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7 October 2021  //       //  Opinion

20 Jahre PR – einmal upside-down bitte!

Die Geschichte der PR beginnt bereits im 19. Jahrhundert, als der Begriff „Public Relations“ erstmals 1882 an der Yale University verwendet wurde. Standen damals noch politische Themen auf der Tagesordnung, wandelte sich ihr Weg in den letzten knapp 140 Jahren mit dem Aufkommen der Massenmedien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dem Aufbau neuer Beziehungen zu den damals neuen Medien Radio und Fernsehen. Spätestens aber seit der Jahrtausendwende und der fortschreitenden Digitalisierung hat sich die Öffentlichkeitsarbeit revolutioniert. Anlässlich unseres 20-jährigen Jubiläums wollen wir in diesem Blogpost einen Blick darauf werfen, was sich allein in den letzten 20 Jahren so alles geändert hat.

Willkommen im Wahnsinnig Weltweiten Webgewusel

Neues Jahrhundert, neue Möglichkeiten – durch das Aufkommen des Internets entwickelt sich eine neue Dynamik. Unternehmen stehen dadurch heute eine Vielzahl an Möglichkeiten für moderne Kommunikation mit ihren Zielgruppen zur Verfügung. Die auffallendste Veränderung: Die Arbeit in der PR ist in den letzten 20 Jahren sehr viel schneller, vielfältiger und kleinteiliger geworden.

Manche PR-Veteran:innen erinnern sich noch daran, bis spät nachts Pressemitteilungen in Briefkuverts eingetütet und per Express verschickt oder ausgefahren zu haben. Heute gilt es, blitzschnell zu reagieren oder gar proaktiv zu antizipieren, um im Online-Mediendschungel auch wahrgenommen zu werden. Dabei hat sich auch das Handwerkszeug der Kommunikationsexpert:innen sehr verändert. Die Disziplin der PR umfasst seit 20 Jahren nicht mehr nur die klassischen PR-Instrumente. Der aktuell vorherrschende integrierte Kommunikations-Ansatz verlangt ein wesentlich breiteres Wissen. Schließlich gehören nicht nur die klassischen Medien zu den adressierten Kommunikationsplattformen und -Kanälen, sondern auch Social Media, Events, die eigene Website, Blogs und vieles mehr. Entsprechend gehören beispielsweise neben der Erstellung und Verbreitung von Pressemitteilungen und der Beziehungspflege zu Journalist:innen inzwischen auch die Strategiefindung und die operative Umsetzung für Facebook, Instagram, LinkedIn und Co. sowie die Recherche nach Influencer:innen und die Arbeit mit ihnen auf dem Programm.

Digitalisierung der Medienlandschaft

Immer mehr Medienunternehmen verlagern ihre Inhalte aus der Print- in die Online-Welt. Frei zugänglich oder vermehrt hinter einer Paywall – der Zugang zu und der Konsum von Informationen ist heute ein ganz anderer als vor 20 Jahren.  So unterscheidet sich der Nachrichtenkonsum der jüngeren Generationen oft fundamental zu dem ihrer Eltern: News werden vorrangig schnell und online konsumiert. Entsprechend hat sich die Print-Gesamtauflage der Tagespresse seit Beginn der 2000er-Jahre fast halbiert. Die neue Strategie heißt hier „Digital-Abos“. Multimedialität bildet sich in diesem Zusammenhang zum neuen Normal heraus. Mithilfe von Newslettern, Podcasts und Apps gelingt es, die Zielgruppen sehr gezielt anzusprechen – für PR-Strateg:innen eröffnet sich eine völlig neue Welt an Möglichkeiten, die Kommunikation von Unternehmen weiterzuentwickeln.

Der Hype um O-Töne

Und wer hätte das gedacht: Audio ist mit Verve zurück. Dem Podcast als neue Audio-Plattform gelang es, einen Hype um das digitale Entertainment für die Ohren loszutreten. Mittlerweile hört laut Reuters Institute Digital News Report 2021 etwa jede:r vierte Deutsche regelmäßig Podcasts. Der größte Vorteil von Podcasts liegt wohl darin, dass sie Platz für erklärungsbedürftige Themen bieten, die akustisch dargeboten leichter verständlich sind. Special-Interest-Podcasts sprechen besonders Nischen-Zielgruppen an. Ob Karriere, Comedy, Freizeit, Sport oder Inspiration: Für jedes Thema findet sich mittlerweile ein passender Podcast. So entstehen im Handumdrehen loyale Communities, die den oder die Podcaster:in in der Regel als sehr glaubwürdig einstufen – die Empfehlungen des Content Creators haben somit einen hohen Stellenwert. Unternehmen können eigene Expert:innen für bestimmte Felder oder Themen ideal als Gesprächspartner in Podcasts einbringen – quasi PR über die Tonspur.

Online-PR im Web 2.0

Auch auf Unternehmensseiten hat sich in den letzten 20 Jahren so einiges getan: Mit Online-Auftritten, Websites, Corporate Blogs, externen Kanälen und unternehmenseigenen Newslettern ist eine komplett neue Disziplin der Online-PR entstanden. Denn auch Unternehmen müssen dort stark sein, wo sie direkt auf ihre Zielgruppe treffen. Durch clevere Vernetzung von Kommunikationsmaßnahmen entstehen wertvolle Synergien über die verschiedenen Kanäle hinweg. Dabei spielt auch das Thema Suchmaschinenoptimierung eine immer größere Rolle und kann Unternehmen und PR-Schaffenden neue Türen öffnen: Suchmaschinen-Ranking geht inzwischen Hand in Hand mit guter PR. Um seinen Content möglichst hoch auf Google zu listen, kommt man an SEO-optimierten Texten nicht mehr vorbei. 

Und das war erst der Start

Inzwischen sind in der PR-Konzeptionierung Allround-Talente gefragt, die von klassischer Pressearbeit über Influencer-Marketing, Online-PR bis hin zu Social Media sämtliche Disziplinen verstehen. Und genau deshalb macht uns unsere Arbeit so Spaß: Durch die Digitalisierung und die verschiedenen Branchen bietet PR unglaublich viele Facetten und kein Tag gleicht dem nächsten. Wenn man bedenkt, wie rasant sich die Aufgabenfelder der PR in den letzten 20 Jahren im Vergleich zu den circa 140 Jahren zuvor entwickelt hat – was werden wohl die nächsten zwei Jahrzehnte bringen? Wir sind dabei und freuen uns, was die Zukunft für uns alle bereithält!

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