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Willkommen auf unserem Blog! Hier berichten wir über Kommunikation, Kreativität, multimediale Inhalte, digitale Strategien und unsere Arbeit bei Allison + Partners.

6 JULY 2018 //     

Die unfreiwillige Team Challenge - unter Zwang accepted

Es muss Anfang dieses Jahres gewesen sein, als unser sportbegeisterter Hahn im Korb auf die glorreiche Idee kam, seinen Hühnerstall mal ein wenig aufzumischen. Er unterbreitete uns den Vorschlag – äh teilte uns seinen Beschluss mit – gemeinsam als Team beim XLetix-Lauf in München anzutreten.

Zu dem Zeitpunkt hatten wir noch etwa ein halbes Jahr Zeit, uns eine Strategie zu überlegen, wieder aus der Nummer rauszukommen, beziehungsweise zu hoffen, dass ganz schnell Gras über die Sache wachsen würde. Allein die Tatsache, dass ich nun diesen Blog schreibe, lässt vermuten, dass wir in dieser Hinsicht nicht besonders erfolgreich waren.

Ohne Zuckerbrot, dafür aber mit Peitsche

Zu Beginn schien bis auf ein weiteres Teammitglied keiner besonders begeistert von der Idee zu sein, am Tag X im Juni seinen Körper auf einer Strecke von sechs Kilometern über zahlreiche Hindernisse und immer wieder auch durch Matschfelder und morastige Wasserlöcher zu quälen.

Der Hahn im Korb schaffte es allerdings, zusammen mit seiner Co-Trainerin eine nach der anderen zu motivieren. Jede von uns erhielt einen individuell zusammengestellten Trainingsplan sowie Vorschläge für eine ausgewogene Ernährung. Je näher der Juni rückte, desto häufiger wurde sogar freiwillig morgens vor Arbeitsbeginn an Lauftrainingssessions im Englischen Garten teilgenommen.

Auch wenn unser hochmotivierendes Trainerteam das ungern hören mag, hatte vor allem das zweite Trainergespann – die Zeit in Kooperation mit der Angst – den größten Einfluss auf das Trainingsverhalten der Leidensgenossen. Einige wenige Außenseiter setzten jedoch bis zum letzten Tag auf die altbewährte psychologische Methode der Verdrängung.

Der Tag X ist da – Flucht nach vorne

Als an diesem Morgen mein Wecker klingelte und ich trotz ausgiebiger Selbstanamnese leider keinerlei körperliche Symptome feststellen konnte, die einen Rückzieher rechtfertigen würden, fasste ich den Entschluss, die fremd-acceptete Challenge wohl oder übel anzunehmen. Da ich mir nicht sicher war, wie mein Magen nach einer Jogging-Enthaltsamkeit von knapp zwei Jahren auf einen Dauerlauf reagieren würde, verzichtete ich auf ein Frühstück.

Vor Ort angekommen, schlugen mir die verschiedensten Emotionen der anderen Teammitglieder entgegen: Von Motivation, über Unlust bis hin zu schierer Panik war alles vertreten. Da man seine Kollegen aber nicht im Stich lässt, mussten wir dann eben einfach durch. Und so überquerten wir die Startlinie…



Adrenalin – schön, dass es Dich gibt

Der erste Streckenabschnitt war sehr zäh. Ich halte Laufen für eine der langweiligsten Sportarten überhaupt, und so hangelte ich mich in Gedanken erst mal bis zum ersten Hindernis. Um keinen zusätzlichen Druck aufzubauen und auf medizinische Notfallversorgung verzichten zu können, hatten wir vereinbart, zwar alle Hindernisse gemeinsam als Team zu bewältigen, es aber in Ordnung sei, die Laufstrecken dazwischen in der eigenen Geschwindigkeit zurückzulegen. Bei der ersten Hürde angekommen, freuten wir uns, dass die gestapelten Reifen und der anschließende Kiesberg die Tristesse des Laufens zunächst einmal unterbrachen.

Die nächsten Hindernisse folgten Schlag auf Schlag, sodass tatsächlich sogar so etwas wie Spaß aufkam. Bei der zweiten Station mussten wir mit dem kompletten Körper durch zwei Wasserbottiche mit eiskaltem Wasser tauchen. Das fühlte sich an wie die reinste Katharsis und weckte Lebensgeister, von deren Existenz ich bis dahin noch nichts wusste. Das war der Moment, ab dem ich darauf verzichtete, auf den Zustand meines Makeups zu achten.

Matsch und andere Späße

Die nächste Hürde war nichts für schwache Nerven: Die Aufgabe bestand darin, in einem Becken, das mit Matsch von geringer Viskosität gefüllt war, unter einer Reifenkette hindurch zu tauchen. Irgendwie kam mir beim Anblick der Flüssigkeit der Gedanke an den Lindt-Werbespot, in dem die „Conche“ die Schokolade rührt. Wir wollten unserem Agenturnamen, OneChocolate, alle Ehre machen und stürzten uns nach einander in die Brühe. Auf der anderen Seite des Beckens konnte man seine Teammitglieder erst mal nur an der Stimme erkennen, das Aussehen derselben war quasi identisch. Vielleicht lag es auch an den benetzten Pupillen.

Da ich trotz meines fortgeschrittenen Alters im Herzen ein Spielkind bin, freute ich mich über Aufgaben wie diese und hechelte vorfreudig von Hindernis zu Hindernis. Manche Hürden, wie beispielsweise das Überqueren von rutschigen, schiefen Ebenen und meterhohen Wänden, waren nur als Team zu bewältigen, bei anderen ging es eher ums gemeinsame Erlebnis.

Es war jedenfalls spannend, zu beobachten, dass das Laufen irgendwann wie ganz von selbst ging. Selbst wenn die Strecke noch ein paar Kilometer länger gewesen wäre, hätten wir sie zusammen problemlos bewältigt. Es erstaunt mich sogar selber, dass ich das schreibe.

Fazit

Während des gesamten Laufes kümmerte sich unser agenturinternes Trainerteam hervorragend um uns und schaffte es auch, die Motivation dauerhaft aufrecht zu erhalten. Als wir gemeinsam die Ziellinie überquerten, waren wir zwar erschöpft, aber auch mächtig stolz auf unsere Leistung.

Nachtrag

Pech für den Rest der Agentur, dass wir zwei Sportskanonen unter uns haben. Wie es bei denen nun mal so ist, durften wir uns nicht besonders lange auf unserem Erfolg ausruhen. Uns wurde bereits angekündigt, dass wir im nächsten Jahr in einer der längeren Distanzen antreten werden.

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