This site uses cookies to provide a streamlined experience. To learn more see our current privacy policy.
Wir sehen Dinge
Anders

Willkommen auf unserem Blog! Hier berichten wir über Kommunikation, Kreativität, multimediale Inhalte, digitale Strategien und unsere Arbeit bei Allison + Partners.

17 SEPTEMBER 2020 //     

Homeoffice, Büro oder Teilzeit-Präsenz – wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus?

Die aktuelle Situation ist vor allem durch Ungewissheit über die nächsten Jahre gekennzeichnet – so auch im Hinblick auf die Arbeitssituation vieler Unternehmen. Wir beleuchten mögliche Szenarien und deren Auswirkungen auf die Firmenkultur.

Viele Arbeitnehmer haben jahrelang mehr Heimarbeit gefordert. Dass sie 2020 dann so rasch kommt und so lange anhält, hätte sich niemand erträumen können. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer profitieren von Homeoffice. Dennoch möchten manche Unternehmen weiterhin an einer traditionelleren Arbeitsform festhalten und sind nach den ersten Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen bereits wieder zum normalen Büroalltag zurückgekehrt. Andere Firmen, ein prominentes Beispiel dürfte Twitter sein, setzen nun komplett auf das Arbeiten von Zuhause. Von wo aus Mitarbeiter arbeiten und wie eng sie dabei kooperieren, hat einen großen Einfluss auf die Unternehmenskultur.

Die ganze Belegschaft ins Homeoffice zu verlegen, ist nicht für alle Unternehmen möglich. Manche Tätigkeiten können nicht aus der Ferne erledigt werden und zu einem gewissen Grad ist der persönliche Austausch in allen Teams essenziell. Allerdings werden Unternehmen künftig ihre Arbeitsmodelle mit Sicherheit überdenken. Es ist gut möglich, dass Büroflächen verkleinert werden, weil Mitarbeiter zumindest teilweise von Zuhause arbeiten. Ein kompletter Wechsel ins Homeoffice wird aber nur in wenigen Branchen möglich sein.

Homeoffice bringt Vorteile für Arbeitnehmer

Zwar stellte der rapide Umstieg auf Heimarbeit Unternehmen vor eine Reihe von Herausforderungen. Aber die Arbeitsform bietet zahlreiche Vorteile: Die DAK fand in einer Studie heraus, dass der Wechsel ins Homeoffice bei den Arbeitnehmern zu einem geringeren Stresslevel führte. Demnach waren vor der Pandemie 21 Prozent der Befragten regelmäßig gestresst, während der COVID-19-Krise sank diese Zahl auf 15 Prozent. Der Anteil derjenigen, die gelegentlich oder nie gestresst waren, wuchs von 48 Prozent auf 57 Prozent an. Weitere Vorteile sind die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die gesteigerte Produktivität im Homeoffice. Außerdem bliebe mehr Freizeit, da das Pendeln zur Arbeitsstätte wegfällt. Ist deshalb eine tageweise Präsenz im Büro das non plus ultra?

Individuelle „Back to Office“-Pläne für mehr Mitarbeiterzufriedenheit

Anstatt die gesamte Belegschaft zurück ins Büro zu ordern, sollte man individuell auf die persönlichen Umstände der Mitarbeiter achten. Die Pandemie ist noch nicht überstanden und manche Arbeitnehmer haben möglicherweise selbst Vorerkrankungen oder Familienmitglieder, die Teil der Risikogruppe sind. Auch Homeschooling und die Kinderbetreuung im Allgemeinen sind Herausforderungen von Arbeitnehmern, die mit in die Entscheidung einbezogen werden sollten.

Ein Zwang, zum Arbeitsplatz zurückzukehren, ist wenig förderlich für die Mitarbeiterzufriedenheit. Stattdessen sollte man Teams die Möglichkeit dazu geben, wieder ins Büro zu fahren, wenn von diesen gewünscht. Mit Hygienekonzepten und Schutzvorschriften, die regelmäßig an die Mitarbeiter kommuniziert werden, schaffen Arbeitgeber die Rahmenbedingungen für die Selbstbestimmung der Belegschaft.

Wenn Mitarbeiter sich noch nicht sicher genug fühlen, den täglichen Arbeitsweg auf sich zu nehmen und somit in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen, dann sollten sie auch die Möglichkeit haben, weiterhin von Zuhause aus zu arbeiten.

Arbeitsmoral und Motivation in einem verstreuten Team

Wenn Mitarbeiter nicht mehr an einem Ort versammelt sind, sind Kommunikation und Flexibilität das A und O. Führungskräfte sollten noch mehr als vor der Pandemie mit ihren Mitarbeitern sprechen und auf deren individuelle Bedürfnisse eingehen. Oft verschwimmen im Homeoffice die physischen und zeitlichen Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben, wie T.D. Allen 2015 bereits in dem Buch „Psychological Science in the Public Interest“ belegte. Dadurch tendieren Arbeitnehmer dazu, Überstunden zu machen und ihre Pausen zu verkürzen. Deshalb sollte für den Arbeitgeber ganz oben auf der Agenda stehen, dass sich Mitarbeiter ausreichend Zeit für ihre Familien und vor allem für sich selbst nehmen. Und auch die Möglichkeit, die Arbeitszeit flexibel zu gestalten, kann die mentale Gesundheit der Mitarbeiter stärken.

Es ist essenziell, dass sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter realisieren, dass Homeoffice ein Gemeinschaftswerk ist, bei dem individuelle Bedürfnisse erkannt, kommuniziert und unterstützt werden müssen.

Wandel der Unternehmenskultur durch Teilzeit-Präsenz im Büro

Egal wo sich ein Mitarbeiter befindet, die Unternehmenskultur kann dennoch weiterhin gelebt werden – wenn auch anders als zuvor und nicht so intensiv, wie es persönlich der Fall ist. Zum Beispiel können persönliche Meetings und Treffen durch digitale Meetings ersetzt werden.

Durch die Distanz müssen Unternehmen teilweise etwas kreativer werden, wenn es darum geht, die Kultur zu erhalten oder gar zu verbessern. Dazu bietet es sich zum Beispiel an, den kurzen Austausch an der Kaffeemaschine oder gemeinsame Workouts in die Online-Welt zu verlegen. Auch virtuelle Buchklubs, gemeinsame Film- oder Spieleabende sowie Happy Hours via Videokonferenzen stärken den Zusammenhalt.

Um ein Stimmungsbild der Belegschaft zu erhalten, ist es vorteilhaft, eine Pulsumfrage einzuführen. Diese bringen neue Ideen und Erkenntnisse darüber, was die Mitarbeiter gerade benötigen und denken. So bekommen Arbeitnehmer ein Gefühl der Zugehörigkeit und Mitbestimmung, der Arbeitgeber einen Überblick über den Status quo sowie neue Impulse. All dies sind Voraussetzungen einer guten Unternehmenskultur – egal ob die Mitarbeiter Zuhause oder im Büro sind. Und wenn die Pandemie einmal überstanden ist, steht einem gemeinsamen Betriebsausflug zur Wiederauffrischung des Teamspirits auch nichts mehr im Wege.

Blog

Informationen landen direkt in Ihrem Posteingang.

Registrieren Sie sich noch heute.