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Willkommen auf unserem Blog! Hier berichten wir über Kommunikation, Kreativität, multimediale Inhalte, digitale Strategien und unsere Arbeit bei Allison + Partners.

23 OCTOBER 2019 //     

Krisenkommunikation - wie man im Ernstfall souverän reagiert

Es gibt sie in ganz verschiedenen Arten und oft geht es nur um Schadensbegrenzung: Unternehmenskrisen.

Aber: Es gibt verschiedene Methoden, sich so erfolgreich wie möglich durch eine Krise zu manövrieren und sich für den Ernstfall vorzubereiten. Zu diesen und weiteren Aspekten von Krisenkommunikation für Unternehmen spricht Host Stefan Schaumeier in unserem Podcast „Kopfstand“ mit dem Krisenkommunikations-Veteranen Rainer Westermann. Westermann begleitet seit Jahrzehnten Unternehmen aller Größen als Kommunikationsexperte durch kritische Unternehmensphasen. Hier gibt es die Folge bei Spotify, YouTube und iTunes.

Krisenprävention – Unternehmenskrisen vorhersehen und Strategien entwickeln

Eine Unternehmenskrise schon vor ihrer Entstehung zu erkennen und sie zu verhindern, bevor sie sich entwickelt, ist nicht immer möglich. Was jedoch immer geht, ist die Identifikation potenzieller Krisenherde im Unternehmen und eine vorausschauende Strategieentwicklung, wie im Krisenfall kommuniziert werden sollte - kurz: Krisenprävention zu betreiben.

Denn wenn ein Plan für den Ernstfall schon in der Schublade liegt, kann man schnell und souverän reagieren und muss nicht erst wertvolle Zeit vergeuden, um die Grundlagen zur Krisenkommunikation zu schaffen.

Im Krisenfall richtig reagieren: Do’s in der Krisenkommunikation

Egal ob Hackerangriff, Produktrückrufe, Umstrukturierungen oder Situationen in Unternehmen, die die Medien als „Skandal“ bezeichnen würden – es gibt ein paar „Do’s“ im Krisenfall, die auf jegliche Arten von Unternehmenskrisen anwendbar sind.

  • Offenheit und Transparenz: „Kein Kommentar“ oder „Dazu sagen wir nichts“ verschlimmern in den meisten Fällen die Situation und wecken erst recht das Interesse. Deshalb ist es empfehlenswert, so gut es geht mit offenen Karten zu spielen. Sollte ein Unternehmen tatsächlich noch nicht alle Sachverhalte der Krise kennen, dann ist anstatt „Kein Kommentar“ ein „Wir prüfen den Sachverhalt“ die deutlich bessere Antwort.
  • Keine Salamitaktik: Ähnlich wie bei Offenheit und Transparenz ist es schon lange nicht mehr zeitgemäß, nur nach und nach Bruchteile des Wissens an die Medien weiter zu geben. In der Regel verlängert diese Taktik die Halbwertszeit der Story in den Medien und heizt Spekulationen an. Zudem muss man auf Unternehmensseite ohnehin damit rechnen, dass in Zeiten von sozialen Medien alle Sachverhalte irgendwann ans Licht der Öffentlichkeit kommen.
  • Externe Hilfe: Eine Krise innerhalb des Unternehmens selbst zu lösen ist zwar machbar, aber birgt viele Risiken. Zum einen können unternehmenspolitische Entscheidungen eine Rolle spielen, andererseits greifen zudem oft Selbstschutz- oder Sympathie-Mechanismen, die die Aufarbeitung der Krisensituation verlangsamen oder gar verhindern. Ein extern hinzugezogener Krisen-Experte blickt von außen auf den Sachverhalt, ohne die Unternehmenspolitik zu berücksichtigen. Darüber hinaus ist absolute Neutralität gegenüber der Krisensituation gegeben, weil ein externer Experte innerhalb des Unternehmens in der Regel keiner Allianz oder Position zuzuordnen ist.

Krisenkommunikation – nur Schaden oder auch Chance für das Unternehmen?

„Erfolg“ ist immer ein relativer Begriff, wenn ein Unternehmen eine Krise zu bewältigen hat. Ist es doch kaum möglich, als großer Gewinner aus einer Krise hervorzugehen. Meistens ist es das erklärte Ziel, den Schaden möglichst gering zu halten und die Krise schnellstmöglich vergessen zu machen.

Eine wirkliche Chance bietet sich für Unternehmen nur dann, wenn sie eine eigene, schnelle und zukunftsfähige Lösungsmöglichkeit für das bestehende Problem entwickeln können. Wird diese Lösungsmöglichkeit dann schnell etabliert und stringent in die Kommunikation eingewoben, kann dies langfristig zu einem Image-Gewinn des Unternehmens führen und die kurzfristigen negativen Folgen abmildern. 


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