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Willkommen auf unserem Blog! Hier berichten wir über Kommunikation, Kreativität, multimediale Inhalte, digitale Strategien und unsere Arbeit bei Allison + Partners.

2 NOVEMBER 2017 //     

Jeden Monat eine neue Challenge - und was ich daraus gelernt habe

Anfang des Jahres habe ich beschlossen, mir jeden Monat eine bestimmte Challenge vorzunehmen und so zwölf Mal etwas Neues und vielleicht auch etwas Verrücktes zu tun. Inspiriert war mein Vorhaben von einem Vortrag zweier Weltreisender, die sich selbst herausgefordert hatten, ihr Leben nicht zu bequem werden zu lassen. Hier sind also meine bisher absolvierten Anti-Comfort-Zonen-Challenges inklusive persönlicher Empfehlung:

1. Januar: Jede Woche ein neues Rezept ausprobieren

Dass neue Vorsätze für das Jahr auch Spaß machen können, zeigt mein erster Versuch: Jede Woche ein Gericht kochen, das ich zuvor noch nie probiert hatte. Ich hatte Lust auf Neues und vor allem auf mehr Abwechslung auf meinem Teller.

Tatsächlich war es ganz leicht, diese Challenge zu meistern und ich habe meine kulinarische Entdeckerlust bis heute weitergeführt. So habe ich nicht nur alle möglichen Gerichte selber gekocht, sondern auch eine ganze Reihe neuer Lebensmittel entdeckt.

Fazit: Lohnt sich auf jeden Fall!

2. Februar: Kein Facebook in der S-Bahn

Ich hatte gemerkt, dass ich meine Pendelzeit viel zu oft damit verbracht habe, meinen Facebook-Feed zu durchscrollen. Also habe ich mir vorgenommen, die App während meiner S-Bahnfahrt nicht mehr zu öffnen und – wie früher – ein Buch zu lesen.

Immer wenn ich diese Challenge erwähnt habe, habe ich ungläubige Blicke von Kollegen und Freunden geerntet. Ich kann gleich versprechen, dass es gar nicht so schlimm ist. Man muss nur den Automatismus in den Griff bekommen, in der Bahn als erstes nach dem Smartphone zu greifen. Danach ist es gar nicht mehr so schwer.

Fazit: Sehr interessantes Experiment, das einem zeigen kann, wie wenig man diese Apps eigentlich braucht.

3. März: Zero-Waste Einkaufen

Ich wollte ein umweltbewusster Plastik-Verachter werden und zumindest einen Monat keinen Müll produzieren. Es hat leider nicht geklappt. Ich habe mir eine Nähmaschine gekauft und schon hatte ich einen Berg von Plastik und Styropor mit dabei. Auch sonst bin ich nicht ganz plastikfrei geblieben – aber immerhin war ich einmal in einem Laden ohne Verpackung und kaufe seither zumindest meine Zahnbürste und Zahnpaste plastikfrei.

Fazit: Ziemlich schwer, lohnt sich aber in kleinen Schritten.

4. April: Teil des Arbeitswegs zu Fuß laufen

Für April hatte ich mir vorgenommen, die letzten beiden U-Bahn-Stationen meines Arbeitsweges zu laufen. Was ist besser als frische Luft am Morgen? Auch das ist mir nicht immer gelungen, zum Beispiel weil ich nicht immer früh genug dran war – oder ich nicht die richtigen Schuhe anhatte – oder es geregnet hat…

Ich habe die Challenge in einem anderen Monat wiederholt und habe da schon besser abgeschnitten. Immerhin zeigt die Regelmäßigkeitskurve nach oben.

Fazit: Kann ich nur weiterempfehlen, auch wenn ich mittlerweile eine bessere Lösung für mich gefunden habe: morgens früher aufstehen und einen richtigen Spaziergang im nahegelegenen Wald machen – mit extra Spaziergehschuhen.

5. / 6. / 7. / 8. Kein Zucker, meditieren, jeden Tag andere Schuhe, …

Weiter geht’s im Schnelldurchlauf: Im Mai habe ich keine neue Kleidung gekauft (ein großer Sieg für eine Fashionista wie mich); im Juni hatte ich jeden Tag ein anderes Paar Schuhe an. Das kann ich nur empfehlen: Man könnte zum Beispiel ein Paar, von dem man dachte, dass es viel zu unbequem ist, anziehen und herausfinden, dass es eigentlich nur moderat unbequem ist und es dann viel öfter anziehen.

Im Juli bin ich alleine verreist. Im August habe ich keinen Zucker gegessen (also bis auf einmal, meine Mutter hat Kuchen gebacken). Im September habe ich jeden Morgen meditiert – oder auch nicht. Die letzte Woche habe ich nicht mehr geschafft.

There’s an app for that

Im Oktober hatte ich nicht mehr so recht viele Ideen, was ich noch alles ausprobieren könnte. Also habe ich mir eine App namens „Shuffle my Life“ zugelegt, die einem interessante neue Dinge vorschlägt, die man ausprobieren könnte.

Das ist sozusagen Stufe II der Ausprobier-Challenges, da man mit Dingen konfrontiert wird, die einem niemals selbst eingefallen wären (z.B.: Hör dir Country-Musik an). Also habe ich: fünf Liegestützen gemacht oder versucht, ein Lied zu pfeifen. Und dann habe ich einen Berg bestiegen.

Fazit: Country-Musik und Liegestützen waren nicht so spannend aber die Bergbesteigung kann ich nur jedem empfehlen. Man bekommt einen freien Kopf und einen ungeahnten Energieschub.

10 Monate Challenges – würde ich es nochmal tun?

Ja, ich würde es nochmal tun. Ein Monat ist ein überschaubarer Zeitraum, den man gut nutzen kann, um eine neue Angewohnheit auszuprobieren oder eine größere Unternehmung zu planen. Auch wenn ich nicht jede Challenge geschafft habe, konnte ich von jeder etwas mitnehmen. Und auch wenn nicht geplant war, die Challenges länger als ein Monat weiterzuführen, habe ich es in vielen Fällen automatisch getan, vielleicht sogar erst Monate später: Zum Beispiel habe ich im Februar gelernt, dass ich Facebook nicht unbedingt brauche. Heute, etwa sieben Monate später, nutze ich es kaum noch, ohne es mir aktiv abgewöhnt zu haben.

Die größten Auswirkungen auf mein Leben hatten die Challenges, die sich ums Essen gedreht haben: Ich koche immer noch viel abwechslungsreicher und weitgehend zuckerfrei. Am schwierigsten war die Zero-Waste-Challenge.

Wer also einfach mal Lust auf etwas Neues hat, dem würde ich ein Jahr mit einer Challenge pro Monat empfehlen. Man lernt sich selbst ganz neu kennen und man ist erstaunt darüber, worauf man eigentlich ganz leicht verzichten kann. Und man findet immer wieder kreative Lösungen und Ideen für neue Herausforderungen.

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