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Willkommen auf unserem Blog! Hier berichten wir über Kommunikation, Kreativität, multimediale Inhalte, digitale Strategien und unsere Arbeit bei Allison + Partners.

16 JULY 2020 //     

Quo Vadis, Shareconomy?

Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf die Sharing Economy. Von AirBnB mit seinen Übernachtungsangeboten über Coworking-Anbieter bis hin zu Carsharing-Unternehmen sind alle Teilbereiche betroffen. In Folge der oft drastischen Auswirkungen auf diese Branche stellen sich einige elementare Fragen: Wird sich die Shareconomy durch Corona nachhaltig verändern? Wo liegen die Chancen, wo die Risiken in diesem Prozess? Und welche Veränderungen haben bereits stattgefunden?

Diesem Thema widmet sich auch die neue Folge unseres Podcasts „Kopfstand“ – der Podcast für PR, Kommunikation und Neue Arbeit von Allison+Partners.

Zu Gast sind Niklas Merk, Leiter der Unternehmenskommunikation bei ShareNow und Heike Schubert, Leiterin des Münchener Büros von Allison+Partners. Hier können Sie die Folge bei Spotify, iTunes und YouTube anhören.

Grundlegende Veränderungen in der Kommunikation

Wenn Niklas Merk die letzten Monate in der Kommunikationsabteilung von ShareNow beschreibt, dann merkt man schnell, dass Corona alles verändert hat. Die Pandemie hat alle Pläne über den Haufen geworfen und aus einer proaktiven Kommunikationsstrategie von heute auf morgen eine reaktive gemacht. Obwohl das Medieninteresse groß war, ging es nicht um den Ausbau oder die Veränderungen der Flotte – oder gar zukunftsweisende Themen wie Elektromobilität oder die Entwicklung der Mobilitätsbranche im Allgemeinen. Im Fokus stand stattdessen vor allem, welche Herausforderungen die wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 für das Unternehmen mit sich bringen.

Jedoch erkennt man, laut Merk, dass sich der Fokus wieder zu wandeln beginnt, zumindest im Moment. Auf der Tagesordnung stehen vermehrt wieder Firmen-Themen und -Neuigkeiten, oft losgelöst von Covid-19. Dennoch, gibt Niklas Merk zu bedenken, kann sich das bei einer möglichen zweiten Infektions-Welle auch sehr schnell wieder ändern.

Umdenken in der Shareconomy durch die Pandemie

In der Zusammenarbeit mit den Kunden von Allison+Partners weltweit, aber auch im persönlichen Umfeld stellt Heike Schubert ein deutliches Umdenken in der Sharing Economy fest. Während die rein kommerzielle Shareconomy im Moment noch immer mit den Auswirkungen von Covid-19 zu kämpfen hat, blühte der sozio-ökologische Zweig der „Tausch- und Teilwirtschaft“ gerade in der Lockdown-Phase richtiggehend auf. Schubert führt das Beispiel nebenan.de auf, das während der Pandemie einen beispiellosen Aufschwung erlebt hat. Daran sei zu erkennen, dass sich der Fokus in der Shareconomy in den letzten Monaten gewandelt habe, so Schubert; die Wichtigkeit und Relevanz der gesamten Branche sei aber nach wie vor ungebrochen.

Vermenschlichung der Kommunikation

Von immer größerer Bedeutung ist es, so Heike Schubert, dass eine „Humanization of Communication“ stattfindet, also eine Rückbesinnung auf das Menschliche in der Kommunikation von Unternehmen – gerade auch in der Sharing Economy. Die Unternehmen müssten ihre Zielgruppe in ihrer Lebensrealität abholen und auch aus dieser Position heraus kommunizieren. Gerade in Krisenzeiten merke man sehr deutlich, welche Unternehmen hier einen guten Job machen und auch transparent mit ihrer Situation umgehen, und welche sich eher hinter Floskeln und Allgemeinplätzen verstecken.

Ausblick: Wachstumsprognose vs. Vorsichtskultur

Niklas Merk blickt positiv in die Zukunft, wenn es um die Entwicklung von ShareNow im Speziellen, und die Evolution der Shareconomy im Allgemeinen geht. Er glaubt beispielsweise, dass sich Menschen aufgrund der letzten Monate jetzt noch stärker überlegen werden, ob sie überhaupt ein eigenes Auto brauchen oder ob es nicht reicht, sich für bestimmte Anlässe ein Auto zu mieten.

Heike Schubert betrachtet die Entwicklung der Sharing Economy ähnlich positiv, geht aber zunächst von einer Marktbereinigung aus. Das bedeutet im Klartext: Nicht alle Unternehmen der Branche werden die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen überleben. Aber das Bedürfnis nach geteilten Gütern ist ihrer Einschätzung nach so ausgeprägt, dass sich schnell neue Konzepte und Ideen etablieren werden, die den Aufschwung der Shareconomy in den nächsten Jahren weiter befeuern werden.

 

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