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APRIL 5, 2018 //     

Brainstorming und Kreativitätstechniken - Vier Tricks für mehr Ideen!

Für sich allein gute Ideen zu finden, ist oft gar nicht so leicht, dagegen hilft es, im Team Gedanken zu spinnen und mit gezielten Techniken nach Input zu suchen.

Kreativitätstechniken sind Methoden, um die Kreativität zu fördern und gezielt neue Ideen zu finden, Visionen zu entwickeln oder Probleme zu lösen. Dabei werden Probleme präzisiert, die Ideenfindung und der Ideenfluss beschleunigt, die Suchrichtung erweitert und gedankliche Blockaden aufgelöst.

Brainstormen – Wildes Sammeln von Ideen seit 1939

So funktioniert es:
Bei dem Klassiker unter den Kreativ-Techniken ist es wichtig, die Hauptthese oder Aufgabe nicht zu breit, aber auch nicht zu eng zu fassen. Beim Brainstorming werden alle Ideen aufgegriffen und miteinander kombiniert. Die Ideensuche sollte nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen, da man sich sonst in kleinen Details verliert. Häufig reicht schon eine halbe Stunde zum Ideen sammeln.

Für die Teilnehmer am Brainstorming gilt: Ideen werden nicht kritisiert oder korrigiert und Kommentare sind nur als neue Ideen oder als neuer Dreh wirklich hilfreich. Sonst entsteht eine Atmosphäre, in der sich einzelne Team-Mitglieder nicht mehr trauen Beiträge einzubringen, aus Angst jemand könnte sie verbal zunichtemachen. Beim Sammeln sind alle Ideen erlaubt, erst im Nachhinein wird selektiert, welche auch wirklich nützlich sind.

Abwandlungen des Brainstormings sind Methoden wie das Brainwriting, Brainwalking oder das ABC-Brainstorming, bei dem zu jedem Buchstaben des Alphabets eine Idee zum Thema notiert wird.

Das ist der Sinn dahinter:
Brainstorming ist besonders geeignet für Problemlösungen auf rein sprachlicher Ebene, beziehungsweise als Einstieg in ein Thema oder um Probleme aufzubereiten. Für mehr kreative Schaffenspausen, kommen hier vier noch eher unbekannte Methoden:

Methode 6-3-5 – strukturiert in wenigen Minuten zu über 100 Ideen

So funktioniert es:
Alle Teilnehmer bekommen ein DIN A 4 Papier und schreiben die Fragestellung oben an. Dann teilen sie es in drei Spalten ein. Es gibt so viele Zeilen wie Teilnehmer (am besten funktioniert die Methode mit etwa sechs Teilnehmern). Nun bekommen alle etwa drei bis fünf Minuten Zeit und notieren in die erste Zeile eine Idee pro Spalte. Danach wird das Blatt im Uhrzeigersinn weitergegeben.

Nun orientiert man sich an den Ideen aus der ersten Zeile und greift sie auf, ergänzt sie oder entwickelt sie weiter. Die drei neu entstandenen Ideen werden in die nächste freie Zeile eingetragen. So geht das Blatt reihum, bis man wieder sein eigenes in Händen hält.

Das ist der Sinn dahinter:
Mehrere Anfangsthesen werden gezielt bearbeitet und können im Anschluss bereits genauer besprochen werden. So entsteht kein wildes Sammeln von bloßen Ideen, sondern schon tiefergehende Möglichkeiten, die direkt ausgearbeitet werden können.

Bildliche Darstellung mit Mind Mapping

So funktioniert es:
Die Fragestellung oder das Schlüsselwort wird in die Mitte eines Blattes geschrieben. Anschließend werden passende Begriffe dazu gesammelt, die wolkenartig an die Fragestellung angefügt werden. Neue Ideen können nun direkt an das Schlüsselwort angefügt werden – es können aber auch passende Ideen zu den bereits genannten hinzugefügt werden.

Das ist der Sinn dahinter:
Beim Brainstorming hat man oft nur die Fragestellung im Kopf und versteift seine Gedanken darauf. Durch Assoziationen, die wiederum einen eigenen Knotenpunkt bilden, wird in mehrere Richtungen überlegt, wodurch die einzelnen Ideenfelder stark vertieft werden. So entsteht ein verzweigtes Diagramm aus vernetzten Ideen und Aspekten, das besonders Verbindungen und Abhängigkeiten zwischen den Punkten verdeutlicht.

Perspektivenwechsel durch die Kopfstandtechnik

So funktioniert es:
Hier wird die Herausforderung ins Gegenteil verkehrt: Aus „Wie wird unser Konzept erfolgreich?“ wird also „Was müssen wir tun, um mit dem Konzept zu scheitern?“. Dabei sollte man negative Begriffe wie etwa ‚nicht‘ oder ‚kein‘ vermeiden, starke Verben benutzen, Sätze umstellen und die Ideen klar und extrem formulieren. Alle Ideen werden schriftlich auf Klebezetteln gesammelt und sichtbar aufgehängt. Am Ende werden die Einfälle wieder „umgedreht“ und passend zur eigentlichen Fragestellung formuliert.

Das ist der Sinn dahinter:
Häufig weiß man genau, was und warum es nicht funktioniert – dagegen fällt die konstruktive Ideenfindung eher mau aus. Deshalb formuliert man bei dieser Methode bewusst die ‚Kopfstand‘-Ideen, um sie danach einfach zu kippen und zielführend zu ändern.

6 Thinking Hats: Alle Aspekte im Blick

So funktioniert es:
Diese Methode eignet sich besonders für komplexe Aufgabenstellungen, zur Bewertung und Optimierung von Lösungen. Hier bekommt jeder Teilnehmer einen farbigen Hut, symbolisch funktionieren auch Tischkärtchen. Jeder Farbe sind bestimmte Eigenschaften zugeteilt.Während des Brainstormings soll der Teilnehmer also nur innerhalb dieser „Rolle“ Vorschläge bringen. 
Weiß: analytisches Denken, Konzentration auf Tatsachen, objektive Haltung
Rot: emotionales Denken und Empfinden, Konzentration auf Gefühle und Meinungen, subjektive Haltung
Schwarz: Kritisches Denken, Risikobetrachtung, Probleme, Skepsis, Kritik und Ängste beschreiben, objektive Haltung
Gelb: optimistisches Denken, Was ist das Best-Case Szenario, spekulative Haltung
Grün: kreatives, assoziatives Denken, neue Ideen, Kreativität, konstruktive Haltung
Blau: Ordnend, moderierend, Überblick über Prozesse, Big-Picture-Haltung

Der Teilnehmer mit dem blauen Hut kann auch als Moderator fungieren und darauf achten, dass jeder in seiner Rolle bleibt. Alle Ideen werden schriftlich festgehalten.

Das ist der Sinn dahinter:
Wenn man nur für einen Teil zuständig ist, kann man alles sagen, was einem dazu in den Kopf kommt und verwirft Ideen nicht sofort, aus Angst andere könnten es negativ auffassen. Denn die anderen sind wiederum nur für ihren Aspekt zuständig. Dadurch, dass bei dieser Methode jeder Aspekt mit eingebunden ist, wird verhindert, dass ein Aspekt unter den Tisch fällt. So werden nicht nur wahllos Ideen gesammelt, sondern beispielsweise auch mögliche Risiken und Auswirkungen mit eingebracht. Darüber hinaus lassen sich auch komplexe Problemstellungen in ihre Einzelaspekte aufteilen und machen die Aufgabe so greifbarer.

Egal welche Methode gewählt wird, das Wichtigste ist: machen. Kreativität und Ideenfindung können und wollen geübt werden!

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