberechtigung anzuschließen, dem steht eine Vielzahl von Ressourcen zur Verfügung:   Es gibt viele Organisationen, die sich an vorderster Front für soziale Gerechtigkeit einsetzen, um Veränderungen zu bewirken. Schließen Sie sich an, spenden Sie oder nutzen Sie deren Informationen, um ihre Missionen voranzubringen. Zu den bemerkenswerten Organisationen gehören Black Lives MatterColor of ChangeGrassroots Law ProjectNAACP.orgObama.org/anguish-and-action/Until Freedom.

Gespräche über Rassismus sind oft unangenehm, aber das muss nicht sein. Wenn wir uns über dieses Thema aufklären, können wir Lösungen dazu finden, wie wir einen dauerhaften und nachhaltigen Wandel herbeiführen können.

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