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Willkommen auf unserem Blog! Hier berichten wir über Kommunikation, Kreativität, multimediale Inhalte, digitale Strategien und unsere Arbeit bei Allison + Partners.

27 APRIL 2021 //     

Einmal Content, immer Content - Tipps aus dem Lektorat

Vom Lektorat in die PR – auf den ersten Blick wirkt es wie ein ziemlich großer Sprung. Doch bei genauer Betrachtung ist er eigentlich recht naheliegend. In beiden Berufen gehört Projektmanagement zum Alltag, sei es nun für einen Kunden oder für einen Autor. Hier wie da wird immer das große Ganze im Blick behalten und dabei das Produkt bestmöglich platzieren. Ähnlich wie im Lektorat muss auch in der PR der Text die Zielgruppe erreichen. Unser Kollege Rudi Siegl hat diesen Sprung gemeistert und fasst in diesem Blogpost die Best Practices zusammen. Schließlich gibt es da wie dort einiges zu beachten, wenn geschriebener Content sein Ziel erreichen soll.

Für wen?

Als PR-Berater haben wir es zumeist einer Vielzahl an Kunden aus verschiedenen Branchen zu tun. Ähnlich einem Lektor gilt es, eigene Marktkenntnisse mit den Zielen des Kunden zu verbinden, um eine einzigartige Kommunikationsstrategie zu erarbeiten. Dabei kommt es nicht zuletzt auf die Sprache der Texte an – ein Krimi-Autor textet schließlich auch anders als ein wissenschaftlicher Fachredakteur. Die Parallelen liegen auf der Hand: Je nach Zielgruppe muss der Inhalt entsprechend in Worte verpackt werden. Das beginnt bereits bei der Frage nach der Veröffentlichung: Welche Medien passen am besten zu meiner Zielgruppe und wie erreiche ich genau diese Medien? Veröffentlichungen in B2B-Retailer-Magazinen bedürfen eines anderen Schreibstils als für eine LinkedIn-Anzeige zur Lead-Generierung. Sind Zielgruppe und Key-Medien klar definiert, kann der Inhalt entsprechend formuliert werden und möglichst den Erwartungen der Zielgruppe und dem Medium zu entsprechen.

Der Duden ist kein Briefbeschwerer – und er kennt auch Grammatikregeln

Man möchte es nicht für möglich halten, wie gut sich Rechtschreibfehler in Korrekturfahnen verstecken können. Dank der Betriebsblindheit des Autoren und der manchmal ungeschulten Korrektoren schaffen sie es ab und an bis ins druckfrische Buch. Ähnlich gestaltet sich das auch bei PR-Texten. Ein erster Ansatz kann bei der Texterstellung bereits die Rechtschreibprüfung des Text-Programms sein. Doch vor allem, wenn Sie sich nicht 100 Prozent sicher sind, wie ein Wort geschrieben wird, greifen Sie lieber einmal zu oft zum Duden. Ihre Zielgruppe wird es Ihnen danken.

Dasselbe gilt es bei Grammatikregeln zu beachten. Die deutsche Grammatik und die Regeln zur Zeichensetzung sind keine fakultativen Richtlinien, die man nach eigenem Gutdünken be- oder missachten kann – und gerade die Vielzahl an Rechtschreibreformen, die die deutsche Sprache in den letzten 30 Jahren über sich ergehen lassen musste, hat viele Blicke getrübt. Ob Sie sich jetzt stets mit der neuesten Print-Ausgabe des Dudens behelfen oder online nachschlagen, das Wörterbuch ist immer auf dem neuesten Stand der Rechtschreib- und Grammatikregeln. Viele Fehler lassen sich mit einem Blick oder einem Klick vermeiden.

Einheitlichkeit ist kein Hexenwerk und Redundanzen können umschifft werden

Nichts wirkt auf einen Leser verwirrender, als wenn er in einem Text denselben Fachterminus in zwei unterschiedlichen Schreibvarianten vorfindet. Diese Verwirrung kann aber bereits im Keim erstickt werden, wenn Sie sich auf die im Duden empfohlene Schreibweise beziehen – oder stringent die vom Kunden gewünschte Schreibung durchexerzieren.

Steht ein Fachwort jedoch nicht im Duden – weil es zum Beispiel ein bislang nicht geläufiger Anglizismus ist –, sollte man sich bei der Texterstellung auf eine Schreibweise festlegen und diese konsistent bis zum Ende des Textes durchziehen. Gerade in der Arbeit mit Kunden empfiehlt es sich ein extra Glossar mit häufig verwendeten Begriffen zu erstellen – ein eigenes Wörterbuch quasi. So kann man sicherstellen, dass auch in künftigen Texten dieselben Ausdrücke oder Schreibweisen gewählt werden.

Achten Sie zudem beim Verfassen Ihres Textes darauf, dass Sie sich nicht unnötig wiederholen, sondern versuchen Sie, möglichst prägnant auf den Punkt zu kommen. Das verleiht Ihrem Text die nötige Würze und vermittelt eine klare Botschaft.

Hübschen Sie Ihren Text optisch auf, Absatz für Absatz

Ein PR- oder Werbetext kann nicht wie ein Buch in Kapitel gegliedert werden. Doch auch hier gilt, ähnlich der Belletristik oder Sachliteratur, die Faustregel: Ein Gedankengang – ein Absatz. Das macht den Text übersichtlicher und zugänglicher. Man verheddert sich beim Lesen nicht in endlos erscheinenden Absätzen, sondern wird klar durch eine Gliederung geleitet. Untergliedern Sie Ihren Text deshalb gerne mit Unterüberschriften, die idealer Weise thematische Kernbegriffe enthalten. SEO wird es Ihnen danken.

Ganz besonders wichtig: Nehmen Sie sich kein Vorbild an den Satzkonstruktionen von Thomas Mann. Überlassen Sie Mammutsätze mit gedrechselten Umwegen und Ausflüchtendem den Nobelpreisträgern. In der PR geht es darum, pointiert Inhalte zu vermitteln. Versuchen Sie daher, Schachtelsätze zu vermeiden. Machen Sie im Zweifel aus einem Komma einen Punkt.

Vier Augen sehen mehr als zwei

Das wichtigste Prinzip der Texterstellung: die Korrekturschleife. Wer selbst bereits Texte verfasst hat, weiß, dass man nach etwaigen Textänderungen irgendwann textblind wird. So schleichen sich einfache Flüchtigkeitsfehler ein, die eine gute Außendarstellung verhindern. Geben Sie Ihren Text daher unter allen Umständen mindestens einer weiteren Person zu lesen. Gegebenenfalls müssen Sie diese Person jedoch im Vorhinein darauf aufmerksam machen, worauf sie achten soll. Gibt es Wörter, die Ihr Kunde gerne auf Englisch hätte, weil es vielleicht das Wording so vorsieht? Oder ist ein Wort Fachjargon und hat deshalb eine abweichende Schreibweise? Achten Sie auf die kleinsten Details, sodass Ihr Lektor Ihren Text nach bestem Wissen und Gewissen korrigieren kann.

Aber Vorsicht: Wenn Sie den Text parallel an zwei Personen zur Korrektur geben, sollten Sie unbedingt wieder den dritten Tipp beachten. Gehen Sie jede Korrektur noch einmal bewusst durch.

Alles in allem ist PR ein Handwerk, das man gut erlernen kann, wenn man die richtigen Anlagen mitbringt. Ein sicheres Textverständnis gehört auf jeden Fall dazu.

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